Beschneidung: Ignoranz und Sexismus

Die Beschneidungsdebatte ist geprägt von Ignoranz und Sexismus. Ignoranz in Bezug auf die sexuelle Anatomie des Mannes und in Bezug auf die frauenverachtenden Ursprünge des Amputationsrituals. So kommt es zur Tabuisierung jeglichen Vergleichs von weiblicher und männlicher Genitalverstümmelung. Dieses Tabu ist sexistisch aus Ignoranz, und damit der eigentliche Skandal dieser Debatte.

Bis zum Kölner Beschneidungsurteil war ich wie fast jeder der Überzeugung, dass die weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) eine schwere Menschenrechtsverletzung sei, die männliche „Beschneidung“ (Male Genital Mutilation, MGM) jedoch eigentlich kein Problem darstelle. Die Debatte der letzten Wochen und die Flut an Informationen über männliche „Beschneidung“ haben das gründlich geändert. Informationen im Übrigen, die für alle frei zugänglich sind.

Die Tabuisierung jeglichen Vergleichs von männlicher mit weiblicher Genitalverstümmelung ist der große Skandal der Debatte. In beiden Fällen wird der empfindsamste und erogenste Teil des menschlichen Körpers amputiert oder schwer beschädigt. In beiden Fällen geht es in erster Linie um die Beschneidung menschlicher Sexualität.

Der Intaktivist und erklärte Feminist Travis Wisdom spricht sich in seinem Artikel Questioning Circumcisionism dafür aus, auch die männliche Genitalverstümmelung als feministisches Anliegen zu begreifen, insofern der Feminismus keine Bewegung gegen Männer, sondern eine Menschenrechtsbewegung gegen Sexismus ist. Die Ungleichbehandlung von Kindern allein aufgrund des Geschlechts ist ein klarer Fall von Sexismus. Er definiert „Circumcisionism“ als herrschenden Diskurs, der systematisch und erfolgreich eine Realität konstruiert, in der Kinder mit einem Geburtsfehler zur Welt kommen, der chirurgisch zu beheben sei. In den jüdisch-christlich geprägten USA trifft es Jungen, in anderen Kulturen Mädchen. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass es gegen FGM weltweit Gesetze gibt, sogar in den Staaten, in denen die Tradition verbreitet ist, während MGM gesellschaftlich akzeptierte Praxis ist. Travis Wisdom erinnert daran, dass gerade feministische Aktivistinnen sehr viel Erfahrung mit struktureller Gewalt haben, die durch herrschende Diskurse konstruiert, banalisiert und verfestigt wird, und dass gerade sie die nötige Sensibilität haben sollten, um gegen gesellschaftlich akzeptierte und bagatellisierte Diskriminierungen und sexistische Ungerechtigkeiten aktiv zu werden.

Der größte Erfolg dieses Beschneidungsdiskurses in unserer Kultur ist wohl, dass die Meinung vorherrscht, eine Vorhaut schade vielleicht nicht, aber sie nütze auch nichts. Daher habe ein Mann ohne Vorhaut im Grunde nichts verloren. Diese Ansicht ist so weit verbreitet, dass sie sich sogar in dem hochgelobten Aufklärungsbuch der Sexologin Ann-Marlene Henning findet:

Die sexuelle Lust wird durch die Beschneidung nicht gemindert, sofern alles richtig gemacht wurde und gut verheilt ist.

(Für eine Widerlegung siehe meinen vorhergehenden Artikel, insbesondere dieses Video.)

Dieser Satz in einem – ansonsten hervorragenden – sexuellen Aufklärungsbuch macht aber noch etwas anderes deutlich: Der Beschneidungsdiskurs ist in erster Linie ein Diskurs der Desinformation. Die Ignoranz in Bezug auf die männliche sexuelle Anatomie ist der Normalfall. Viele Aktivistinnen in der Bewegung gegen männliche Beschneidung in den USA sind traumatisierte Mütter, die an ihrer Ignoranz verzweifeln, weil sie erst nach der Routinebeschneidung ihrer Söhne auf die entscheidenden Informationen stießen (Dazu zählt auch Marylin Faire Milos, die Gründerin von NoCirc.) Oft sagen sie: „Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, dann hätte ich niemals zugestimmt.“ Daher ist gerade bei diesem Thema Information eine wirksame Waffe. Und daher auch der Slogan: Beschneidung. Je mehr Du weißt, desto mehr bist Du dagegen.

Wer Miriam Pollack zuhört – und vor allem ihr dabei zusieht, wie sie über ihren Schmerz und ihre Schuldgefühle spricht – der versteht vielleicht besser, warum auch Frauen zu Opfern der Tradition der männlichen „Beschneidung“ werden.

Wir erwarten normalerweise, dass die Frontlinie des Feminismus zwischen den Geschlechtern verläuft. Aber in diesem Fall ist der Mann ein Säugling oder ein Kind, und er ist kein Feind. In diesem Fall verläuft die Frontlinie zwischen den Verfechtern einer vormodernen, von Göttern diktierten Moral, und den Anhängern einer modernen, von Menschen vereinbarten Moral. Die Frontlinie verläuft zwischen denjenigen, die in den Menschenrechten eine ärgerliche und zu überwindende Ablenkung vom göttlichen Gesetz sehen, und denjenigen, die eben genau in diesen Menschenrechten die epochale Überwindung eines jahrtausendealten Kollektivismus sehen, die Befreiung des Individuums vom Zwang durch Kollektiv, Volk, Sippe und Religion.

Die hanebüchenste Begründung dafür, beide Formen der Genitalverstümmelung unterschiedlich zu behandeln, habe ich in einer Erklärung des Zentralrats der Juden gelesen:

Es sollte nicht übersehen werden, dass die Beschneidung einer Frau nicht auf religiösen Gründen basiert, sondern auf kulturellen Traditionen und Mythen.

Die Implikation dieser nackten Unverschämtheit anderen „kulturellen Traditionen und Mythen“ gegenüber dürfte den Kämpfern gegen die FGM kaum gefallen: Wären die Traditionen keine bloß „kulturellen“, sondern ebenfalls „religiöse“, so wäre die Verstümmelung der weiblichen Geschlechtsteile genauso in Ordnung wie die der männlichen! Wer also FGM verbieten und MGM zulassen möchte, muss zusammen mit den orthodoxen Juden dafür argumentieren, dass Religion etwas anderes ist als eine Sammlung „kultureller Traditionen und Mythen“. Ein sehr dünner Faden, an dem ein Verbot weiblicher Genitalverstümmelung dann hinge.

Auch Leonard B. Glick schreibt in seinem Buch Marked in your Flesh, dass die Praxis der MGM vor allem von der Ignoranz der Menschen lebt, und von ihrer Bereitschaft, eine gesellschaftliche Norm einfach zu akzeptieren, ohne sie zu hinterfragen. Das gilt vor allem für die Beschneidung als religiöse Norm.

Glick beschreibt die Entstehung des bizarren Rituals der Vorhautamputation in Gesellschaften, in denen Frauen nichts weiter waren als männlicher Besitz. Entweder sie gehörten ihrem Vater oder ihrem Ehemann. Emblematisch für den Status der Frau in bronzezeitlichen Gesellschaften ist das 10. Gebot aus der Bibel geworden: „Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.“

Es ist mir fast schon peinlich, das überhaupt hinschreiben zu müssen, aber offenbar versteht es sich nicht von selbst (und auch Glick sieht sich genötigt, auf seine historisch-kritische Perspektive explizit hinzuweisen): Die Beschneidung wurde den Juden nicht wirklich von Gott abverlangt. Das ist ein „kultureller Mythos“. Die Juden haben dieses Ritual von benachbarten Völkern übernommen und sich die Geschichte vom abrahamitischen Bund ausgedacht. Durch die Beschneidung wurden die männlichen Kinder veredelt, sie wurden durch Beschneidung – in einer semantischen Perversion, wie sie für Religionen typisch ist – erst vollkommen.

Frauen hatten niemals die Chance, auf diese Weise vollkommen zu werden. Die Juden biblischer Zeiten kannten zwei Arten von Blut. Das männliche Blut, als Inbegriff einer heiligen Substanz, und das weibliche Blut, als Inbegriff der Unreinheit (siehe Levitikus 12). Durch Menstruation werden Frauen unrein. Sie müssen sich dann durch rituelle Tieropfer erst wieder reinigen. Auch die Geburt macht Frauen unrein. Auch danach muss eine rituelle Reinigung erfolgen. Allerdings ist auch das männliche Kind durch den Kontakt mit dem weiblichen Blut zunächst unrein, und zwar sieben Tage lang. Am achten Tag ist das Kind lange genug nicht mehr in Kontakt mit dem weiblichen Blut, jetzt kann es durch das Vergießen seines eigenen Blutes veredelt werden. Die rituelle Vorschrift, dass Jungen am achten Tag beschnitten werden sollen, hat also nicht etwa irgendetwas mit einer Rücksicht auf die Schwäche der Säuglinge zu tun, mit der Sorge etwa, dass sie die Folter vorher nicht durchstehen könnten, nein, es hat alles nur mit den religiösen Wahnvorstellungen von reinem und unreinem Blut zu tun!

Die Religion schafft es also tatsächlich, selbst aus der rituellen Folterung männlicher Kinder einen frauenverachtenden Akt zu machen. Respekt!

Es gibt noch ein pragmatisches Argument dafür, sich als FGM-Aktivist nicht allzu lautstark gegen männliche Beschneidung einzusetzen. Sami Aldeeb erzählt in seiner Rezension zu Glicks Buch folgende Anekdote:

January 12, 1992, I paid a visit to the World Health Organisation (WHO) in Geneva, where I met Dr. Leila Mehra. [...] I asked her: “Why the WHO is concerned only with female circumcision and doesn’t consider male circumcision?” She responded: “Male circumcision is mentioned in the Bible. Do you want to create problems for us with the Jews?”

„Wollen Sie, dass wir Probleme mit den Juden bekommen?“ Das ist vielleicht ein pragmatisch gültiges Argument, und es ist selbst nicht sexistisch, aber dafür ist es antisemitisch. Es baut die „einflussreichen jüdischen Kreise“ vor uns auf, die selbst der WHO im Handumdrehen den Geldhahn abdrehen könnten. Dabei dürfte die Erwähnung der Beschneidung in der Bibel aber nur orthodoxe Juden interessieren. Unterschlagen werden dabei die ganzen innerjüdischen Bestrebungen, jetzt endlich diesen barbarischen Atavismus der eigenen Kultur zu überwinden. Die Chancen standen noch nie so gut. Frühere Beschneidungsgegner waren tatsächlich meist Antisemiten, und die Kinder waren ihnen egal. Das ist jetzt anders. Jetzt geht es nur um die Kinder und um ihre Rechte, um ihre Menschenrechte. Jetzt geht es eigentlich überhaupt nicht um Juden. Die aktuelle Opposition gegen die Beschneidung ist nicht antisemitisch. Zwei klare Indizien sprechen dafür:

  1. Das Kölner Urteil bezieht sich auf den Fall eines Kindes muslimischer Eltern.
  2. Die erklärten Todfeinde der Juden, die Islamisten, stehen in dieser Debatte mit den orthodoxen Juden auf der gleichen Seite, und zwar der falschen Seite der Geschichte.

Allen Kämpfern gegen FGM, die sich zweifellos für das Gute engagieren möchten, sei versichert: Es wird nicht funktionieren, die beiden Formen der Genitalverstümmelung gegeneinander auszuspielen! Menschenrechte gelten individuell, sie gelten universell und sie sind unteilbar. Dazu noch einmal Sami Aldeeb:

Western intellectuals, activists and politicians do not hesitate to attack the Africans without any restraint or respect for their feelings, probably to show their “moral” superiority. Instead of attacking female circumcision, they should first clean their own house by abolishing male circumcision. They forget one important principle: without abolishing male circumcision, it is impossible to abolish female circumcision.

[Westliche Intellektuelle, Aktivisten und Politiker greifen die Afrikaner an, ohne zu zögern, ohne jede Zurückhaltung oder Respekt für ihre Gefühle, vermutlich, um damit ihre „moralische“ Überlegenheit zu demonstrieren. Anstatt die weibliche Beschneidung anzugreifen, sollten sie zunächst vor ihrer eigenen Haustür kehren, indem sie die männliche Beschneidung abschaffen. Sie vergessen ein wichtiges Prinzip: ohne Abschaffung der männlichen Beschneidung ist es unmöglich, die weibliche Beschneidung abzuschaffen.]

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Harald Stücker

109 responses to “Beschneidung: Ignoranz und Sexismus”

  1. yerainbow says :

    ich habe über den eigentlichen zweck der Knabenbeschneidung länger nachgedacht, bis es mir dämerte: ist ist im ursprung ein aggressiver Akt gegen die Mutter.
    Eine Mutter ist biologisch drauf programmiert, ihr Kind zu beschützen.
    Gerade so kurz nach der Geburt ist hormonell noch so vieles im Umbruch, daß das Schmerzgeschrei ihres Säuglings einer Mutter geradezu unerträglich ist.
    Wer Kinder hat, weiß, wovon ich spreche.
    Auch Vätern ist das Schmerzgeheul des Kindes ein Alarmsignal – sie können vielleicht empfinden, was bei Müttern direkt durch Bein und Mark geht.
    Eine Mutter also dazu zu bringen, nach kurzer Erholung nach der Geburt ihr eigenes Kind auszuliefern ist ein ganz klares Signal an sie.
    Sie hat zu verinnerlichen ihre eigene volle Unterwerfung.
    Beschnittene Kinder bezahlen dann ihren Teil des Preises später.

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    • raskalnikow says :

      Der Kommentar ging mir durch Mark und Bein. Es ist wirklich erschütternd, wenn man bedenkt, dass Mütter (und Väter) ihr Bébé Tage nach der Geburt einem Geisterbeschwörer auf dem Tablett servieren – auf dass dieser sich am Penis ihres Kindes zu schaffen macht. Man sollte sich wirklich Gedanken darüber machen, was es ist, das frische Eltern dazu bringt – ohne Not – ihr Bébé begrabschen, beschneiden zu lassen und in den schlimmen Fällen auch noch eine halbe Fellatio-Nummer (der Beschneider saugt mit dem Mund das Blut vom frisch beschnittenen Penis!) für gut zu befinden.
      Wie macht man aus ansonsten halbwegs vernünftigen und sicher liebenden Eltern – Menschen die solch Grauen nicht nur erdulden, sondern sich dafür einsetzen und sich über den Schutz des Kindes sogar empören?

      Wie bei allen gesellschaftlich akzeptierten Perversionen sind auch hier die Ursachen: Religion, Tradition, Pflichtversessenheit.

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    • Defragmentierung says :

      @yerainbow:

      Dieser Gedanke ist sehr interessant, schlüssig und für mich völlig neu.
      Ich tendierte bisher zu einer Mischung aus der Theorie, dass der ursprüngliche Sinn der Beschneidung, eine Markierung zur Identifizierung der Gefallenen des eigenen Stamms auf dem Schlachtfeld war und der offensichtlichsten Begründung der sexuellen Kontrolle / Fruchtbarkeitskontrolle.
      Ihre Gedanken zu der Herkunft des Rituals passen wie angegossen zu der, schon für die damalige Zeit regressiven, patriarchalen Stammesgesellschaftsordnung im abrahamitischen Kulturraum.
      Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch, dass zu der Zeit des mystischen Auszuges der Israeliten aus Ägypten, die Stellung der Frau in der ägyptischen Gesellschaft wesentlich besser war, als sie es noch 2000 Jahren später in der abendländischen Kultur sein sollte. Schon zum Ende des Mittleren Reiches und noch mehr zur Zeit des Neuen Reiches, hatten die Frauen in der altägyptischen Gesellschaft Rechte, die Ihnen die Erbe Abrahams erst wieder nach der Französischen Revolution zugestehen wollten: Erbrecht, Handelsrecht, Scheidungsrecht, Bleibe- und Bewegungsrecht, usw. Von all dem findet sich im AT nichts mehr. Frauen und Kinder wurden in dieser Kultur zurückgestuft auf Besitztümer, eine Neuordnung von Werten, die sicherlich nicht ohne Widerstand erfolgte. Ihre Einstufung der rituellen Vivisektion an Säuglingen, als Demonstration der patriarchalischen Übermacht durch Brechen der grundlegendsten mütterlichen Instinkte, scheint mir als “Mehrwert” für die Unterdrücker sehr plausible.

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  2. Fred Frenzel says :

    Passend zum Säuglings/Kinds-Thema ein (9.) Vers-angelehnt an Bettina Wegner::”Ist so´ne kleine VORHAUT gleich unterm Bauch
    darf man nicht schneiden fühlt sie doch auch.”

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  3. Human says :

    Generell bin ich auch für Selbstbestimmung und ein BeschneidungVerbot.

    Aber dieser Artikel ärgert mich!

    Ich bin selbst beschnitten, seit Geburt an, und zwar NICHT aus religiösen Gründen. Meine Eltern fanden es hygienischer und haben die “Mode” aus USA übernommen. Das kann man mit Recht kritisch sehen.

