Das obszöne Tagebuch der Anne Frank
„Das Tagebuch der Anne Frank ist Symbol und Dokument zugleich. Symbol für den Völkermord an den Juden durch die Nazi-Verbrecher und Dokument der Lebenswelt einer einzigartig begabten jungen Schriftstellerin.“ So steht es auf dem Buchrücken meiner einfachen Taschenbuchausgabe. Jetzt wurde bekannt, dass eine besorgte Mutter in den USA Anne Franks Werk „pornografisch“ findet. Lies mehr …
Wer zu Fuß geht – Feministische Sprachmagie
Die Entgenderung der Sprache ist reine Symbolpolitik. Wer wirklich die Situation von Frauen verbessern möchte, sollte den Spielplatz der feministischen Linguistik verlassen und im wirklichen Leben gegen die historischen und brandaktuellen Ursachen der Frauenfeindlichkeit kämpfen: die fortdauernde Förderung und Finanzierung der monotheistischen Religionen. Lies mehr …
Weg mit der „Jungfrau“
Die Sexismus-Debatte hat einen zentralen Aspekt vernachlässigt, nämlich den der religiös motivierten Frauenverachtung. Im Zentrum dieser systematischen Diskriminierung von Frauen liegt das Konzept der „Jungfrau“. Es ist ein Konzept der Unterdrückung, der Scham und des Hasses. Wir sollten es ersatzlos streichen. Lies mehr …
Politisch korrekt und moralisch orientierungslos
Die politische Korrektheit ist kein Instrument der Erkenntnis, sondern dient der Meinungspflege innerhalb einer Gruppe. Da sie aber die Tabuisierung auch wissenschaftlicher Hypothesen fordert, ist sie ebenso wie Religion und Esoterik der natürliche Gegner einer jeden skeptisch-säkularen Bewegung. Sollte man meinen.
Sollen wir Pippi verbrennen?
The difference between the almost right word & the right word is really a large matter–it’s the difference between the lightning bug and the lightning.
Mark Twain, Brief an George Bainton, 1888 Lies mehr …
Eine kulturelle Revolution braucht kein Gesetz
Der deutsche Gesetzgeber wird die Beschneidung legalisieren. Damit ist die Amputation der männlichen Vorhaut die einzige Form physischer Gewalt gegen Kinder, die im 21. Jahrhundert in Deutschland ausdrücklich zugelassen wird. Die Debatte wird das Gesetz allerdings nicht beenden, denn es stellt sich gegen einen mächtigen Menschheitstrend, gegen den es aber letzten Endes machtlos ist. Lies mehr …
Der absolute Nullpunkt der Ultra-Orthodoxie
Viele empören sich, wenn der Mohel zum Abschluss einer jüdisch-orthodoxen Beschneidung das Blut vom Penis saugt. Das Ritual Metzitzah B’peh kommt inzwischen sogar in Israel unter Druck. Es ist allerdings Bestandteil des orthodoxen Beschneidungsrituals. Die Tatsache, dass es von den allermeisten Juden abgelehnt und nur noch von sogenannten „ultra-orthodoxen“ Juden praktiziert wird, ist der Beweis dafür, dass sich auch religiöse Rituale wandeln können.
Beschneidung: Ignoranz und Sexismus
Die Beschneidungsdebatte ist geprägt von Ignoranz und Sexismus. Ignoranz in Bezug auf die sexuelle Anatomie des Mannes und in Bezug auf die frauenverachtenden Ursprünge des Amputationsrituals. So kommt es zur Tabuisierung jeglichen Vergleichs von weiblicher und männlicher Genitalverstümmelung. Dieses Tabu ist sexistisch aus Ignoranz, und damit der eigentliche Skandal dieser Debatte.
Beschneidung gegen Sex: Unser jüdisch-christliches Erbe
Ist guter Sex für uns ein wichtiger, ein zentraler Wert? Viele würden spontan Ja sagen. Es ist nicht mehr anstößig, zuzugeben, dass einem Sex wichtig ist. Es gibt unzählige Ratgeber für guten Sex, Verhütungsmittel werden inzwischen über der Ladentheke verkauft. Allerdings zeigt genau diese Diskussion über die Beschneidung, dass wir immer noch tief beeinflusst sind von einer Tradition, die den Körper allgemein geringschätzt und den Sex insbesondere verteufelt.
Keine Zukunft für Retro-Krankenhaus
Der gescheiterte Geschäftsmann ist am Boden zerstört: Seine gesamte Investition erwies sich als Riesen-Flop: Kaum jemand wollte sich in seinem Krankenhaus des späten 18. Jahrhunderts behandeln lassen. Wir trafen den Neu-Pleitier, der allerdings lieber anonym bleiben möchte. Denn trotz seines Scheiterns hält er seine Idee für zukunftsfähig.







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