    Ich selbst habe dadurch nie Probleme gehabt und behaupte eine ganz normale Sexualität zu haben. Bei den Damen wurde die Sache fast immer positiv, weil ästhetischer gesehen. Wo Einbußen in der Empfindlichkeit bestehen sollen, kann ich nicht nachvollziehen.

    Aber wie soll ich mich nun nach diesem Artikel fühlen

    Aber

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    • Nesus von Jazareth says :

      @Human: Fühl Dich gut,denn wenn sich dadurch keine Probleme für Dich ergeben haben,ist das ohne wenn und aber gut.Man kann nur hoffen,dass das bei allen Beschnittenen der Fall ist. Es besteht kein Grund sich schlecht zu fühlen,wenn man problemfrei damit leben kann. Allerdings bestehen Gründe sich als Beschnittener schlecht zu fühlen,wenn man eben nicht problemfrei damit leben kann.Es gibt Menschen denen das so geht,und die darüber berichten.Es ist nicht schwer an relevante Informationen zu gelangen,immerhin befinden wir uns hier schon mal auf einer Seite,die dies ermöglicht, Es geht also nicht darum,Beschnittenen Probleme einzureden,die sie nicht haben,sondern darum jenen zuzuhören,bei denen das sehr wohl der Fall ist,was,wie sich am Beispiel der Mutter im Video zeigt,nicht auf Männer beschränkt ist. Überhaupt geht es ja auch ausschließlich um Kinder,deren uneingeschränktes Recht auf körperliche Unversehrtheit.nach der die psychische Unversehrtheit ein weiteres Thema wäre… one step a time….. Du musst Dich also nicht darüber erzürnen,dass die bestehenden Irrationalitäten,Absurditäten,Heucheleien und auch schlichte Lügen der oftmals niederträchtigen Art,mit denen die Pseudoargumente der Befürworter so oft gespickt sind,und auf die sie meistens aufbauen,Kinderbeschneidungsgegner motivieren,dies sehr deutlich darzustellen. Nebenbei,toller Artikel,danke dafür!

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    • JustThinking says :

      Zum einen solltest Du Dir selbst kein Problem einreden, wenn du keines hast.
      Du solltest Dir aber klar sein, daß du keinen Vergleich hast und somit nicht wissen kannst, was ein Unbeschnittener fühlt und wo für dich der Unterschied wäre. Diese Erkenntnis sollte dich befähigen die Beschneidung von unmündigen als nicht notwendig zu erkennen. Die Kinder die dadurch vor diesem nicht reversiblen Eingriff bewahrt werden, haben in der Zukunft im Gegensatz zu Dir die Möglichkeit selbst zu entscheiden.

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    • yerainbow says :

      wußte nicht, wo ich den Hinweis platzieren können, also tu ich es vielleicht am besten hier:

      http://pro-kinderrechte.de/statement-von-eran-sadeh/

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  4. Human says :

    Teil 2 ( bin zu früh auf senden ggekommen)
    Will man mir mit diesen Beitrag nun einreden ich sei “verstümmelt” oder unvollständig?
    Soll ich vielleicht einen Behindertenausweis beantragen?

    Man kann in diesem Fall darüber diskutieren, dennoch ist der Mensch keine perfekte KonstruktIon eines genialen Schöpfers. Weisheitszähne und Blinddarm sprechen z.b. Dagegen. Dieser Artikel ist ein Schlag ins Gesicht aller – freiwillig oder unfreiwillig – Beschnittennen weil er ihnen suggeriert das ihnen etwas an Lebensqualität, Empfindsamkeit oder Vollständigkeit fehlen müsse. Plötzlich werden wir zu “Opfern” erklärt.
    Das geht zu weit, ist nicht akzeptabel und tritt den Begriff Humanismus mit Füßen!

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    • Defragmentierung says :

      @Human

      “Wo Einbußen in der Empfindlichkeit bestehen sollen, kann ich nicht nachvollziehen. ”

      Durch die Beschneidung haben Sie bis zu 70% des sensorischen Gewebes Ihres Penises verloren. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Sie eine Sensorik, die Sie nicht kennen, nicht vermissen können. Aber daraus zu schliessen, dass es keinen Verlust gibt, ist genau so selbstverständlich falsch.

      “…. weil er ihnen suggeriert das ihnen etwas an Lebensqualität, Empfindsamkeit oder Vollständigkeit fehlen müsse”

      Sie dramatisieren hier unnötig. Wenn die Folgen der Amputation verleugnet würden, könnte kaum stringent gegenargumentiert werden. Wollen Sie nicht, dass dieser grausame Eingriff anderen erspart bleibt?

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      • Human says :

        Ihr Kommentar ist sehr selbstgerecht und auch zynisch.
        Ich dramatisiere also?
        Mit diesem Begriff kann man grundsätzlich jede emotionale Äusserungen abwerten.
        So könnte man auch Brillenträger als “Sehkrüppel” benennen, eine zu erwartende Reaktion als “dramatisieren” beiseite wischen.
        Es gibt nun mal Wörter die sehr emotional aufgeladen sind und entspreche Reaktionen. Auslösen. Es steht Ihnen nicht zu, mir diese Reaktion abzusprechen!

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        • yerainbow says :

          lieber Freund, bitte geh mal in eine Gruppe mit sensorisch behinderten Menschen. Sagen wir mal, zu Blinden (mit Gehörlosen wäre es schon viel mühsamer, denn da gibt es viele, mit denen man sich nur in Gebärdensprache unterhalten kann – aber man kann sich tatsächlich mit ihnen unterhalten).
          Befrage sie, ob sie der Ansicht sind, daß sie zu starke Einbußen im Leben hätten, und sich als Opfer fühlten.
          Du wirst sehen, daß sie mit ihren Einschränkungen insgesamt recht gut zurechtkommen, und ein freies Leben führen können.
          Nur Pilot werden die halt nicht. Autofahren muß man auch nicht.

          Das alles aber bedeutet nicht, daß es nicht doch besser wäre, wenn die Kinder sensorisch problemlos fähig sind.
          Tatsächlich gibt es aber unter den Behinderten so “Propheten”, die der Ansicht sind, ihre Kinder sollen genauso behindert sein wie sie.

          Das gehörlose Lesbenpärchen vor ein paar jahren in den Staaten, die gezielt einen gehörlosen Samenspender suchten, ging ja durch die Presse.
          Und?
          Sollte man tatsächlich dafür sorgen, daß die eigenen Kinder denselben Beschränkungen unterworfen sind wie man selbst, da man selbst ja keinerlei Einschränkung spürt?

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          • Human says :

            Natürlich würde ich meinen Kindern, gesetzt der Fall ich würde an Beschränkungen leiden, niemals die selben auferlegen wollen. Das wäre geradezu infam!

            Es geht hier aber um Selbstbestimmung! Es wäre auch niederträchtig, seine Kinder tätowieren oder piercen zu lassen, weil man dies etwa als ästhetisch empfindet!

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          • Harald Stücker says :

            Hervorragender Punkt, yerainbow!

            Tatsächlich sehe ich hier auch das gleiche psychologische Phänomen, wie es im letzten Jahr bei der Singer-Debatte zu beobachten war. Ich hatte damals dazu geschrieben, dass es dabei in erster Linie um Anerkennung gehe.

            Es ist auch das gleiche Phänomen wie im Falle der Religion. Es geht um Respekt und Anerkennung. Aber in dem einen wie im anderen Fall ist es einfach schwierig, zu sagen, dass wir zwar den Menschen als Menschen vollkommen respektieren und anerkennen, aber eine bestimmte Eigenschaft von ihm – sei es eine Krankheit, eine abwegige Überzeugung oder eben einen gegen seinen ausdrücklichen Willen chirurgisch veränderten Penis – für andere nicht wollen, bevor auch diese anderen dem nicht ausdrücklich zugestimmt haben. Das ist sehr schnell eine Frage der Identität. Dan Dennett bringt es für die Religion auf den Punkt: Es gibt keine höfliche Art, jemandem zu sagen, dass er sein Leben lang Bullshit geglaubt hat. Ebenso sehe ich nicht, wie wir gegen Beschneidung argumentieren können, ohne dass unfreiwillig beschnittene Männer das Gefühl bekommen, dass ihnen ein Unrecht geschehen ist.

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            • Arnoh says :

              Hinter dieser Denke scheint mir ein ziemlich krasses Weltbild zu stehen, eines, dass in “unserer” Gesellschaft weit verbreitet und von ihren Jüngern i.d.R. nicht begriffen wird:

              Da draußen gibt es eine Evolution und an dessen Spitze sitzt der weiße (europäische/ ami-) Mann und kann aus seinen (zahlreichen, immer wiederkehrenden) geschichtlichen Verfehlungen dank seiner Kapazität reflektiert daraus Rückschlüsse zu ziehen, beurteilen, was rechtlich und moralisch “state of the A…” sei.

              Dass es dabei meist nur darum geht genau in solche Spannungsfelder und Konfliktlinien/ und -themen als Außenstehender reinzugehen, um sich in der gewohnten, über Generationen ansozialisierten hierarchischen (Über-)Position wiederzufinden ist ein wesentliches Momentum solcher Konstellationen – eine, die zudem eine wahrlich lange Geschichte hat.

              Das ist erst mal keine argumentative Auseinandersetzung – ich weiß – und soll auch kein dumpfes Bashing sein, aber was nimmt sich hier denn der ein oder andere christlich geprägte Atheist (jaja, Kultur haben ja immer nur die anderen…) heraus, der die Dimension Glaube rational zu erfassen versucht (wenn überhaupt).

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        • Defragmentierung says :

          Schade, dass Sie so reagieren.
          Ihren für mich in keinster Weise nachvollziehbaren Vorwurf des Zynismus weise ich zurück. Auch bezog sich mein erster Kommentar nicht auf Ihre Beschwerde bzgl. des Ausdrucks “verstümmelt”, dazu habe ich weiter unten Solidarisches an Sie gerichtet, sondern um Ihre für meine Begriffe Überempfindlichkeit gegenüber dem Diskurs im Allgemeinen.
          Ihr Vorwurf der Selbstgerechtigkeit ist ebenso unangebracht. Als Homosexueller bin ich seit 50 Jahren nahezu täglich psychischer und auch physischer Gewalt ausgesetzt, die Sie sich nicht annähernd vorstellen können. Und dies nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von offiziellen und öffentlichen Seiten, von Medien, Staat und Kirche. Des Weiteren bin ich seit Geburt fast gehörlos, sodass mir ein Leben mit fehlender oder eingeschränkter Sensorik bekannt ist.
          Aus dieser Perspektive heraus, empfinde ich Ihre Aufgeregtheit als Überreaktion, ganz besonders in Hinsicht darauf, dass der Ausdruck “verstümmelt” (den ich, wie bereits geschrieben, aber von Ihnen anscheinend nicht gelesen, ebenso ablehne), von Kritikern der Amputation nicht verwendet wird um Geschädigte zu diffamieren, sondern lediglich um die Grausamkeit des Rituals zu unterstreichen.

          Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Ihre Ablehnung der Ausdrücke “verstümmelt” oder “Verstümmelter” unterstütze ich vorbehaltlos.

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          • Human says :

            Akzeptiert. Bei der Verwendung eines kleinen Smartphone geht etwas der Überblick verloren auch im Hinblick auf die den Beiträgen zugeordneten Usernamen. So habe ich nicht realisiert, das die Solidarität mit meiner Kritik zum Begriff des “verstümmelten” und die Abwertung meiner emotionalen Reaktion genau darauf als “unnötiges Dramatisieren” (das war es, was ich als zynisch empfand) ein und demselben User zuzuordnen sind.
            Ich finde auch den Begriff “Amputieren” nicht besser, man denkt unwillkürlich an Raucherbeine, Kriegs- oder Unfallopfer.

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      • Human says :

        Noch etwas zu dem “bis zu 70% entfernten sensorischen Gewebe”:
        Hierbei wird unreflektiert davon ausgegangen, das die subjektive Empfindungsfähigkeit in einem linearen Zusammenhang zwischen der vorhandenen Quadratzentimeterzahl an entsprechendem Gewebe steht.
        Analog dazu könnte man dann auch behaupten, Frauen mit kleinen Brüsten hätten nur halb so viel Empfindungen bei der Berührung/Simulation derselben wie Frauen mit doppelt so großem Busen.
        Ferner dürfte es das weltbekannte Problem des “zu früh Kommens”, das ja eine Folge erhöhter Sensibilität ist, bei Beschnittenen kaum geben. Das ist aber nicht der Fall!

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        • yerainbow says :

          Da bist du aber falsch informiert. Frauen mit kleinen Brüsten haben genauso viele Rezeptoren in denen wie welche mit großen.
          Und die Rezeptoren machen es – auf die kommt es an.

          Du siehst also recht leicht – wenn du willst – daß du dir da was vormachst.

          Was das ZuSchnellKOMMen betrifft, so hilft auch da Fachwissen weiter. Das hat mit einer bestimmten Intensitätsschwelle zu tun, die überschritten werden muß. Die wird durch die Kombination von Faktoren überschritten. ist also ein Faktor schwächer, muß der andere forciert werden. (Geschwindigkeit und Druck in dem Falle).

          Der SChwellenwert einmal überschritten, läßt im rückenmark den Rest als Automatismus ablaufen.
          und das nicht, weils nicht drauf ankäme, sondern weil nur diese Spezies überleben, bei denen auf jeden Fall sichergestellt ist, daß es genügend nachwuchs gibt.
          Alles evolutionäre vorgänge.

          Du mußt dir den vorwurf, dich nicht ausreichend informiert zu haben, schon gefallen lassen.
          Behauptungen reichen da regelmäßig NICHT!
          Komisch, beim zahnarzt kapierts jeder gleich, daß das nur ein Fachmann und mit hohem Wissensstand, und nur bei medizinischer Notwendigkeit, machen sollte.

          Einfach mal drüber nachdenken.

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          • Human says :

            Und je länger ich darüber nachdenke um so mehr komme ich zu dem Schluss das mir hier von allen Seiten in diesem Forum eingeredet werden soll, das ich einen Nachteil haben soll, das mir etwas fehlt, vermutlich auch das ich nun “trotzreagiere” oder eine psychologische VerdrängungStrategie betreibe. Meine Äusserungen, das mir der Vergleich mit Verstümmelten oder Amputierten aufgrund der negativen Assoziationen und der Tatsache das ich die Behauptungen der eingeschränkten Empfindungsfähigkeit nicht bestätige, mit massivem “Daumen-runter-Gewitter” quittiert. Das hier ist alles hochgradig ideologisch! Ich passe hier nicht rein, weil ich der Sache nicht nach dem Mund rede.
            Es wird hier behauptet, ich solle mich weiterhin gut bzw nicht benachteiligt fühlen – gleichzeitig diese Intention Lügen gestraft indem man mir hier von allen Seiten eingeredet wird, ich würde meine “Quasi-Behinderung” nur nicht wahrhaben wollen.
            Zum Thema Wahrnehmung noch für alte philosophische Aussage : Es kann grundsätzlich niemand mit Sichheit wissen, ob die Farbe blau von anderen Menschen tatsächlich genauso wahrgenommen wird wie von einem selbst. Wie erst sollte dies für sexuelle Empfindungsfähigkeit gelten, die sich – etwa im Gegensatz zur Seh- oder HörFähigkeit – in ihrer subjektiven Wahrnehmung in keinster Weise messen lässt! So ist ja manchmal auch ein zuviel an Sensibilität eher unangenehm als wohltuend. überhaupt ist doch die Art und Weise, wie und welche Reize als schön oder unangenehm empfunden werden von Mensch zu Mensch sehr verschieden, einen Standard gibt es hier per se überhaupt nicht. Auch deshalb halte ich es für unzulässig, zu behaupten. Beschnittene müssten eine Einschränkung in ihrer sexuellen Empfindsamkeit und Funktionsfähigkeit haben, für zynisch ihnen das einreden zu wollen und für geradezu verwerflich sie als “Verstümmelte” oder “Amputierte” zu stigmatisieren.
            Mein Wunsch, die Intention der Sache auf das Selbstbestimmungsrecht des Menschen zu reduzieren wird wohl nicht ernst genommen werden.

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    • Harald Stücker says :

      Sehr geehrter human,

      ich kann Ihren Ärger sehr gut verstehen. Ich, und mit mir sicher viele andere, die sich zu diesem Thema mit der Intention äußern, die Beschneidungstradition zu schwächen und zurückzudrängen, würde das gern so machen, dass beschnittene Männer in ihren Gefühlen nicht verletzt werden. Sagen Sie mir, wie ich das machen soll! Ich meine das im Ernst! Sie schreiben, Sie seien generell auch für ein Beschneidungsverbot. Warum denn? Haben Sie auch den Eindruck, dass es ein Unrecht ist, kleine, nicht einwilligungsfähige Kinder irreversibel zu, na sagen wir: verändern? Sind Sie aber dann nicht auch der Meinung, dass Ihnen ein Unrecht geschehen ist?

      Die Forderung nach Rücksicht auf die Gefühle der Betroffenen gilt zudem nicht nur für beschnittene Männer. Sie müsste natürlich genauso für beschnittene Frauen gelten! Auch der Kampf gegen FGM steht vor diesem Problem, nämlich dass Menschen sich nicht gern als Opfer sehen, wenn ihnen subjektiv doch nichts fehlt. Wenn Sie in Somalia durch die Straßen laufen, werden Sie viele lebenslustige, lachende und unbeschwerte Frauen sehen können, die allesamt an ihren Genitalien verstümmelt wurden. Aber auch wenn Menschen mit so etwas fertig werden können, bleibt es doch eine nicht hinnehmbare Verletzung ihrer Menschenrechte.

      Es ist ein Teufelskreis: Ohne die psychologischen Mechanismen der Verdrängung, der Solidarisierung der Opfer mit dem Täter (insbesondere, wenn es die eigenen Eltern sind), der Einstellung des “Mir hat es ja letztlich auch nicht geschadet”, ohne all dies könnte es Traditionen der Kindesmisshandlung doch gar nicht geben! Irgendwann werden die Kinder erwachsen und geben die Tradition weiter: Sie halten dann ihre eigenen schreienden Kinder fest oder schauen zumindest tatenlos zu, wie sich die Geschichte wiederholt. Inzwischen haben sie ihre Rationalisierungen verinnerlicht, die sie das aushalten lassen. Im Westen, in den USA, ist es das medizinisch-hygienisch-ästhetische Mantra, in Afrika ist es die Angst, dass die Tochter niemals einen Mann finden wird, wenn sie nicht verstümmelt wird. Für viele afrikanische Mütter ist das wohl eine schlimmere Vorstellung.

      Darüber, ob Sie sich als Opfer oder als verstümmelt ansehen sollen, können nur Sie entscheiden. Auch hier gilt: Beschäftigung mit dem Thema führt bei vielen dazu, dass sie sich wünschen, sie wären nicht beschnitten worden. Mit der Information kommt der Schmerz. Diesen Schmerz kann den Männern niemand nehmen, aber er ist notwendig, um den Teufelskreis durchbrechen zu können.

      Oder es kommt der Trotz! Denn viele andere rationalisieren ihren Schmerz weg. Sie übernehmen dafür Argumente aus dem im Artikel beschriebenen Beschneidungsdiskurs: hygienischer, ästhetischer, ausdauernder usw. Ich würde das gern nicht bewerten (ich weiß nicht, was ich tun würde), aber leider muss ich es als falsch verurteilen, weil genau das dazu führt, dass sie wiederum ihre Kinder beschneiden lassen oder sich öffentlich für die Beschneidung aussprechen.

      Bitte schauen Sie sich auch mal die Diskussion zu diesem Artikel an.

      [An alle anderen Leser habe ich die Bitte, solche Kommentare nicht abzuwerten, nur weil sie sich kritisch äußern.]

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      • Human says :

        Danke für diese Ergänzung. Auf die Schnelle als Antwort auf die Frage warum ich dagegen bin: Weil es gegen die Körperliche Selbstbestimmung ist. Ich finde es auch unmöglich, wenn Kleinkindern oder Säuglingen Ohrringe verpasst werden. Deshalb würde ich es aber als absolut an den Haaren herbeigezogen sehen, diese Kinder als “Verstümmelte” zu titulieren!
        Zum Thema: Es ist doch nun mal Fakt, das bei der FGM die sexuelle Empfindsamkeit durch Entfernung des dafür zuständigen Organs quasi vernichtet wird, was bei der männlichen Beschneidung doch keineswegs der Fall ist!
        Bezeichnenderweise sind es fast immer nicht beschnittene Männer oder sogar Frauen, die etwas von eingeschränkter Empfindsamkeit – Entschuldigung: “faseln” obwohl sie dies mangels eigener Erfahrung doch gar nicht beurteilen können!
        Wie kommt man nur darauf?
        Nochmal : ich halte das Beschneiden für einen Eingriff in die Selbstbestimmung des noch wehrlosen Menschen. Aber gegen die Bezeichnung “verstümmeln” verwahre ich mich, weil DEFINITIV keine Körperfunktion wie etwa die Fähigkeit zu sexueller Empfindsamkeit beeinträchtigt oder verhindert ist!

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      • Human says :

        Und noch ein Denkanstoss:
        Müssen sich wegen Phimose behandelte Männer auch als Verstümmelte bezeichnen lassen? Das kommt ja so selten auch nicht vor.

        Ferner gibt es eine nicht unerhebliche Zahl von Männern, die sich im Erwachsenenalter völlig freiwillig von ihrer Vorhaut trennen.
        Aber wohl keine Frau käme ernsthaft auf die Idee, sich die Klitoris entfernen zu lassen! (Dagegen sind Verkleinerungen der Schamlippen oder sogar der KlitorisVorhaut durchaus gelegentlich selbst gewünscht)

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        • Orry says :

          Bei der Phimose gibt es mittlerweile andere Methoden, die Beschneidung wird von etlichen Ärzten nur noch als “ultima ratio”, die letzte Möglichkeit angesehen, wenn alles andere versagt.

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        • tiny says :

          Es gibt Frauen, die sich freiwillig einer ‘sexuellen Annullierung’ unterziehen und sich alle äußerlichen Strukturen entfernen lassen.
          Inwiefern das eine unbedenkliche Varianz des sexuellen Selbstverständnisses oder eine Pathologie ist, sei mal dahingestellt, aber es gibt tatsächlich Frauen, die sich so mit ihrem Körper und ihrer Sexualität in Beziehung setzen.

          Der große Unterschied sind a) das Alter und b) die Freiwilligkeit.

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          • yerainbow says :

            Das ordne ich unter psychischen Störungen ein.
            Dürfte zum selben Störungsbereich wie die Hunger/Freßsüchte gehören.
            Feiwilligkeit ist für Psychologen (bin einer) immer eine komplexe Angelegenheit.

            Aber ich selbst hab keinerlei Probleme mit Beschneidungen aller Art. Wie Tattoo – ab 18.
            und psychische Störungen sind das gute Recht eines jeden Menschen, allerdings nur bis zu dem Punkt, an dem Fremd- oder Selbstgefährdung auftritt.

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            • m.d. says :

              … keinerlei Probleme mit Beschneidungen aller Art. Wie Tattoo – ab 18.
              und psychische Störungen sind das gute Recht eines jeden Menschen, allerdings nur bis zu dem Punkt, an dem Fremd- oder Selbstgefährdung auftritt.

              bei Fremdgefährdung klar, aber was gibt dir (und überhaupt allen Psychoquaksalbern) das Recht zu bestimmen, was an Selbstgefährdung gutes Recht ist und was nicht. Das auch vor dem Hintergrund, dass die üblichen Zwangsbehandlungen infolge echter oder unterstellter Selbstgefährdung nicht einen Deut humaner sind als die Verstümmelung von Babys.

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        • Fidelis says :

          Intellektuell kann man alles vergleichen.
          Hier ein statthafter Vergleich zwischen FGM und MGM:

          http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/maennliche-und-weibliche-beschneidung/hgm-klassifikation.html

          Nur wissen besiegt Vorurteile.

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        • yerainbow says :

          Frauen, die Schönheitsoperationen an sich vornehmen lassen, haben häufiger psychische Probleme (ist meist ein Problemkomplex) und sind daher hinterher nicht zufriedener, im Gegenteil, bis hin zum Entwickeln von klinisch relevanten Depressionen und ähnlichem
          .
          Daß die Schönheitsindustrie inzwischen soweit geht, “Verschönerungen” der Schamlippen anzubieten und vorzunehmen (es geht hier um Gelderwirtschaftungs-Ideen), ist bezeichnend deutlich.

          ich wüde soweit gehen und die Aussagen “Frauen finden beschnittene Penisse schöner” in genau dieselbe kategorie einordnen.

          Wahrnehmung und Verarbeitung von Wahrnehmungen an sich sind schon hochkomplexe und hochaktive Prozesse.
          Die Bewertungen sind dann Prozesse der nächsten Verarbeitungsstufe.

          man muß sehr vorsichtig sein, mit solchen Meinungen und Ansichten.
          Ich kenne genügend Zahnärzte, die über Patienten berichten, die selbst Schmerzen nicht an der richtigen Stelle verorten, mitunter sogar nicht mal im richtigen Kiefer.

          Dabei hat die Evolution etwas so wichtiges wie Schmerz so fest verdrahtet, daß man es kaum mißverstehen kann.
          Denkt man. Ist alles möglich.
          Daher muß immer genau hingeguckt werden, wenn jemand etwas behauptet.

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          • Human says :

            Ich fürchte, in diesem Fall sind sie nicht ganz richtig informiert. Ich empfehle die Lektüre des Neurologen V. Ramachandran (etwa “die blinde Frau die sehen kann” in der vielfältige Untersuchungen und Experimente zum Thema Phantomschmerz beschrieben und analysiert werden) . Demnach kann von einer festverdrahtung des Schmerzes kaum eine Rede sein. Eher von einer höchst variablen Software, die ihre Verknüpfungen einer ziemlich selektiven Wahrnehmung unterwirft!

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          • yerainbow says :

            Hi, Human – ich würde gern auf Deinen Beitrag antworten, aber technisch ist keine Antwortmöglichkeit zu finden – also muß ich mir selbst antworten, was irgendwie bissl blöd ist.

            neuronalverschaltungen sind keineswegs trivial, und leicht zu verstehen schon gar nicht.
            Will man die Funktionsweisen verstehen, kommt man am besten mit einer funktionalen Sichtweise: wozu dient es.
            Dann versteht man auch die komplexen Sonderlichkeiten, die man alle finden kann.
            Schmerz ist keineswegs höchstvariabel, wenn man die Rezeption von Schmerz betrachtet.
            Betrachtet man aber die Zentralnervöse Verarbeitung, so findet man dort tatsächlich ulkige Sachen.
            Und selbst in den Weiterleitungskanälen gibt es neben “aktivierenden neuronen” noch “hemmende neuronen”.
            Daher ist die methode aller Mütter, ihre Kinder zur Beruhigung und zum Mindern des Schmerzes erfolgreich.
            eine durch inhibitorische Schmerzhemmung erfolgte unterbrechung der SChmerzweiterleitung sorgt daher auch zu einer nicht im Hirn angekommenen Schmerzwahrnehmung.

            Anders mit Schmerzen, die erst im Hirn selbst unterdrückt werden, indem sie nicht im Bewußtsein resgistriert werden.
            Die sind wirklich vorhanden, und zeigen auch ihre Wirkung – ob es uns bewußt ist oder nicht.

            Zur Wahrnehmung weiter kommt auch noch die Interpretation. Die ist nochmals störanfällig (oder aber kann sich verselbständigen – was auch eine Störung ist, wenn man so will).

            Die Effekte sind auf jeder Ebene von Wahrnehmung und Verarbeitung vielfältig.
            Du solltest dich in dieses Thema wirklich vertiefen, wenn es dich intereressiert – es ist ein hochinteressanter Bereich, keinesfalls trivial.

            Was du weiter oben über die Farbe Blau schreibst, daß man nicht prüfen kann, ob jeder die gleich sieht – ich weiß zB , daß ich leicht verschobene Farbwahrnehmung hab. Das habe ich aber nicht als Kind begriffen, mich nur gewundert, wenn andere über Türkis sprechen (für mich ist das ein wunderbar sattes Anlaß-Blau, zumindest beim türkisen Autolack, Türkise hingegen sehen für mich total langweilig gelblich aus).

            Aber dafür gibts die Physik und die Wellenlängen, die man messen kann (bei elektromagnetischer STrahlung – Spektralfarben). Bei farbigen Körpern hat es mit der ABsorption von Wellenlängen zu tun. (auch ein hochinteressantes Thema)

            Daher ist sowieso eine Messung “harter Daten”, wie einer meiner Profs gern betonte, der einzige belastbare Weg.
            meinung, Empfindung und Deutung sind einfach zu störanfällig – reicht für den Alltag. Nicht für echtes Verständnis.

            Drum kannst du nicht wirklch einschätzen, was dir fehlen könnte. Darum geht es beim lebewesen auch gar nicht. lebewesen müssen überleben (daher passiert vieles auch unter Umgehung des Bewußtseins, weil Bewußtsein viel zu langsam ist – lebewesen könnte schon tot sein, ehe es kapiert, was los ist) und sich fortpflanzen.

            Die Evolution ist knallhart. Wer sich niht fortpflanzt, mendelt sich raus. Die Spezies, die das global betrifft, stirbt aus.

            Mit Moral hat das nix zu tun.
            sollte uns aber nicht dran hindern, Wissen zu erwerben, und es dann SINNVOLL anzuwenden.

            nebenbei – meine männlichen Kinder sind intakt. Ich laß mir von alten Männern nicht erzählen, wie ich mit ihnen umzugehen habe… WOLLEN sie es aber als ERwachsene, ist es deren Entscheidung.

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            • Human says :

              Meine männlichen Kinder sind nicht beschnitten.
              Intakt sind wir alle, mich einbegriffen.
              Schade, das sie den sonst interessanten Beitrag wieder mit einer subtilen. Abwertung abschließen mussten.
              “nicht intakt”, “nicht voll funktionsfähig”, “amputiert”….
              Ich könnte schon eine ganze Liste dieser negativen Begriffe aufführen, die bei Beschnittenen den Placebo-Effekt auslösen können oder sollen das sie eben nicht mehr “ganz” sind.
              Es ist ein schleichendes Gift, das hier in gewählter Sprache subtil versprüht wird.
              Herr Stücker bsprach in einem anderen Beitrag vom “Schmerz der durch die Information kommt und der notwendig sei”.
              Wird hier also die psychische Beschädigung von Betroffenen (in dem man ihnen einredet, sie seien eines Großteils ihrer Empfindungsfähigkeit beraubt worden) als Kolateralschaden in Kauf genommen

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      • yerainbow says :

        Hi harald, wieso kann man auf einige Diskussionsbeiträge antworten, auf andere aber nicht?
        Das verwirrt mich bißchen.

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        • Harald Stücker says :

          Ich hab’s rausgefunden. Ich hatte in den Einstellungen 5 Ebenen zugelassen. Jetzt hab ich mal auf 7 erweitert. Ich bin mit dem Format auch nicht zufrieden, aber das ist eigentlich die erste wirklich längere Diskussion mit vielen Antworten, daher ist mir das vorher nie aufgefallen :)

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    • Profireader says :

      Die Körperverletzung an Kindern ist das Problem, ist nicht akzeptabel, nicht das Benennen dieser Praxis und deren Folgen…

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  5. Raphaela Langenberg says :

    Yerainbows Gedanke, daß es (zusätzlich auch) um die (erneute) Unterwerfung der ELTERN (und dabei primär der Mütter) gehen könnte, erscheint mir plausibel und der Artikel ist sehr gut!

    Mir sind eben noch folgende Gedanken durch den Kopfgegangen, die sich um die Forderung nach Gehorsam in totalitären Systemen drehen:

    Wenn jetzt demnächst weitere Fundamentalisten weitere Forderungen stellen, die Menschenrechte einschränken, werden chriistliche Fundamentalisten auch diesen Forderungen begeistert zustimmen (solange sie NOCH nicht DIREKT selbst davon betroffen sind): “Beweist” es ihnen doch, daß ihr “Gott” so “mächtig” ist, daß er auch eine säkularisierte Gesellschaft “zurück auf den richtigen Weg” führen kann. – Wenn es so viele andere Gläubige gibt, dann muß ja was dran sein an dem imaginären Herrn, der u. a. auch schon detaillierte Vernichtungsanweisungen für Städte und Völker “diktiert” haben soll sowie “traditionell” wenig Empathie für schwächere Stammes-Mitglieder (Frauen, Kinder, Homosexuelle, Onanierer, Abweichler, Ketzer, Hexen, u. a.) “gezeigt”…
    Wenn die überlieferten Sagen dieses ehemaligen Berggottes (der auch die eigenen Eltern und 69 Geschwister bei seiner Karriere zum “Einzigen” und “Allmächtigen” hinter sich gelassen hat) nun demnächst wieder von Apologeten “in alter Frische” und “Natürlichkeit” ausgelegt werden, dann sind Gläubige, die jetzt schon Menschenrechte und Empathie für unangemessen erachten, die ersten, die eifrig das Holz für die neuen Scheiterhaufen heranschaffen werden. Ihrer Logik nach tun sie damit ja Gutes: Gehorsam geht ja über alles und die Sündigen, Ketzer u.a. müssen “zu ihrem eigenen Besten” unbedingt “geläutert” werden…

    Und genau da sehe ich die Verbindung zu Menschenrechtsverbrechen anderer Ideologien (wie z. B. auch der Hutu gegen die Tutsi, der Stalinisten, der ethnisch begründeten Massaker in Ex-Jugoslawien, der Kriegsgräuel in Vietnam, der aktuellen Folterungen und Morde an “Hexen/Hexern” in Afrika, etc): Menschen, die keine anderen Werte als das hierarchische Strukturmodell der jeweiligen Anführer haben (also keinen Bezug zu Humanismus, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit z. B.) und diesen “blind” gehorchen (Mitgefühl und Empathie völlig weg-“blenden”) wurden und werden aufgestachachelt und benutzt um “das Böse auszulöschen”. Dieses “Böse” sind dann die entpersönlichten/entmenschlichten “anderen”, an denen eigene verdängte Ängste, Unsicherheiten, Zweifel, Frustrationen und die unterdrückte Wut, die aus der eigenen Unterdrückung resultiert, “ausgetobt” werden dürfen und sollen: Verantwortungsbefreit und gehorsam im Exzess, schließlich handeln die entfesselten Mörder und Folterer ja in “höherem” Auftrag (für “ihr Volk”, “ihre Lehre” oder eben: “ihren Glauben”).

    Je hierarchischer und dogmatischer das jeweilige Glaubens-Konstrukt ist (damit meine ich JEDE Art von Ideologie), je stärker schon Kinder indoktriniert werden, ihre Gegenüber nicht in erster Linie als Mit-MENSCHEN zu sehen, sondern als “Gute” (eigene Gruppen-Mitglieder) oder als “Böse” (Angehörige anderer, potentiell feindlicher Gruppen), je effektiver die Dogmenverankerung schon in jungen Gehirnen eigenes Denken verhindert und je stärker Unterwerfung und Gehorsam verinnerlicht werden – Desto besser lassen sich so erzogene Menschen für unfassbare Greuel instrumentalisieren.
    Anerzogenes Schwarz-Weiß-Denken bedingt ja auch die Aufspaltung der eigenen Persönlichkeit: Alles, was der jeweiligen Ideologie widerspricht muß ja verdrängt und abgespaltet werden. Der so entstehende Selbsthass kann dann, wenn er von den jeweiligen Befehlshabern auf den entsprechenden “Feind” gerichtet wird, umso erbitterter und fanatscher (am vorgeblich “richtigen” “Objekt”) ausgetobt werden. Schließlich foltert und tötet der Gläubige (auch jeder anderen Ideologie) ja stellvertretend auch die eigenen, “abweichlerischen” und verdrängten Persönlichkeitsanteile.
    Im unbedingten (von keinerlei Hemmungen, Empathie-Empfinden oder eigenem Nachdenken beeinträchtigten) Gehorsam werden unbewußt dann auch eigene Unvollkommenheiten (in Bezug zur jeweiligen Ideologie) bzw. verdrängte “Sünden”, Ängste und Zweifel “geläutert” und damit der Gehorsams-Anordnung nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich entsprochen: Die Gewalt-Exzesse und Grausamkeiten richten sich also nicht nur gegen den (entmenschlichten und zur Sache gemachten) “Feind” sondern auch gegen die eigene “schwarze” Seite (die in dem besteht, was die jeweilige Ideologie als “böse”, “unvölkisch”, “falsch” oder eben “sündig” bezeichnet) und verstärken damit nochmal Bindung an und Unterwerfung unter die jeweilige Dogmatik und Hierarchie.

    Die Folterer der Inquisition, die Nachbarn-mordenden Hutu oder die Gulag-Einpeitscher des Stalinismus (oder bei Pol Pot) sind/waren im “Privatleben” sicher auch “ganz normale” Menschen, die ihre Enkel hätscheln und in den Arbeitspausen mit den Kollegen zusammen sitzen/saßen und Tee trinken/tranken…
    Wie das (ich komme grade auf den Namen nicht) berühmte Stromschlag-Experiment in den USA gezeigt hat, können auch ganz “normale” Menschen (in diesem Fall waren´s wohl Studenten) durch “Befehle” dazu gebracht werden, Mit-Menschen (in diesem Fall durch Strom-Schläge) zu “bestrafen”, wenn ihnen das “von oben” gesagt wird.
    – Sofern, und das ist die Grundbedingung! – sie zu unbedingtem GEHORSAM gegenüber Autoritäten erzogen sind und dieser anerzogene Gehorsam nicht durch Empathie, ein Bewußtsein der Achtung der Rechte anderer und die HÖHERRANGIGE Betrachtung von Mit-Menschen als (leidensfähige und gleichberechtigte) INDIVIDUEN verhindert wird.

    Eine Gesellschaft, in der Gruppen-Interesse höherrangig zu denen der Individuen eingestuft wird und deren Kinder und Jugendliche in diesem Sinne (das Individuum zählt nicht gegenüber dem Gruppen-Interesse) erzogen werden ist anfällig für Gewalt.
    Sie ist umso anfälliger, je weniger eigenes Denken und eigene Verantwortung gefördert werden. Sie ist umso anfälliger, je stärker Empathie gegenüber Schwachen unterdrückt wird. Sie ist umso anfälliger, je grundlegender GEHORSAM als wichtigste Gruppen-Eigenschaft (schon den Kindern) eingeprägt wird.
    Jede Art von Faschismus kann nur mit wie o. g. erzogenen Menschen funktionieren. Wer erneute Herrschaft totalitärer Systeme (oder deren Kriege untereinander) ernsthaft verhindern möchte, sollte sich darüber klar sein.

    Auch darum ist die Diskussion so wichtig: Aufklärung und Menschenrechte sind durch die Renaissance der “Gehorsams-Kultur” (auch hier) mittelfristig massiv gefährdet.

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  6. Human says :

    Nachtrag, anstatt feige, weil wortlos-anonyme Daumen runter zu verteilen wäre eine Beteiligung an der Diskussion mit Worten weitaus niveauvoller!

    Ich frage nochmal, warum wir Männer ohne dieses Haut Stückchen nun plötzlich den Stempel von “Verstümmelten” aufgedrückt bekommen? DAS ist wirklich entwürdigend!

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    • Defragmentierung says :

      I@Human :

      ch gehe mit Ihnen völlig d’accord was den Term “verstümmelt” betrifft und kann Ihre und die Gefühle anderer Beschnittener gut nachvollziehen. Der sachlichste Ausdruck ist m. E. Amputation.

      (Bevor Sie andere zu Beiträgen auffordern, reagieren Sie doch bitte höflichkeitshalber auch auf an Sie bereits gerichtete Kommentare.)

      Nochmals: Sie können nicht beurteilen, ob Ihnen Sensorik fehlt oder nicht. Sie haben kein Metabewusstsein. Sie schrieben selbst:

      “Bezeichnenderweise sind es fast immer nicht beschnittene Männer oder sogar Frauen, die etwas von eingeschränkter Empfindsamkeit – Entschuldigung: “faseln” obwohl sie dies mangels eigener Erfahrung doch gar nicht beurteilen können!”

      Damit haben Sie recht. Aber eine Gleichung hat immer 2 Seiten. Ebenso wenig wie Nichtamputierte einen unvollständigen Penis nicht nachempfinden können, haben Amputierte keine Vorstellung der Sensorik eines vollständigen Penis.
      Fakt ist aber, dass annähernd drei Viertel des sensorischen Gewebes den Amputierten fehlen. Daraus, und aus anderen Faktoren, wie z. B. die unterschiedliche Nutzungshäufigkeit von Kondomen bei Amputierten und Nichtamputierten, lässt sich schließen, daß das sensorische Empfinden bei Amputierten, zumindest quantitativ, stark reduziert ist.
      Und die Aussagen derjenigen neutralen Betroffenen, die Ihre Amputation erst im Erwachsenenalter erlebten, die die Erfahrung mit und ohne haben, bestätigen diese Einschätzung.

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      • JustThinking says :

        Ich finde es nicht ganz richtig zu sagen “Unbeschnittene hätten weniger, oder gar keine Möglichkeit zu beurteilen, was ein Beschnittener fühlt.” Meines erachtens verhält es sich so, daß ein völlig Unbeschnittener zumindest erahnen kann, wie sich ein Beschnittener Penis für ihn selbst anfühlen würde. Dazu braucht er lediglich die Vorhaut zurückziehen und so lange warten, bis alles abgetrocknet ist. Zwar ist das noch kein endgültiger Vergleich, weil sich der beschnittene Penis im Laufe der Zeit mit einer Hornhaut überzieht, die die unangenehme Trockenheit erträglicher macht. Anders herum besteht aber für einen in der Kindheit beschnittenen gar keine Möglichkeit auch nur zu erahnen, wie sich ein unbeschnittener Penis anfühlt.
        Insofern bin ich der Meinung jeder in der Kindheit beschnittene sollte seinen eigenen Söhnen die Möglichkeit offen halten, selbst zu entscheiden und selbst zu erahnen, wie es sein könnte, wenn man beschnitten wird. Diese Möglichkeit sollten die Eltern den kindern auch durch die Erziehung offen halten, indem sie die Entscheidung des Jugendlichen weder in die eine noch in die andere Richtung beeinflussen.

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    • Nesus von Jazareth says :

      @Human: Es sind keine solchen Stempel im Umlauf,warum auch? Du gebrauchst dieses Wort im Sinne einer Stigmatisierung,wenn ich mich nicht grob verlesen habe,als Einziger.Aber man kann das Wort Amputation nur unfassbar schwer vermeiden,wenn Amputation das Thema ist.Einen funktionalen Körperteil zu entfernen,nennt man Amputation.Das muss man sagen dürfen,ohne sich den Vorwurf jemanden entwürdigen zu wollen einzuhandeln.Wozu sollte man das auch tun wollen? Allerdings kann man Zwangsamputationen objektiv auch als einen Akt der Verstümmelung bezeichnen,ohne dies zu einem stigmatisierenden Quasi-Titel zu ‘erheben’. Auch hier gilt: Wozu auch?

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      • Human says :

        Herr Stücker hatte auf einen anderen Artikel verlinkt, in dem sich ebenfalls ein Beschnittener ebenfalls kritisch über die Wortwahl äusserte.
        Tatsächlich ist man als Beschnittener in diesem Land ( und erst Recht in diesem Forum) doch eher eine Minderheit weswegen ich hier wohl etwas mit dem Rücken zur Wand stehe. In einem US-Forum würde diese Diskussion sicher etwas anders verlaufen.
        Um es ihnen etwas zu Verdeutlichen: Stellen sie sich vor, sie werden von einer potentiellen Partnerin darauf angesprochen und haben die Wahl zu sagen a) ich bin beschnitten oder b) ich bin amputiert oder gar c) ich bin Verstùmmelt
        Welches Wort löst wohl nun welche Assoziationen beim Gegenüber aus?

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        • Harald Stücker says :

          Na klar würde das in einem US-Forum anders aussehen. Sie finden aber auch hierzulande Foren, die vehement Beschneidung für alle befürworten, z.B. hier. Das ist der Circumcisionism, der Beschneidungsdiskurs, von dem Travis Wisdom spricht.

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    • yerainbow says :

      Lieber Freund – du stößt dich also ein einer Bezeichnung?
      so finde selbst eine. Das steht dir ganz frei zu.
      eine, die ausdrückt, daß du eigentlich kein Fan davon bist (so lange am Minderjährigen vorgenommen) – so habe ich dich verstanden.
      Aber doch zeigt, daß du bemerkt hast, daß etwas an dir verändert wurde.
      DAS ist deine Freiheit, aber auch deine Aufgabe.
      von uns kannst du nicht erwarten, daß wir deine Anliegen vertreten.
      wir können dir dann aber zustimmen.

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      • Human says :

        Ich halte das Wort Beschneidung oder Zircumcision, weil wertneutral für völlig ausreichend und zutreffend.
        Zu verurteilen ist jede Art von Zwangsbeschneidung, wie auch Zwangs- Tätowierung, Zwangs-Piercen, Zwangs-Heirat, Zwangsarbeit etc.

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        • yerainbow says :

          Stimme zu.
          Und ja, Zirkumzision reicht vollkommen, um den Zustand zu beschreiben.
          Allerdings ziehe ich in nichtmedizinischen/nichtpsychologischen Gesprächen (eben die mit “Meinung” und zu wenig Fachwissen) den Begriff “intakt” vor.
          Und zu den Intakten kannst du dich leider nicht zählen.
          Es fehlt ein natürlicher Bestandteil, ähnlich wie bei einem dem ein Finger fehlt. Der kommt damit sicherlich auch gut zurecht.
          ist aber nicht mehr intakt.

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    • Human says :

      Der Form halber: Als ich diesen Beitrag schrieb, hatte ich mir bereits eine Menge Daumen runter “eingefangen” (wozu sollen die eigentlich gut sein? ) aber es war noch kein einziger Beitrag vorhanden, der inhaltlich darauf Bezug nahm – was sich ja inzwischen geändert hat.

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      • Harald Stücker says :

        Lieber Human,

        ich hab mir mal die Mühe gemacht, die Daumen unter Ihren Kommentaren zusammenzurechnen. Ich habe ungefähr 20 zu 34 gezählt. Finden Sie nicht, dass das einigermaßen fair ist? Das ist doch noch nicht mal das Verhältnis 1:2 gegen Ihre Kommentare! Ich kann darin also kein Daumen-Runter-Gewitter erkennen.

        Was sollen diese Daumen eigentlich? Idealerweise sollen sie Lesern helfen, in der Flut von Kommentaren diejenigen zu finden, die andere schon gelesen und originell oder lesenswert gefunden haben. Natürlich werden sie aber oft auch genutzt, um Zustimmung oder Ablehnung zu signalisieren. Das ist blöd, aber nicht zu verhindern.

        Außerdem finde ich überhaupt nicht, dass Sie nicht hier rein passen, wie Sie schreiben. Im Gegenteil. Sie beleben diese Diskussion doch sehr! Ich und wir alle könnten unsere Zeit sinnvoller nutzen, wenn wir nicht verschiedene Standpunkte hätten. Ich habe schon sehr von der ganzen Diskussion profitiert. Nur weil Sie Ihr Unbehagen geäußert haben, bin ich darauf gestoßen, dass es beim Kampf gegen die Beschneidung ein Kommunikationsdilemma gibt, vielleicht wieder ein Thema für einen längeren Beitrag. Denn die Dynamik, die hier entsteht, entsteht natürlich nicht nur hier. Wenn wir mit Juden oder Muslimen über Beschneidung diskutieren, dann greifen wir ja nicht nur ein identitätsstiftendes religiöses Ritual an. Das wäre ja schon schlimm genug. Nein, auch diese Männer müssten der Tatsache ins Auge blicken, dass sie selbst von dem betroffen sind, was wir für ihre Kinder verhindern wollen. Ein weiterer Schlag gegen ihre Identität. Es ist eigentlich nicht verwunderlich, dass sie dann dichtmachen.

        Sie sind da schon sehr viel weiter, allein, weil Sie hier mit diskutieren. Also vielen Dank dafür. Und daher tut es mir leid, wenn Sie sich hier gemobbt fühlen. Eigentlich finde ich den Umgangston hier sehr fair, auch Ihnen gegenüber.

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  7. tiny says :

    Bei der Vulvabeschneidung wird *die gesamte Klitoris amputiert*, zusammen mit den kleinen Schamlippen, und die großen Schamlippen werden so aufgeschnitten und zusammengenäht, dass nur ein kleines Loch übrig bleibt, durch das gerade so ein Penis passt.
    Die Nachwirkungen sind: Schmerzen beim Verkehr und stark eingeschränktes bis nicht mehr vorhandenes Lustempfinden, Entzündungen, Schmerzen beim Wasserlassen aufgrund von Narben und der Verletzung der Uretra, und die Notwendigkeit, die Frau unten erst aufzuschneiden und dann wieder zuzunähen, wenn sie ein Kind gebiert.

    Nach der Beschneidung des Penis, ist da immer noch ein voll funktionstüchtiges Organ, das im Alltag weder Schmerzen noch Probleme bereitet, keine größeren gesundheitlichen Risiken mit sich bringt und dank der weiterhin vorhandenen Eichel auch zum Spaß beim Sex noch taugt.

    Beides ist ein Verbrechen am Kind, dem das angetan wird, aber bitte, bitte bitte bitte, vergleiche niemand einen beschnittenen Penis mit einer bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten, kaum noch funktionstüchtigen, chronisch schmerzenden Vulva.

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    • Harald Stücker says :

      Dazu möchte ich nur noch mal auf diese Seite verweisen und anmerken, dass es verschiedene Typen der FGM gibt, von denen einige viel schlimmer, andere aber weniger schlimm als die Vorhautamputation sind. Aber alle FGM-Typen sind verboten, während uns jetzt ein Gesetz droht, das die MGM ausdrücklich erlaubt. Die eigentliche Message meines Artikels geht an die Aktivisten gegen FGM: Lasst Euch nicht durch das Prinzip “Teile und herrsche” in die Irre führen. Wenn einmal ein Gesetz ausdrücklich die Genitalverstümmelung erlaubt, wird der Kampf auch gegen die FGM schwieriger. Im Prinzip ist er dann schon verloren!

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    • Harald Stücker says :

      Im übrigen:

      Nach der Beschneidung des Penis, ist da immer noch ein voll funktionstüchtiges Organ

      Das ist ein weiteres Beispiel für den im Artikel erwähnten Beschneidungsdiskurs. Ein Penis ohne Vorhaut ist nicht mehr voll funktionstüchtig. Er funktioniert zwar noch, aber auf andere Weise. Ich verweise auf die in diesem Artikel unten verlinkten Videos.

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      • Human says :

        Mit Verlaub, Herr Stücker, genau diese Aussage ist es, die mir bitter austösst.
        “Nicht funktionstüchtig” – vielen Dank auch.
        Bei mir funktioniert alles Bestens.
        Haben Sie mal darüber nachgedacht, wie sich derartig negativ besetztes Vokabular auswirkt, etwa auch im Hinblick auf die Wahrnehmung des weiblichen Teiles der Bevölkerung?
        Durch diese Aussagen werden beschnittene Männer nun zu “Funktionseingeschränkten”, “Amputierteh”, “weniger Empfindsamen” und sogar “Verstümmelten” – alles mit hochgradig negativen Emotionen besetzte Begriffe, die uns damit tatsächlich stigmatisieren!

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        • Harald Stücker says :

          Ich kann nicht mehr tun, als auf die Informationen, z.B. in den verlinkten Videos, zu verweisen. Lesen, schauen und verstehen müssen Sie selbst.

          Wie ich schon weiter oben sagte, niemand kann die Nachteile und – ja: Funktionseinschränkungen einer Beschneidung darstellen mit dem Ziel, dass die Praktik endlich aufhört, ohne Beschnittenen damit mitzuteilen, dass die Funktionen ihres eigenen Penis eingeschränkt sind. Und auch der historisch-politisch sehr wichtige Punkt, dass Beschneidungen überhaupt nur erfunden wurden, um die Sexualität zu beeinträchtigen, lässt sich nicht formulieren, ohne Beschnittenen damit mitzuteilen, dass durch ihre eigene Beschneidung ihre eigene Sexualität beeinträchtigt wurde. Früher, als Sex verteufelt wurde, war das ja sogar gewollt! Inzwischen sehen wir das anders, und daher müssen wir dafür sorgen, dass Beschneidungen aufhören.

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        • joanna says :

          Es freut mich ehrlich und aufrichtig, dass sie keinerlei Unterschied zu der vorherigen Funktionsweise ihres Penises feststellen – ich gehe davon aus, dass sie ihre Vorhaut erst wegschneiden lassen haben, nachdem sie schon erste sexuelle Erfahrungen (Vielleicht nur mit sich selbst) gesammelt haben. Und ich bin mir auch sicher, dass ihnen niemand ein Problem einreden möchte.
          Allerdings gibt es einige Männer, die ihre späte Beschneidung bereuen, da sie einen extremen Gefühlsverlust feststellen mußten. Das allein sollte doch schon Grund genug sein, jedes männliche Wesen selbst entscheiden zu lassen, ob er sich von seiner Vorhaut trennen möchte.

          Männer, denen die Vorhaut vor ihren ersten sexuellen Erfahrungen weggeschnitten wurde, berichten davon, dass sie mit fortschreitendem Alter immer stärkere Reize brauchen um einen Orgasmus zu erleben, bis sie irgendwann eine Art der Impotenz entwickeln. Und auch, dass sie häufig grosse Mengen an Gleitmittel nutzen müssen.

          Und natürlich kann man die männliche und weibliche Bescheidung miteinander vergleichen, aber dafür dürfen sie nicht die komplette Entfernung der weiblichen Klitoris und das zusammennähen heranziehen, sondern die Entfernung der inneren Schamlippen und vielleicht noch der Vorhaut der weiblichen Glans.

          Es geht nicht um das Verbot der Beschneidung, es geht um Selbstbestimmung.

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          • Human says :

            Ich glaube Sie sind die einzige, der ich es abnehme das Sie mir kein Problem einreden wollen, danke dafür.
            Alle anderen User behaupten das zwar, stufen mich aber grundsätzlich im nächsten Satz zu einem unvollständigen, ja fast Behinderten ab, der seine Behinderung halt nicht wahr haben will und/oder sich irgendwie damit arrangiert hat.
            Wenn jemand bisher keine (sexuellen) Probleme hatte, so so besteht eine gute Wahrscheinlichkeit das er nun welche bekommt – wenn die hier verbreitete Propaganda, das er wegen dieses Eingriffs kein vollständiger und voll funktionsfähiger Mann mehr sein soll ins Unterbewusstsein sickert!
            Das ist es, was ich hier so verwerflich finde. Sehen Sie dazu auch meinen Beitrag ganz unten.

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    • Nesus von Jazareth says :

      Der Vergleich einer zwangsweise vollverstümmelten Vulva mit einem zwangsweise normalverstümmelten Penis ergibt in diesem Fall,dass dem Opfer mit Vulva eine noch viel schmerzhaftere,widerlichere, gemeinere,unfassbar dumme Entsetzlichkeit angetan wurde. Das Opfer mit Penis hat vergleichsweise weniger leiden müssen,gleichwohl aber ebenso Leid erfahren,ihm wurde ebenso schmerzhaftes,widerlich gemeines,ebenso dummes,entsetzliches angetan. Beide male sind die jeweils primären Geschlechtsteile betroffen. Warum sollte ich das nicht vergleichen? Der Vergleich drängt sich geradezu auf,und er hindert niemanden beides vollkommen verurteilen. Vergleichen bedeutet nicht,gegeneinander aufrechnen.

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      • tiny says :

        Ja, und das ist das einzige, was ich mit meinem Kommentar sagen wollte.

        Die Rechtsverletzung ist die gleiche, es ist beides gleich unsinnig und sollte beides gleichermaßen verboten und strafrechtlich verfolgt werden.

        Aber die Konsequenzen, die diese Körperverletzung für das Individuum auf körperlicher und emotionaler Ebene hat, sind in den meisten Fällen um mehrere Größenordnungen verschieden.

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    • yerainbow says :

      ja, bei weiblicher Beschneidung geht es um das vollkommene Verhindern sexuellen Verhaltens.
      Mit einer einzigen Ausnahme: der erzwungenen und durch gewaltsamen Übergriff vorgenommenen.
      Populationen, die dies befürworten, zeigen damit sehr genau: ihnen liegt am reinen Sklavendasein ihrer Frauen und Mädchen.

      Hier in Frankreich wurden schon Eltern angezeigt und verurteilt, die das im Ausland machen ließen.
      Denn Frankreich läßt keinerlei zweifel aufkommen daran, daß es sich für alle seine Bürger (und jeder ist Franzose, der Franzose ist, ganz gleich mit welchem genetischen Hintergrund) mit gleichem Standard einsetzt.

      In D wird nach Mädchenbeschneidung nicht mal gefragt. so als gäbe es nicht, was man nicht hören will.

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  8. Elmar Diederichs says :

    Die Genitalverstümmelung bei kleinen Jungs als Anschlag gegen Mütter hinzustellen, ist der politisch interessanteste Schachzug, den ich bislang in dieser ansonsten so einfach zu durchschauenden Debatte gefunden habe: Schöner Artikel, danke.

    Ich werde gleich mal ein bißchen im Archiv blättern und sicher öfter vorbeischauen. :-)

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    • Harald Stücker says :

      Welcome, Elmar, und bitte entschuldige das späte Freischalten. Dein Kommentar ist unverschämterweise im Spam gelandet. Ich habe ihn gerade erst gefunden …

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    • yerainbow says :

      Wieso hältst du das für einen Politischen schachzug?
      Würde mich mal interessieren, zumal ich politisch gar nicht aktiv bin.

      Oder darf man das als Äußerung einer polemisch geschickten Abneigung dagegen verstehen?

      Wenn man über die alten judäischen Stämme bißchen was gehört hat, so weiß man, daß die Stellung der Frau (speziell der Mütter) einst eine exklusivere war, bevor sich dort andere Strukturen etablierten und durchsetzten.

      Wenn man weiterhin über Vorgänge im mütterlichen Körper nach der Geburt von Kindern Bescheid weiß, ist es eigentlich naheliegend.
      Vielleicht willst du da nur indirekt zum Ausdruck geben, daß du darüber nicht viel weißt – und es dir auch wurscht ist?

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  9. Saekularist says :

    Habe mit Verlaub auf folgendem Blog einen Link zu Ihrem Thema gepostet:

    http://yaelmyblog.wordpress.com/2012/08/01/gegen-barbarismus-und-archaische-brauche/#comment-4126

    Ich bekam folgende Reaktion:

    “Säkularist,
    1) Ihr Name ist äußerst daneben, weil prätentiös, wichtig und verheuchelt. Alle, die hier schreiben, sind Säkularisten, das heißt, für die Trennung von Staat und Religion.
    2) betreiben Sie auf Uhrer Seite üble Hetze ex Kathedra. Sie behaupten, es lägen neue Informationen über die Beschneidung vor, die Sie in Anführungszeichen setzen – so viel Desinformation haben Sie aufgesogen. Hat Ihnen ds Freude bereitet, endlich mal gegen das Judentum vom Leder zu ziehen?
    Ich habe bein zweiten Absatz aufgehört zu lesen.
    3) sollten Sie gefälligst niemandem einreden, die Juden hätten ein Problem mit ihrer Beschneidung. Wir haben keins, wir hatten keins, und wir werden keines haben.
    Freilich Sie haben eins damit. Na und? Wir Juden backen uns ein koscheres Ei drauf.

    Nur ein Zitat aus Ihrem schlechten, abgehobenen, verlogenen, realitätsfernen Artikel, obwohl es mich schaudert:
    “…auch die männliche Genitalverstümmelung als feministisches Anliegen zu begreifen, insofern der Feminismus keine Bewegung gegen Männer, sondern eine Menschenrechtsbewegung gegen Sexismus ist.”
    Soviel Unkenntnis in pseudo-universitäre postmoderne Worthülsen verpackt las man wahrlich selten. Glückwunsch!, Sie kriegen jetzt von mir den ersten Preis des verblasenstenen, judenfeindlichsten, propaganda-geilsten Höchst-Ignoranten, oh, gar in Platin mit Stern und Schulterband.
    Könnense sich jede Menge drauf einbilden.”

    Der betreffende Kommentarschreiber muss mich mit Ihnen verwechselt haben Herr Stücker.

    Tja, Leute gibts…

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    • Harald Stücker says :

      Vielen Dank fürs Posten. Da haben Sie jemanden sehr aufgeregt. So sehr, dass er einen Satz aus dem vierten Absatz zitieren konnte, obwohl er beim zweiten mit dem Lesen aufgehört hat. Sicher aber hat er den Artikel nicht ganz gelesen, sonst wäre er über diesen Satz gestolpert:

      “Jetzt geht es eigentlich überhaupt nicht um Juden. Die aktuelle Opposition gegen die Beschneidung ist nicht antisemitisch.”

      Das wäre wahrscheinlich zu viel geworden…

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      • Saekularist says :

        Tja passt halt nicht in Ihr Weltbild. Ausserdem habe ich besagtem Schreiber angeboten hier her zu kommen und sich vor Ort zu beschweren. Hat er offenbar bis jetzt nicht getan. Vermutlich ist es einfacher im eigenen Stall laut zu brüllen. (zwecks Stallgeruchs und so) Vielleicht hätte er auch hier mehr Gegenwind. Wie auch immer.

        Aber Artikel lesen sollte man schon können. Vor allem als Schriftsteller (was dieser offenbar ist) ;)

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  10. Joe Camel says :

    Wenn jeder Beschnittene/jede Genitalverstümmelte später zu seinem Beschneider geht um ihm/ihr die gleiche Menge Fleisch abschneiden, wäre das Thema sofort erledigt. Anders scheinen diese gewohnheitsmäßigen,uneinsichtigen, religiösen Straftäter es nicht zu kapieren.

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    • tiny says :

      Die Sache ist, dass den Menschen, die Genitalverstümmelungen and Kindern vornehmen, in ihrer Kindheit das gleiche angetan wurde. Es ist eine Tradition, die schon seit tausenden von Jahren besteht, und in der seit tausenden von Jahren die Eltern-Generation den Druck verspürt, ihre eigene Genitalverstümmelung dadurch zu rechtfertigen, dass sie an die eigenen Kinder weitergegeben wird.

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  11. Raphaela Langenberg says :

    Human, ich bitte um Entschuldigung, daß ich deinen/Ihren Text jetzt erst entdeckt habe. Daß es eine persönliche Krise auslösen kann, sich plötzlich mit dem Gedanken konfrontiert zu sehen, eventuell Defizite zu haben, kann ich gut verstehen: Grade Männer “sollen” ja immer “stark” sein, niemals Schmerzen oder Gefühle äußern und sich immer “unter Kontrolle” haben…Daher ist die Auseinandersetzung von Männern mit Krankheiten oder anderen “Schwächen” des eigenen Körpers m. E. immer noch mehr von Verdrängung (und Angst) geprägt als bei Frauen.

    Ich glaube Ihnen, wenn Sie schreiben, daß Sie sich als vollkommen empfinden und wünsche Ihnen, daß es auch weiterhin gelingt!
    Ich hoffe, Sie können auch mir glauben, daß es nicht diffamierend oder (ab-) wertend gegenüber Betroffenen gemeint ist, wenn wir (Kinderrechtsvertreter) die Dinge so benennen wie sie nun mal sind. Es ist einfach notwendig, um den bisher die Diskussion dominierenden Euphemismus “Be-Schneidung” (als ob etwas be- statt abgeschnitten würde!) zu entlarven und Politik wie Eltern, die planen, ihren Söhnen DAS anzutun, aufzurütteln.

    Ich hoffe, Sie können Ihre daraus resultierenden Verletzungsgefühle verarbeiten und freue mich, daß Sie sich TROTZDEM gegen Zwangs-Zirkumzision an Minderjährigen aussprechen. – Danke! :-)

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    • Human says :

      Danke für ihren verständnisvollen Beitrag.
      Es geht nicht um eine “Verletzung” sondern darum, das ich das Gefühl habe hier durch meine Äußerungen gegen einen ideologischen Kodex zu verstossen.
      Hätte ich mich in meinem Beitrag aufgrund des erfolgten Eingriffs selbst bedauert und über Einschränkungen und Nachteile berichtet, hätte ich wohl Zustimmung und “Daumen hoch” bekommen. Die tatsächliche Ablehnung mancher User ist wohl darauf zurückzuführen das meine Äußerungen nicht ins ideologische Konzept passen.
      Wenn – zu Recht – die Beschneidung minderjähriger bekämpft werden soll, muss offenbar auch die Beschneidung an sich, selbst wenn sie freiwillig und aus anderen Gründen erfolgt, in Bausch und Bogen verdammt und verteufelt werden. Information wird dann der Ideologie nachgeordnet und das kann ich nicht richtig finden.
      Beispiel: Eine nicht unerhebliche Zahl von Männern lässt sich im Erwachsenenalter freiwillig beschneiden und berichtet über eine Verbesserung des sexuellen Empfindens. Das dürfte es nach ihrer Ideologie aber gar nicht geben, da es dem “Feind” Argumente liefern würde.
      Ich halte den Begriff “Beschneidung” für völlig ausreichend und verwahre mich gegen die Titulierung von beschnittenen Männern als “Amputierte”, “Verstùmmelte”, “nicht voll Funktionsfähige” und ähnliches Vokabular das fast automatisch negative Assoziationen weckt und damit einer Stigmatisierung Vorschub leistet!

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      • yerainbow says :

        nein, um ehrlich zu sein, hättest du einen oder mehrere Fakten genannt, die dir durch die durch die Zirkumzision veränderte Ausgangslage etnstanden ist, hätte zumindest ich gesagt: “erstaunlich, die meisten können kaum ahnen, was ihnen fehlt”.
        Und so ist es auch. Einem Blinden kann man das Sehen kaum erklären, nicht als sensorisches Erlebnis.
        Einem Gehörlosen kann man Musikgenuß kaum erklären (obwohl die meisten von ihnen Hörempfindungen kennen, einerseits sind nur wenige vollends taub geboren worden, andererseits gibts technische Möglichkeiten, den Hörnerv zu reizen – nur bringt das dann dem erwachsenen Gehörlosen nicht mehr viel, da sein Hirn sich längst umstrukturiert und den Erfordernissen angepaßt hat).

        In Bezug auf Stigmatisierung sind wir uns gewiß einig.
        Es gibt ja noch andere merkmale, anhand derer stigmatisiert wird (“Neger” – der kann seine Farbe nicht einfach in der Hose verstecken; Türk – auch der kann seine herkunft nicht verbergen;
        weiblich – nun, anderer Diskussionsbereich, aber “Frau=nett, aber doof”, hingegen “Mann=natürlich kompetent, vor allem in technischen Dingen”)

        Es kann aber nur sein, daß wir gemeinsam auf die gesetzliche Grundlage hinweisen, also zielorientiert diskutieren.

        man darf nicht vergessen, Kindeswohl ist eine neu Erfindung der modernen neuzeit.

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  12. Mike Roloff says :

    hier ein Archiv zu der Beschneidungs Debatte

    http://analytic-comments.blogspot.com/2012/08/the-circumcision-debate-links-and.html

    Ein Brief von mir an den Ethik Rat

    http://analytic-comments.blogspot.com/2012/08/beschneidungs-brief-den-ethik-rat.html

    Eine Diskussion ueber das Thema, mit drei Deutschen + einem Amerikanischen Psychologen.

    http://analytic-comments.blogspot.com/2012/08/psychotherapeutenyahoogroupsde.html

    This piece by the GErmanist/ Philosopher Luedkenhaus at the
    NZZ site

    http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/kindeswohl-und-elternpflicht-1.17546099

    I together with Michael Wolfsohn’s at Die Welt

    http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article108847257/Die-Vorhaut-des-Herzens.html

    strike me as two of the most important contributions to the
    discussion.

    http://www.facebook.com/mike.roloff1?ref=name

    http://www.roloff.freehosting.net/index.html

    Member Seattle Psychoanalytic Institute and Society

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  13. Raphaela Langenberg says :

    Human, es ist doch logisch, daß z. B. die Verminderung der Seh-oder Hörkraft um 70 % den Betroffenen auch nicht fehlt oder auffällt, wenn sie ihre 30% von klein auf als “das volle Spektrum” kennen und erleben…Natürlich sind Menschen flexibel und entwickeln alternative Strategien/Techniken und ihre anderen Sinne kompensieren Beeinträchtigungen auch bis zu einem gewissen Maß: Das Beispiel mit den Taubstummen ist zwar relativ extrem, aber grade in dieser extremen Ausprägung zeigt es, daß die Betreffenden sogar quasi eine eigene Kultur ausgeprägt haben und sich (m.W. zum Teil ziemlich vehement) gegen (operative u. a.) Hilfsmöglichkeiten zur “Normalisierung” wehren. – Vergleichbar den Zirkumzisierten, die diesen Zustand als “besser” und “günstiger” betrachten (da wäre dann wieder die Parallele).

    Die Berichte Spät-Zirkumzisierter, die darin eine Verbesserung ihrer sexuellen Leistungsfähigkeit o. ä. erkennen, habe ich ebenfalls aufmerksam gelesen. Es handelt sich dabei aber überwiegend um relativ junge Männer, die vorher teilweise Probleme (z. B. in Bezug auf echte Phimose oder ejaculatio praecox) hatten. In solchen Fällen kann es wirklich eine Situations-Verbesserung sein, vorausgesetzt die Betroffenen haben sich von selbst dazu entschlossen. Zu bedenken geben möchte ich aber, daß die Desensibilisierung (bei sehr vielen) proprtional mit dem zeitlichen Abstand zur ZZ ansteigt und je älter die Männer werden, desto häufiger Probleme auftauchen. Von daher ist m. E. nicht gesagt, daß die jetzt grade relativ frisch Zirkumzisierten die Sache in einigen
    Jahren nicht auch ganz anders einschätzen. Zumal es sowohl für (auch echte) Phimose als auch e.p. weitaus schonendere/erhaltende Therapien gibt.

    Übrigens habe ich von Freunden, die dieses Experiment ausprobiert haben (wie man sich als intakter Mann durch Zurückschieben und Fixierung der Vorhaut für einige Zeit vorübergehend in die Situation eines Zirkumzisierten versetzen kann), erfahren, daß sie das als extrem unangenehm empfanden. Vergleichbar für Frauen in etwa mit der Situation, die (auch sehr nervenreiche und schleimhautüberzogene) Zunge über längere Zeit außerhalb des Mundraums zu belassen. Letzteres habe ich mal grade 4 Minuten lang ertragen. Die physiologischen Auswirkungen liegen auf der Hand: Schleimhäute, die eigentlich keinem ständigen Luftkontakt ausgesetzt sind, trocknen ein und die Haut verdickt mit der Zeit auf Kosten der Sensibilität.
    Das erlebe ich sogar mit den schleimhautlosen, aber stark von Erdarbeiten beeinträchtigten Fingerspitzen: Auch da ist die Sensibilität im Sommer wesentlich geringer als im Winter (während der witterungsbedingten Draußen-Arbeitspause).
    Die Wiedererlangung einer Schutzhülle ist auch der Grund für die massenhaft zunehmende Nachfrage nach Vorhaut-Restortions in den USA: Diese Männer wollen wenigstens die Rest-Sensibilität ihrer Eichel erhalten und/oder verbessern. – Leider bringt auch diesbezüglicher Erfolg die nervenreiche Vorhaut nicht zurück und daher ist es so wichtig, so weitreichende Entscheidungen wie Zirkumzision Jungen und Männern SELBST zu überlassen, wenn sie VOLLJÄHRIG sind. – Ich freue mich, daß wir uns da einig sind :-)

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    • blurks says :

      Es gibt übrigens neuerdings sogar Hoffnungen, eine amputierte Vorhaut irgendwann einmal sogar vollständig wiederherstellen zu können. Z.B. arbeitet eine Non-Profit-Organisation namens “Foregen” daran, mittels einer Stammzelltherapie komplette Vorhäute neu wachsen zu lassen (siehe foregen.org). Diese Vorhäute wären dann auch vollständig, insbesondere einschließlich der spezialisierten Nervenenden an der Spitze.

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  14. Monika Ederer-Mosing says :

    Warum immer nur jüdisches oder muslimisches Verhalten kritisieren? Ist der Katholizismus etwa humaner? Folgendes schrieb der heilige Opus Dei-Gründer Josemaria Escrivá, heiliggesprochen 2002, in seinem “Weg” (auch online zu lesen) unter Nr. 899: “… noch eine Viertelstunde Bußgürtel für die Seelen im Fegefeuer, noch fünf Minuten für deine Eltern, weitere fünf für deine Brüder im Apostolat … Bis die Zeit erfüllt ist, die dein Stundenplan dir angibt.” Ein Bußgürtel ist eine Metallkette mit Spitzen nach innen, die beim Tragen um den Oberschenkel Schmerzen bereiten sollen. Jemanden aufzufordern, dass er sich selbst weh tut, ist mindestens genauso arg wie jemandem weh zu tun! Warum regt sich niemand über diese von der katholischen Kirche als vorbildlich hingestellte Selbstquälerei auf?

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    • yerainbow says :

      Monika, ich stimme dir rundherum zu.
      allen Religionen ist mit Vorsicht zu begegnen.
      Für mich sind das nur Varianten ein und derselben Sache – Machtübernahme über Menschen, die das unter liberaleren Umständen nie so zulassen würden.

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    • Harald Stücker says :

      Auch auf diesem Blog finden Sie zum Katholizismus einiges an Kritik. Bitte einfach mal oben auf die entsprechenden Kategorien oder Schlagwörter klicken. In diesem Fall allerdings sind die Christen zu loben, wie ich hier ausgeführt habe. Sie haben nämlich genau das, was wir wohl vom orthodoxen Judentum nicht erwarten können: einen harmlosen Initiationsritus. Den kann man zwar sehr wohl inhaltlich und ideologisch kritisieren und hinterfragen, aber er ist weit davon entfernt, eine offenkundige und eklatante Menschenrechtsverletzung zu sein.

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  15. Raphaela Langenberg says :

    Es geht ja auch nicht nur um jüdische und muslimische Zirkumzisionen: Solche, die zur Masturbations-Prophylaxe, aus vorgeblich “hygienischen”, “ästhetischen” oder als “Routine” vorgenommen werden sind ja genauso unnötig und genauso schlimm. Auch Mädchen sollen selbstverständlich nicht genital verstümmelt werden, das diesbezügliche Verbot kann aber aus Gleichbehandlungsgründen nicht bestehen bleiben, wenn von muslimischen Richtungen, die z. B. die “milde Sunna” praktizieren, das Recht, diese hier zu praktizieren, eingeklagt werden sollte. Auch das ist schrecklich!!!!
    Dazu kommt noch, daß aus Gründen der Verhältnismäßigkeit auch Schwarze Pädagogik/Schläge/körperliche Strafen nicht länger verboten bleiben können, sollten z.B. fundamental-christliche Eltern das Recht dazu einfordern…Daher wäre das beste für ALLE Kinder, wenn ihr Recht auf körperliche Unversehrbarkeit uneingeschränkt erhalten bleibt.

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  16. Eva Braun says :

    Die Klugscheisser von Feministinen Soziologinen Antisemiten und andere Fach Idioten haben mal gesagt Israel wäre so Agressiv weil fast alle Männer dort beschnitten wären.

    Ich kugel mich vor lachen fast täglich über diese geistes kranken Ergüsse von Kommentaren.

    ich frage mich täglich waren die verbrecherischen Mörderinnen und Mörder und Mengeles aus Deutschland denn alle auch barbarisch beschnitten worden das sie solche Taten aus üben konnten…?

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  17. Human says :

    Bevor ich mich aus dieser Diskussion zurückziehe. möchte ich nochmals den Appell an Sie richten, in ihrem “Feldzug” gegen Zwangsbeschneidungen nicht einfach andere Menschen zu demütigen und in eine psychische Notlage zu bringen.

    Offenbar erkennen die meisten Diskussionsteilnehmer hier nicht, was sie damit anrichten können, wenn sie einem Menschen wegen diesem Eingriff als “funktionseingeschränkt”, “nicht intakt”, “amputiert”, “verstümmelt” etc. titulieren!

    Sie alle sagen das in gewählten Worten, aber die Metamitteilung bleibt:
    In ihren Augen bin ich kein vollständiger Mensch!

    Da ist es psychologisch nur noch ein kleiner Schritt vom “nicht vollständig” bis zum “nicht vollwertig”

    Das vom User yerainbow gebrachte Beispiel:

    http://pro-kinderrechte.de/statement-von-eran-sadeh/

    zeigt beispielhaft in welche Krise ein Mensch dadurch geraten kann.

    Niemand kann sagen, ob der gute Mann tatsächlich, wäre er nicht beschnitten worden, “70% mehr Empfindungen” hätte.
    Aber nun glaubt er es und ist unglücklich wenn nicht sogar depressiv.
    Es geht mit Sicherheit sehr vielen so, die sich in diese Thematik hineinsteigern und durch die “Information” nun plötzlich ein Problem haben, wo vorher keines da war.

    In ihrer Propaganda müssen sie die Zirkumzision so schrecklich, schlimm und grauenhaft darstellen wie nur möglich. Sogar von einer “Mumifizierung” der Eichel war in einem Link die Rede.
    Unfassbar! Ein Drittel der Männer laufen also mit einer Mumie zwischen den Beinen durch die Welt?

    Sind Sie wirklich alle so empathiebefreit das sie sich nicht vorstellen können, wie das bei Betroffenen ankommt?

    Während Sie den Beschneidungs-Befürwortern (Inclusive dem Begriff Beschneidung selbst) Euphemismus vorwerfen, betreiben sie einen radikalen Dysphemismus mit dem Sie aber wohl weniger die Personen treffen, die etwas ändern können als vielmehr die Betroffenen in ihrer Würde treffen und verletzen und in Selbstzweifel bis hin zur Verzweiflung stürzen können.

    Ich selbst habe ich hier auch verunsichern lassen, und es kostete mich einiges an Kraft, mich nicht herunterziehen zu lassen.

    Das Perfide: Die meisten User schrieben zwar, wenn ich mich gut fühle und nach meiner Auffassung ein gut funktionierendes Intimleben habe, sei das ja gut – relativierten dies dann aber sofort wieder mit der Behauptung, dennoch sei ich nicht vollständig / wüsste nicht was mir entgeht / mache mir wohl selbst etwas vor.
    Die Formulierung in freundlichen und gewählten Worten ändert nichts an der vermittelten Botschaft: “Tja mein Freund, leider willst du einfach nicht wahrhaben, das bei dir was nicht ganz in Ordung ist und leider nicht so tolle Gefühle haben kannst wie wir.”

    Ich habe recht intensiv in den verschiedensten Foren nach Beiträgen von Männern gesucht, die im Laufe ihres Lebens beschnitten wurden und daher als einzige etwas zur angeblich so starken Reduktion des Empfindungsvermögens sagen können.
    Einige berichten in der Tat tatsächlich von einer Verschlechterung und bereuen den Eingriff sehr. Andere sagen aus, das nun alles viel viel besser ist als vorher, was teilweise ebenfalls übertrieben zu sein scheint (Grenzenlose Ausdauer etc.) Die Mehrheit allerdings berichtet von einer langfristigen leichten “Anfangsdesensibilisierung” der Eichel, empfindet die sexuelle Empfindungsfähigkeit jedoch keineswegs seit der Beschneidung als qualitiativ herabgesetzt oder eingeschränkt.

    Dort etwa erkenne ich mich auch wieder, und nicht in den ganzen Links und Videos, die eine zwangsläufige völlige Abstumpfung postulieren. Auch wenn dieses wohl vorkommen kann, ist es wohl doch nicht so zwangläufig wie Sie es im Interesse der Sache darzustellen versuchen!

    Letztlich ist man (also ich jedenfalls!) ja auch an Lippen, Brustwarzen und Ohrläppchen besonders “stimulationsempfindlich” – dabei werden diese Regionen weder durch Häute geschützt noch ständig feucht gehalten.
    Nach Ihrer Philosophie müssten sich diese ja auch in ein verhorntes und Abgestumpftes “Mumiengewebe” verwandelt haben.

    Auch wenn ich – wie bereits erwähnt – jede Art von Zwängen, also auch Zwangsbeschneidungen, ablehne, kann ich nur hoffen das sie mit ihrem “Feldzug” und Ihrer Propaganda möglichst keinen Erfolg haben.

    Wenn beschnittene Männer von ihrer Bekanntschaft gefragt werden “Ich hoffe du bist keiner von diesen funktionsbeschränkten Amputierten” – dann haben Sie eine Menge neuer Opfer geschaffen!

    Die Vermittlung der Information, das eine Beschneidung zu Problemen führen KANN, aber nicht muss und die Vermeidung dieser ganzen grauenhaften Dysphemismen würde den bereits betroffenen Männern ihre Würde und ihr seelisches Gleichgewicht lassen.

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    • Bolla says :

      Ich stimme zu. Als ich aus medizinischen Gründen vor der Wahl stand, war ich zu jung um überhaupt an die Folgen zu denken. Nun heisst es plötzlich, ich hätte auf jeden Fall das falsche getan und mich verstümmeln lassen. Das ist nicht gerade schön zu hören.

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    • awmrkl says :

      “Sie alle sagen das in gewählten Worten, aber die Metamitteilung bleibt:
      In ihren Augen bin ich kein vollständiger Mensch!

      Da ist es psychologisch nur noch ein kleiner Schritt vom “nicht vollständig” bis zum “nicht vollwertig””

      Verdammt noch mal, verstehen Sie doch, es geht weder um Sie, noch um sonstige schon “Beschnittene” oder auch “Verstümmelte”, wie Sie anscheinend zu behaupten versuchen:

      Es geht nicht um Ihre Gefühle oder Befindlichkeiten!

      Es geht um die Vermeidung zukünftig verstümmelt aufwachsender Kinder!

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      • awmrkl says :

        Ergänzung/Korrektur:

        Es geht nicht um Ihre und ähnlich in der Vergangenheit Betroffener Gefühle oder Befindlichkeiten!

        Es geht um die Vermeidung zukünftig unnötig verstümmelt aufwachsender Kinder, u.U. sogar schon Säuglinge im Alter von 8 Tagen!”

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    • awmrkl says :

      Noch eine wichtige Ergänzung:

      Ich bin Baujahr 53 und hab einige Jahre der “schwarzen Pädagogik” Anfang der 60er am eigenen Leib erlebt. Ich kam während 3 Jahren (Klasse 3-5) kaum einen Tag -ohne für mich erkennbarem Grund- ohne zerschlagene und blutende Hände/Finger nach Hause – der Rektor der Schule, mein Klassenlehrer während dieser Zeit, war einfach ein Sadist -einer von vielen- (er ist höchstwahrscheinlich inzwischen von der Bühne des Lebens abgetreten, ansonsten würde ich ihm gern den entscheidenden Tritt versetzen)

      – Sollte ich jetzt dafür plädieren, daß auch in Zukunft Kinder geschlagen werden, weil auch ich geschlagen wurde? Und viele Kinder vorher?

      – Sollte ich mich jetzt (ähnlich Dir) beleidigt oder betroffen fühlen, daß seit 2000 diese Art von Strafen selbst in der Familie verboten sind?

      Ich bin im Gegensatz sehr froh, daß diese Änderungen *endlich* stattfanden (die wären mE sehr viel früher an der Zeit gewesen)

      Verstehst Du jetzt, weshalb Du bei Deinen Einlassungen soviel Gegenwind bekommst?

      mfG Adi

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      • Human says :

        Danke für den ergänzenden Kommentar.
        Natürlich ist die Art von Misshandlung ein Verbrechen und hätte viel früher bestraft (nein, gar nicht erst “erlaubt”) werden dürfen, da gebe ich ihnen absolut Recht.
        Dennoch ist ihr Vergleich nicht zutreffend oder sie haben mich noch immer nicht verstanden.
        Dies wäre dann der Fall, wenn man ihnen etwa unterstellen würde, durch diese “Behandlung” wären nun ihre Hände nicht mehr ganz funktionsfähig und sicher könnten sie nicht die gleichen Gefühle in ihren Händen haben wie “ungeschlagene” Menschen.
        Nochmals: ich bin nach wie vor absolut gegen Zwangsbeschneidung – verwahre mich aber gegen die Verteufelung dieses Eingriffs wenn dabei nicht zwischen Unfreiwilligkeit, Freiwilligkeit oder u.U. medizinischer Notwendigkeit differenziert wird und pauschal alle Betroffenen als quasi “Gefühlsbehindert” betitelt werden.
        Warum ist das so schwer zu verstehen?
        Zumal es wohl doch auch einen nicht unerheblichen Prozentsatz von Männern gibt, die nach einer Zirkumzision im Erwachsenenalter von einer nachhaltigen Verbesserung ihrer Empfindungsfähigkeit berichten.
        Aber die ganze Diskussion hier ist hochgradig ideologisch. Der Effekt ist in etwa der, als würde man in einem Religionsforum etwas über Evolution posten. Was nicht ins schwarz-weiße Weltbild passt darf eben einfach nicht wahr sein, so darf etwa hier – wie aus den ganzen einseitigen Berichten ersichtlich – eine Zirkumzision einfach keinen positiven Effekt oder gar Nutzen haben!

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        • m.d. says :

          @human,
          ich hab mich im jugendlichen Alter bei einem Arbeitsunfall selbst beschnitten. Und zwar an 3 Fingerkuppen der linken Hand. Ich kann die Hand normal gebrauchen – allerdings mit Einschränkungen : null Sensorik und schmerzhafte Frostempfindlichkeit im Bereich der vernarbten Fingerkuppen. Und manchmal tuts im dem Bereich auch ganz ohne jede äussere Einwirkung einfach nur weh.

          IdR haben Menschen zwei Hände.Ich auch. Deshalb kann ich sehr gut vergleichen und beurteilen, ob und in welchem Umfang ich beeinträchtigt bin. Ja, ich bins. Wenn auch nur sehr geringfügig und sicher nicht zu vergleichen mit den Folgen der Schnippelei an Penissen.
          Es wäre im Ergebnis exakt dasselbe, wenn mir die Fingerkuppen infolge religiösen Wahns, medizinisch indiziert (oder auch nicht) oder einfach zwecks Folterung abgehackt worden wären.

          Und jetzt könnt ich mit einer nachhaltigen Beiträchtigung infolge einer etwas verpatzten Augen-OP weitermachen …

          Das Vorhandensein und der Grad der Beeinträchtigungen ist absolut unabhängig von der Ursache. So wie ich das sehe, ist nur einer hier der stigmatisiert, das bist Du! Dich selbst!

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  18. Bolla says :

    Es gibt ja auch die Beschneidung aus medizinischen Gründen, z.B. bei Verwachsung der Vorhaut. Allerdings müsste man nicht die gesamte Vorhaut entfernen. Als Kind dazu eine Entscheidung zu fällen ist nicht wirklich möglich. Daher sollte die Option, die gesamte Vorhaut zu entfernen, gar nicht angeboten werden.

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  19. Fred Frenzel says :

    Für alle noch konfessionslosen Säuglinge&Kinder(<14Jahre):
    9. Vers angelehnt an Bettina Wegner(8 Verse über Kinderorgane!)
    "Ist so´ne kleine Vorhaut – gleich unterm Bauch
    darf man nicht schneiden – fühlt sie doch auch !"

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  20. m.d. says :

    ich lass einfach mal einen Mohel zu Wort kommen, der stolz darauf ist schon über 20000 babys beschnitten (also verstümmelt) zu haben. Einen kompetenteren “Kritiker” seines blutigen Geschäftes kann man wohl nur schwer finden.

    http://www.emohel.com/faq.htm

    http://www.emohel.com/controversy.htm

    http://www.emohel.com/lifeordeath.htm

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    • Harald Stücker says :

      Danke, m.d., für die sehr interessanten Texte. Da würde sich eine längere Analyse lohnen.
      Der Rabbi argumentiert theologisch gegen die Metzitzah (also das Blutsaugen des Mohels am Kinderpenis), als sei das eine theologische Frage. Er argumentiert auch medizinisch: “Damals dachte man, es schütze die Gesundheit des Kindes.” Dabei übersieht er aber, dass er damit eingesteht, dass sich auch der Wissensstand von Rabbis und Mohels ändern kann. Er tut damit so, als orientiere sich der theologische Diskurs am medizinischen. Aber würde sich irgendetwas an der theologischen Begründung der Beschneidung ändern, wenn sich die medizinische Einsicht durchsetzte, dass die Säuglingsbeschneidung unnötig und gefährlich ist? Wohl kaum. Religiöse ziehen die medizinische Karte immer nur, wenn sie ihnen nützt.

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      • m.d. says :

        ” …. sehr interessanten Texte. Da würde sich eine längere Analyse lohnen”

        ein anderer Beschneidungsgegner, der Pastor Dierk Schäfer (bei ihm fand ich den Link zu ihrem Blog), sieht das leider ganz anders. Er hat den wortgleichen Beitrag kommentarlos zensiert. Alte christliche Tradition? (Volk dummhalten)

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  21. schotenzaehler says :

    Ein guter und wichtiger Artikel, der neue Sichtweisen eröffnet.

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  22. Ann-Marlene Henning (@dochnoch) says :

    Lieber Harald Stücker,

    mich ärgert es, wenn mir Worte und Meinungen in den Mund gelegt werden.

    Wenn ich mich dazu äussere, dass beschnittene Jungs kaum Probleme haben, wenn alles ordentlich und kontrolliert ausgeführt wurde, ist das nicht gleich ein “JA” zu einer traditionellen Beschneidung von kleinen Kindern. Und das noch ohne Betäubung. Auch betreibe ich keine Ignoranz in Bezug auf die männliche sexuelle Anatomie. Ich weiss, dass die Vorhaut nicht “irgendein Lappen” ist, “den der Mann nicht braucht”, wie die jüdische Dame in dem Film erzählt.

    Und dass eine Beschneidung ohne Betäubung ein Trauma hinterlässt, ist vollkommen logisch. Dass Stresshormone in die Höhe schiessen und monatelang brauchen, um wieder auf ein normales Level zu kommen, ist bekannt. Dass die Vorhaut eine hoch empfindliche und erogene Zone darstellt auch.

    Ich würde so etwas nie mit meinem Sohn machen lassen. Warum auch?

    Ich distanziere mich von jeglicher Religion und deren rigide, und zum Teil stupiden Vorschriften und von Verstümmelung von Genitalien in jeglicher Form (MGM/FGM).

    In meinem Buch habe ich mich lediglich dazu geäussert, wie es später ist, wenn ein Junge schon beschnitten wurde. Es gibt schliesslich auch medizinische Gründe für Beschneidung. Und keiner von den beschnittenen Männern mit den ich gesprochen oder geschlafen habe, haben irgendwelche Beschwerden geäussert.

    Viele Grüße,

    Ann-Marlene Henning

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    • Harald Stücker says :

      Vielen Dank, Frau Henning, für Ihren Kommentar. Es tut mir sehr Leid, dass Sie sich geärgert haben. Es tut mir auch Leid, wenn Sie den Eindruck haben, dass ich Ihnen eine positive Haltung zur Beschneidung unterstellen würde. Das tue ich nicht. Das kann man aus Ihrem Buch auch nicht herauslesen. Allerdings auch nicht das Gegenteil.

      Ich habe Ihr Buch gekauft, weil ich es in seiner Sparte für überragend halte. Auch Ihr Video-Blog zum Thema Sex ist – für Deutschland zumindest – ziemlich groß- und einzigartig, und ich wünsche beiden – Buch und Blog – eine sehr große Popularität.

      Umso mehr ist mir dann dieser Satz aufgefallen. Vielleicht hätte ich ihn einfach überlesen, wenn ich mich nicht gerade so sehr mit dem Thema beschäftigt hätte. Ich gebe auch zu, dass meine Erwähnung Ihres Buches in diesem Zusammenhang etwas unfair ist. Denn es ist lange vor der aktuellen Debatte geschrieben worden, und Sie hatten keine Veranlassung, näher auf das Thema einzugehen.

      Dennoch aber bleibe ich dabei, dass dieser Satz – gerade wegen seiner Beiläufigkeit – sehr gut das illustriert, was Travis Wisdom den Beschneidungsdiskurs (Circumcisionism) nennt (siehe oben). Denn damit erfahren die Jugendlichen von Ihnen, einer ausgebildeten und erfahrenen Sexologin, dass es die Vorhaut für den Sex eigentlich nicht braucht. Stimmt das denn?

      Es würde mich sehr interessieren, was Sie als ausgewiesene Fachfrau von den Informationen halten, die von der NoCirc-Bewegung – vor allem in den USA – zusammengetragen wurden, z.B. auf dieser Website: Sex as Nature intended it.

      Sie sind inzwischen eine Autorität. Daher ist es nicht unwichtig, welche Einstellung Sie äußern. Ich möchte Sie daher auch dazu ermutigen, Ihre kritische Einstellung zur Beschneidung, die Sie in Ihrem Kommentar geäußert haben, noch mal an prominenterer Stelle zu wiederholen. Warum nicht auf Ihrem Dochnoch-Blog?

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    • m.d. says :

      “Und keiner von den beschnittenen Männern mit den ich gesprochen oder geschlafen habe, haben irgendwelche Beschwerden geäussert”

      Tja, warum wohl ?

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  23. Christian Buggisch says :

    Das Beschneidungs-Thema beschäftigt mich ja schon länger, und vor dem Hintergrund der Diskussionen um das Mohammed-Video, habe ich jetzt doch nochmal dazu gebloggt (http://buggisch.wordpress.com/2012/09/27/religion-angst-und-schuldgefuehle/). In beiden Debatten werden Freiheit und Grundrechte vorschnell geopfert unter dem Verweis vor allem darauf (und das kommt ja auch in den Kommentaren hier zum Ausdruck), dass man doch bitteschön Respekt haben müsse … Respekt vor einer uralten Tradition (Beschneidung) und Respekt vor den religiösen Gefühlen der Moslems (Mohammed-Video). Schon merkwürdig, dass in unserem scheinbar aufgeklärten, säkularen und modernen Land dieser etwas altmodische Respekt auf einmal wieder zur Tugend stilisiert wird …

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  24. Sabine Wolff says :

    Ehrlich gesagt hatte ich vor dieser Debatte keine genaue Vorstellung über
    das Beschneidungsverfahren bei Jungen. Jetzt bin ich informierter und total geschockt, das so etwas ohne Betäubung überhaupt zulässig sein soll.

    Bevor man darüber das Diskutieren anfängt, sollte man sich zumindest den Vorgang der Beschneidung mal in einem Video anschauen – aber mit Ton.

    Ist unsere Gesellschaft schon so verroht, dass das Schreien eines Kindes
    keine Gefühlsregung mehr hervorruft ?

    Die Frauenbewegung hätte beim Thema Beschneidung eine gute Möglichkeit sich auch für die Rechte der Jungen einzusetzen. Hier darf es doch keine Geschlechtsunterschiede geben.

    Das dieser unsägliche Gesetzentwurf auch noch von einer Frau präsentiert wird, treibt mir als Frau die Schamesröte ins Gesicht.

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  25. kleenex3000 says :

    Menschen, die es gut heissen, einem Kind, ganz egal ob Junge oder Madchen, irgendetwas Nicht-Nachwachsendes wegzuschneiden, ohne Medizinische Notwendigkeit, sind Verbrecher. Es geht ihnen um das BESTEHLEN des Kindes. Ginge es nicht darum, dann könnten sie Guten Mutes, die Entscheidung dem Kind SELBER überlassen, wenn es erst mal das Alter der Qualifizierten Entscheidungsfreiheit für den Eigenen Körper erreicht hat. Es gibt KEINE Religiöse Verpflichtung zur Beschneidung, bei Juden und Muslimen, die sich auf Abraham/Ibrahim berufen, also letztendlich auf die Torah. Denn die Beschneidung ist eine EIGENE Religion. Sie wurde von der Rabbinischen “P”riesterschaft nach 5 Jahrhunderten erst in das Element “J” der Torah eingefügt; das Kapitel, welches heute als Bereshit17, bzw Genesis17 im Alten Testament bekannt ist. Es kommt jedoch noch besser: Während die Originale Reduktiv-Chirurgie, die den Ewigen Bund mit G-D besiegelt, eine bloße Entfernung der tatsächlichen Vorhaut, des ÜBER-Hanges, Acroposthions war, wurde sie dann Anno Domini 140 von der Rabbinischen “P”riesterschaft verschärft. Und das Heimtückische Verbrechen an dem Heiligen Tempel der Kreation, die Totale Denudation der GlanS beschlossen und eingeführt, mit dem Ziel, nichtchirurgische Restorationsversuche zu unterbinden. Zirkumzision ist korrupt, und mitnichten von G-D, sondern von Wahrheitsverdrehern erfunden, und G-D in die Schuhe geschoben, bzw als Parasitäres Element dem Wirts-LOGOS des Himmlischen Vaters, clever UNTERGEJUBELT worden. Jeder bemühe per GOOGLE den Artikel: “milah vs periah”.
    Statt dessen wird wortreich, indes un-GE-GRÜNDET diskutiert. Ein Schlechter Witz! Und die Damen und Herren, denen das Menschenrecht auf den Ganzen, Unverstümmelten Körper zugestanden wurde, und die das wortlos für GEGEBEN ansehen, und die das lesen und allen Ernstes nicht gegen die Widerwärtigkeit der Zwangsweisen Intim-Chirurgie an Nicht Qualifiziert-Entscheidungsfähigen Minderjährigen ihre Stimmen erheben, sollten wissen, dass sie das Unrecht befördern. Merke: “Qui tacet consentire VIDETUR”: Sie stimmen zwar nicht zu, werden aber von der Circumfaschistischen Lobby, die die Unverschandelte Männliche Anatomie für minderwertig und unakzeptabel erklärt, als stillschweigend-zustimmend ANGESEHEN.

    CirCum-FASCHISMUS: Die Diktatur der Intim-Reduktiv-Chirurgie, welche das Praeputium OFFIZIELL zu einem Funktionslosen Hautlappen degradiert, sogar als eine Art Brennpunkt von Krankheits-Anfälligkeiten verteufelt, (INOFFIZIELL aber sehr wohl um dessen Wert für das Wohlbefinden des Mannes und übrigens auch der Frau WEISS), und gleichwohl die Meinung niederschreit, dass das Praeputium ein Geburtsrecht ist, zum GANZHEITLICHEN Sexuellen Erleben dazugehört, und der Verzicht darauf allein in die Freiwilligkeit des Eigentümers des Praeputiums gestellt ist. Die Hybris des Erwachsenen, es als SEIN Menschenrecht anzusehen, dem Wehrlosen Kind DESSEN Grundlegendes Menschenrecht vorzuenthalten, um es an Intimster Stelle zu BESTEHLEN. Und das mit einem Haufen Lügen zu rechtfertigen und SCHÖNZUREDEN – sogar mit dem Oxymoron “es dient dem Kindeswohl” – gegen Überreichliche Wissenschaftliche Evidenz, dass das Praeputium ein Schutz für die Glans, ein Speicher für die Männliche Lubrikationsflüssigkeit, ein Hoch-Erogenes Organ ist, die von der Natur vorgesehene Mechanik des Geschlechtsverkehrs gewährleistet, und dabei nicht krankheitsanfälliger ist als andere Körperteile.

    Ich höre mmer wieder den Vorwurf “DU lässst ja keine andere Meinung gelten” – kann man ja machen, sollte dann allerdings so konsequent sein und Farbe bekennen und zugeben: “Ich betrachte die von Dir als Fundament Deiner Argumentation vorgebrachte Unverhandelbarkeit Grundlegender Menschenrechte als Religion bzw als faschistisch.”

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  26. Armstrong Amekuedi says :

    Das Übel liegt in diesem Akt….das Übel dieser Welt…..der Krieg…die Gefühllosigkeit, die Grausamkeit an sich verbirgt sich darin!
    Wenn ;Männer des noch immer vorherschenden Patriachat der Gesellschaften das Bewußtsein über die Unversehrtheit Ihres Körpers als Teil eines Ganzen und Vollständigen Perfekten Kreation des Schöpfers sehen können, erst dann brauchen sie den Frauen nicht mehr den Krieg und Zwang zu erklären, dass Frauen mit Ihnen leiden müssen oder gegebenfalls auch noch mehr!!!!!
    Wir müssen damit aufhören und es ist ein Menschenrecht jedes gebornenen Kindes über sich selbst zu bestimmen…alles auch Haare sind ein Teil, über das wir selber bestimmen müssen!!!!!!

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  27. Amen Ronald Oberhollenzer-Paternoster says :

    Grausame Realität.
    Oh wie ist das Deutsche Volk Grausam.
    Es legalisiert das Verbrechen der Zwangsbeschneidung.

    A) Seit jeher schon – und somit lange schon vor dem Kölner Urteil – wird das Verbrechen der Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern im Rechtsstaat Deutschland tagtäglich und bundesweit und im Wissen der Bevölkerung und dessen Behörde OHNE jeglichen juristischen – medizinischen – sozialen – ethischen – moralischen – bürgerlichen – behördlichen RECHTSSTAATLICHEN WIDERSTAND begangen.

    Kinder werden tagtäglich und bundesweit verstümmelt und das gesamte „Deutsche Volk“ sieht schweigend zu.

    Vor dem Kölner Urteil hat niemand, nicht eine in Deutschland ansässige Person, nicht eine Kinderschutzorganisation, nicht die Giordano Bruno Stiftung, nicht Amnesty International, nicht eine politische Fraktion, nicht die Polizeibehörde und auch keine andere Bundes- oder Landesbehörde, nicht eine Universität, nicht ein Journalist, nicht ein Künstler, nicht ein Schriftsteller, und auch nicht Harald Stücker und auch nicht der sich „auch plötzlich so ins Rampenlicht stellende“ Prof. Holm Putzke, jemals Strafanazeige gegen das Verbrechen der Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern erstattet, oder sonstige rechtsstaatliche Schritte zum Schutz der männlichen Kindesbevölkerung vor Erleidung dieser offensichtlichen KÖRPERVERLETZUNG nach § 223 StGB unternommen.

    B) Aus Jerusalem (und Österreich) werden seit dem Jahre 2004 und bis zum Kölner Urteil 2012 in Deutschland und Österreich zahlreiche und wiederholte Strafanzeigen gegen das Verbrechen der Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern erstattet.

    TV- und Druck-Medien, Kinderschutzverbände, Künstler, Schriftsteller, Universitäten, Ärzte, Juristen, Landes- und Bundespolitiker, der Bundesrat, der Bundestag, der Bundespräsident … alle politischen Fraktionen, Amnesty International … wurden zur unverzüglichen rechtsstaatlichen Beendigung des Verbrechens aufgefordert.

    ABER: Die STRAFANZEIGEN werden in Deutschland VERTUSCHT und in Österreich mittels „Ministerial-Dekret“ der Justizministerin an die Staatsanwaltschaften, und per Anordnung der Innenministerin an die Polizeibehörden „Anzeigen gegen Zwangsbeschneidung NICHT anzunehmen“ NIEDERGESCHMETTERT.

    Im Jahre 2004 – und als Antwort auf die [auch] an ihn gerichtete Strafanzeige – „betont“ Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel in einer österreichischen Tageszeitung (Kurier): „In Österreich werden keine Kinder am Genital verstümmelt“ und „Für Hassprediger ist in Österreich kein Platz“.
    (soll heißen: „In Österreich gibt es die Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern NICHT“).

    Auch Prof. Holm Putzke wurde im Jahre 2008 über diese Strafanzeigenerstattungen und deren VERTUSCHUNG informiert, und zur Erstattung von Strafanzeige gegen dieses Verbrechen, aber auch gegen das Verbrechen der Strafvereitelung seitens der Behörde (Amtsmissbrauch durch Vertuschung von Strafanzeigen) aufgefordert.

    ABER: Auch – der sich nach dem Kölner Urteil so hervorgehobene – Prof. Holm Putzke hat es im Jahre 2008 abgelehnt Strafanzeige – gegen die von ihm im selben Jahr (2008) als STRAFTAT beschriebene nicht-therapeutische Beschneidung Minderjähriger – zu erstatten.

    Auch hat Prof. Holm Putzke die ihm seit dem Jahre 2008 bekannte Tatsache der Jahrelangen Strafanzeigeerstattungen und deren Vertuschung in keinem seiner Medienauftritte und auch in keiner seiner Publikationen erwähnt.

    Hier stellen sich folgende Fragen von selbst:

    a) Wie kommt es, dass das gesamte Volk und seine Behörde das tagtäglich und bundesweit begangene Verbrechen der Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern VERSCHLÄFT?

    b) Wie kommt es, dass die Behörden / politischen Fraktionen, aber auch die Vielzahl der darüber informierten Privatpersonen / Organisationen / Medien / Universitäten usw. … die seit dem Jahre 2004 wiederholten Strafanzeigeerstattungen IGNORIERT / VERTUSCHT haben?

    c) Wie kommt es, dass sogar der Strafrechtler Prof. Holm Putzke – der sich ja nach dem Kölner Urteil als „Strafrechtexperte in Sachen Zwangsbeschneidung“ küren lässt – es trotz Aufforderung dazu im Jahre 2008 und all die Jahre bis zum Kölner Urteil UNTERLÄSST selbst Strafanzeige gegen das Verbrechen der Zwangsbeschneidung zu erstatten? … und WARUM VERTUSCHT auch Prof. Holm Putzke die ihm seit Jahren bekannte Tatsache der auch in Deutschland wiederholten Strafanzeigeerstattungen und deren Vertuschung? … WARUM VERSCHWEIGT dieser Strafrechtler diese Tatsache in seinen Medienauftritten und Publikationen?

    d) Warum (zu welchem Zweck) WARTETE Prof- Holm Putzke VIER JAHRE bis jemand anderer (nicht er) im Jahre 2012 eine Strafanzeige gegen die Zwangsbeschneidung erstattet, wenngleich dieses Verbrechen ja seit jeher schon tagtäglich und bundesweit und in seinem vollen Wissen begangen wird?
    B) Dann ergeht das Kölner Urteil.

    Das vorher in aufgesetzter psychopatischer Blindheit … in psychopatischen Tiefschlaf versetzte „Deutsche Volk“ weiß – jetzt endlich aus dieser aufgesetzten psychopatischen Ignoranz gerissen – nichts anderes zu tun, als – im symptomatischen Selbstverteidigungsreflex – auf „Unwissenheit“, auf „Oh, ich habe nichts darüber gewusst“ … auf „Rechtsunsicherheit“ … zu plädieren, und – anstatt zumindest jetzt endlich gegen dieses Verbrechen mit den vorhandenen rechtsstaatlichen Mitteln vorzugehen – lediglich mit „diskutieren und diskutieren und diskutieren“ zu reagieren.

    Tagtäglich und bundesweit werden Kinder verstümmelt, und das Volk weiß nichts anderes zu tun als zu PLAPPERN … sonst nichts. Effektiver unverzüglicher rechtsstaatlicher Kinderschutz? NULL!

    „Rechtsunsicherheit“? … „Es muss „Rechtssicherheit geschaffen werden“? … so ein Blödsinn!
    … und wer hat diesen auf Grund der bestehenden Gesetze völlig aus der Luft gegriffenen und dem Volkskopf indoktrinierten aber vor allem ja den Kinderverstümmlern als „Kampfspruch“ vorbereiteten Unsinn-Begriff „Rechtsunsicherheit“ als Erster aufgestellt? … wiederum kein anderer als dieser Prof. Holm Putzke!

    Auch war es dieser Holm Putzke, der als Erster das Kölner Urteil als „Bundesweit NICHT anwendbar“ bezeichnete, wenngleich das Urteil auf Basis des Bundesgesetzes § 223 StGB gefällt wurde und es wohl zumindest jedem wirklichen Strafrechtler bekannt sein muss, dass Bundesgesetze und somit auch der Körperverletzungsparagraph 223 StGB BUNDESWEIT ANWENDUNG FINDET und anzuwenden ist!

    Das Zufügen vermeidbarer Körperverletzung, also auch das Abschneiden eines gesunden Körperteils vom Kind, egal welchen Alters und Geschlechts, ist ein OFFIZIALDELIKT! Da kommt es nicht darauf an was da abgeschnitten wird und wer das Gesunde vom Kind abschneidet und wer das tut und aus welchem Grund das Gesunde Körperteil vom Kind abgeschnitten wird! Es kommt nur darauf an OB etwas Gesundes vom Kindeskörper entfernt wird!

    Es kommt auch nicht darauf an, ob das Abschneiden der gesunden Vorhaut beim Kind in der Vergangenheit schon strafrechtlich verfolgt und verurteilt wurde. Für die Verurteilung eines offensichtlichen OFFIZIALDELIKTES ist ein Präzedenzfall (ein vorangegangenes Urteil) nicht erforderlich!

    Es kommt nur darauf an OB die am Kind begangene Körperverletzung den Straftatbestand des Zufügens vermeidbarer – also nicht-therapeutischer – medizinisch nicht indizierter – Körperverletzung verwirklicht!

    Dass die Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern diesen Straftatbestand verwirklicht, steht aus rechtsstaatlicher Sicht und eben auf Grund der bestehenden Rechtsordnung außer Zweifel!

    http://www.intacthumanity.org/empiric-evidence.html

    So wie das Abschneiden der gesunden Vorhaut vom HUND im Rechtsstaat Deutschland ein OFFIZIALDELIKT nach dem Tierschutzgesetz verwirklicht, so verwirklicht das Abschneiden der gesunden Vorhaut beim KIND ein OFFIZIALDELIKT nach dem Strafgesetzbuch.

    Ob da jemand in Köln oder in München oder sonstwo im Bundesgebiet dem HUND die gesunde Vorhaut abschneidet … ob dieser jemand dies aus „religiösen“ / „traditionellem“ oder einem anderen Grund dem HUND die gesunde Vorhaut abschneidet, und ob schon jemals zuvor jemand dem HUND die gesunde Vorhaut abgeschnitten hat und deswegen verurteilt wurde, ist für die Feststellung der Gesetzwidrigkeit dieser Tat und die Verurteilung des Täters irrelevant!

    Auch dass Eltern / Religionen / Traditionen … kein rechtsstaatliches Recht zur Entfernung eines gesunden Körperteils vom Kind haben, ist so KLAR, wie auch KLAR ist, dass JEDER RICHTER im gesamten Bundesgebiet das Abschneiden eines gesunden Körperteils vom Kind – egal welcher Körperteil auch immer und egal von wem und aus welchem Grund auch immer begangen – als Gesetzwidrigkeit erkennen und dem BUNDESGESETZ NACH VERURTEILEN MUSS!

    Das Abschneiden der gesunden Vorhaut vom HUND ist im Rechtsstaat Deutschland ein OFFIZIALDELIKT und die Behörde MUSS im Wissen um die Begehung dieser Tat SELBSSTÄNDIG DAGEGEN VORGEHEN!!!

    C) Die FALSCHEN JUDEN und die anderen KINDERVERSTÜMMLER verlangen „Rechtssicherheit“.
    Ihre KNECHTE – die Zwangsbeschneidungsbefürworter – legen ein „Beschneidungsgesetzt“ zur „Legalisierung“ dieses Verbrechens vor und beschließen die „Legalisierung“.

    OH SCHANDE DEUTSCHLAND!!!
    Da hat jetzt der offensichtlich seelisch und geistig abartig gestörte „Gesetzgeber in Deutschland“ das Abschneiden der gesunden Vorhaut vom Kind „LEGALISIERT“!

    Und das nicht weniger seelisch und geistig abartig gestörte Deutsche Volk hat dem NICHTS anderes entgegengesetzt als eben WEITER DRAUF LOS DISKUTIERT. Sonst nichts! Absolut nichts!

    Beim HUND ist das Abschneiden der gesunden Vorhaut verboten!
    … darüber gäbe es auch im deutschen Volk überhaupt keine „Diskussion“.
    Eine Regierung welche das Abschneiden der gesunden Vorhaut vom HUND „legalisiert“, wäre vom Deutschen Volk unverzüglich abserviert!!!

    Aber beim Kind ist dem Deutschen Volk das Abschneiden der gesunden Vorhaut EGAL … gar noch „LEGAL“? …

    Das TOTALVERSAGEN der deutschen Behörde und des deutschen Volkes ist dies ALLEMAL!!

    Ja es gibt innerhalb der 50 Millionen Erwachsenenbevölkerung Deutschland NUR und maximal 5000 Bürger – also maximal 0.1% der Erwachsenenbevölkerung – welche sich gegen dieses Verbrechen aussprechen … und es gibt bis Dato NUR 3 Personen welche Strafanzeige gegen dieses Verbrechen erstattet haben … und sonst wurde und wird immer noch „diskutiert und diskutiert und diskutiert“.

    Tagtäglich und bundesweit wird dieses Verbrechen – erst ignoriert, jetzt sogar „legalisiert“ – begangen, und das VOLK IM NETZ DER KINDERVERSTÜMMLER GEFANGEN – sieht zu und diskutiert. Sonst nichts.

    Deswegen ist es ein VOLKSVERSAGEN! Schon wieder!
    So wie auch die 1935 Nürnberger Gesetze und die daraus entstandene Katastrophe ein VOLKSVERSAGEN war!

    Ich bezeichne die von der deutschen Bundesregierung am 10. Oktober 2012 beschlossene Gesetzesvorlage zur Legalisierung der medizinisch nicht indizierten Beschneidung an männlichen Kindern als verfassungswidrig; als Aushebelung der Rechtsstaatlichkeit; als Travestie der Rechtsstaatlichkeit; als Missbrauch der Rechtsstaatlichkeit das Verbrechen zu verrechten; als politisches Ausnahmegesetz mit „sexualpathologischem Charakter“, durch das der männlichen Kindesbevölkerung eine Stellung „außerhalb der Menschheit“ zugewiesen wird. Die Bundesbehörde ist der „Gefangene der Kinderverstümmler“ und beugt sich dem von diesen tagtäglich und bundesweit begangenen Verbrechen und deren weiterer Perversität der allemal gesetzwidrigen Forderung zur Legalisierung des Verbrechens.

    http://de.scribd.com/doc/111301513/1935-Nurnberger-Gesetze-2012-Zwangsbeschneidung-Legalisierungs-Gesetz-Expose

    „Die Intelligenz, die Vernunft, der Wert einer Gesellschaft ist einfach daran zu erkennen, wie sie ihre Kinder schützt.“

    Auch das Deutsche Volk hat offensichtlich NICHTS von der Vergangenheit gelernt … stolziert herum wie wenn … aber die verbrecherische Realität der Legalisierung der Zwangsbeschneidung, die Entrechtung der männlichen Kindesbevölkerung, die Degradierung der männlichen Kindesbevölkerung zu Menschen minderen Rechts ist Evidenz seiner Zurechnungsunfähigkeit.
    Wer kann da schon stolz darauf sein.

    Selbstreflektion ist prädominantes Mittel zur Selbstkorrektur.
    Leider ist vom Willen zur Selbstreflektion auch im Deutschen Volk keine Spur (zu erkennen).

    Amen Ronald Oberhollenzer
    Schule der Menschheit
    Globales Symposium für eine Intakte Menschheit
    http://www.intacthumanity.org
    intact.humanity@gmail.com

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  28. Achim Wolf says :

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Genitalverstümmelung ist zur Hauptsache ein Problem in Ländern, in denen die Männer Frauen unterdrücken, rücksichtslose Machos sind und sich selbst beweisen wollen, wie potent und männlich sie angeblich sind. Der Männlichkeitswahn wiederum ist ein Grund für das weltweite Bevölkerungswachstum, das insgesamt zur grössten Bedrohung der Menschheit geworden ist.

    Unsere Initiative für weltweite Geburtenregelungen stärkt auch die Rechte der Frauen und Mädchen, wie das Recht auf körperliche und psychsiche Unversehrtheit, sowie das Recht auf freie Entscheidung über Nachkommenszeugung und Schwangerschaft.

    Berichten Sie daher über die folgende Kampagne bei change.org für weltweite Geburtenregelungen und unterstützen Sie diese mit Ihrer Unterschrift, in Ihrer Zeitschrift und auch auf Ihrer Homepage: http://chn.ge/1bSmBDH

    Mit freundlichen Grüßen
    Achim Wolf

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  29. Elżbieta Wawrzyńska says :

    Hannover im September 2014, wird der 70. Deutsche Juristentag verschiedene sogenannte leichte Formen der FGM (weibliche Genitalverstümmelung) bagatellisieren und der Bundesregierung empfehlen zu legalisieren?

    Thesen zum Juristentag – Tatjana Hörnle

    “6. Genitalverstümmelung:
    a) Bei der Auslegung von § 226a StGB ist zu beachten, dass nicht alle Veränderungen an weiblichen Genitalien unter „verstümmeln“ zu fassen sind. Dies ist nicht der Fall, wenn der Eingriff mit der Beschneidung von Jungen vergleichbar ist (etwa wenn nur Vorhaut der Klitoris betroffen ist, ohne Amputationen und weitere Verletzungen).”

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=4763&s=00ab3516abc2ee4af1e588012b4839abcb26f526

    Bringt uns der Juristentag die mit der Scharia verträglichen Paragraphen?

    Der 70. DEUTSCHE JURISTENTAG (2014) rückt heran und ein Blick in die Thesen der Gutachter und Referenten (Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft) verheißt alles Gute für das Islamische Recht und wenig Gutes für die allgemeinen Menschenrechte. Von Edward von Roy.

    http://eifelginster.wordpress.com/2014/08/11/390/

    Machen wir Druck dahingehend, dass der Deutsche Juristentag 2014 den sogenannten milden Formen der Mädchenbeschneidung (FGM) kein grünes Licht gibt.

    Festzustellen wäre dort zusätzlich, dass auch die MGM nicht in den Begriff des Kindeswohls integrierbar ist. Der Minderjährige (unter achtzehn Jahren) ist in eine FGM oder MGM nicht einwilligungsfähig. Kinderrechte ins Grundgesetz.

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