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Beschneidung im Hinterhof: Legalize it?!


Wenn die Beschneidung verboten wird, dann schlägt die Stunde der Barbiere und Metzgergesellen. Denn wenn die Eltern in die Illegalität getrieben werden, bleibt ihnen keine Wahl. Dann müssen sie ihre Kinder den ungewaschenen Händen dubioser Gestalten im Hinterhof ausliefern. Dort kann von angemessener Betäubung oder Hygiene keine Rede sein. Wenn wir das nicht wollen, dann müssen wir der Legalisierung zustimmen. So lautet das Hinterhof-Argument. Lies mehr …

Säkulare Juden, empört Euch!


Das geplante Beschneidungsgesetz ist ein Sondergesetz für Juden. Zwar entspringt es keiner antisemitischen, sondern einer philosemitischen Intention. Trotzdem grenzt es jüdische Bürger aus und stellt eine enorme Beleidigung für sie dar. Vor allem sie selbst sollten sich daher dagegen empören.

Der jüdische Regisseur Eliyahu Ungar-Sargon („Cut. Slicing through the Myths of Circumcision“) protestiert hier in Gebetskleidung gegen die beschneidungsfreundliche US-amerikanische Kinderärztevereinigung AAP

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Sollten wir Kinder wie Menschen behandeln?


Wie bitte? Welch eine absurde Frage, wird wahrscheinlich Ihre erste Reaktion sein. Natürlich sollten wir das! Auf jeden Fall sollten wir sie ebenso gut schützen wie Erwachsene, wenn nicht sogar besser. Tatsächlich schützen wir allerdings erwachsene Menschen besser als Kinder.

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Bleibt bei der eigenen Sache!


Dieser Artikel ist zuerst auf der Seite der Zeitschrift diesseits erschienen. Er ist eine Antwort auf den Kommentar von Sigrun Stoellger und Holger Fehmel, Die Beschneidungsdebatte – Eine Kritik in eigener Sache, in dem sie die Beschneidungsgegner zu einem gemäßigten Ton und zu mehr Besonnenheit aufgerufen haben.

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Der absolute Nullpunkt der Ultra-Orthodoxie


Viele empören sich, wenn der Mohel zum Abschluss einer jüdisch-orthodoxen Beschneidung das Blut vom Penis saugt. Das Ritual Metzitzah B’peh kommt inzwischen sogar in Israel unter Druck. Es ist allerdings Bestandteil des orthodoxen Beschneidungsrituals. Die Tatsache, dass es von den allermeisten Juden abgelehnt und nur noch von sogenannten „ultra-orthodoxen“ Juden praktiziert wird, ist der Beweis dafür, dass sich auch religiöse Rituale wandeln können.

Bei der Metzitzah können Herpesviren übertragen werden, für den Säugling eine tödliche Gefahr

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Auf die Straße, Muslime!


Muslime demonstrieren gegen religiösen Wahnsinn! Gegen Terror und Gewalt! Was eigentlich die Schlagzeile des Jahres sein sollte, kommt in unseren Medien kaum vor. Dieser Artikel zeigt daher einige Bilder von der Demonstration in Bengasi nach dem Anschlag auf die US-Botschaft, weil diese Menschen Öffentlichkeit verdienen. Warum berichten so wenige Mainstream-Medien von diesen Protesten? Und warum demonstrieren nicht auch Muslime in Deutschland und Europa gegen den Terror im Namen ihrer Religion?

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Beschneidung: Ignoranz und Sexismus


Die Beschneidungsdebatte ist geprägt von Ignoranz und Sexismus. Ignoranz in Bezug auf die sexuelle Anatomie des Mannes und in Bezug auf die frauenverachtenden Ursprünge des Amputationsrituals. So kommt es zur Tabuisierung jeglichen Vergleichs von weiblicher und männlicher Genitalverstümmelung. Dieses Tabu ist sexistisch aus Ignoranz, und damit der eigentliche Skandal dieser Debatte.

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Beschneidung gegen Sex: Unser jüdisch-christliches Erbe


Ist guter Sex für uns ein wichtiger, ein zentraler Wert? Viele würden spontan Ja sagen. Es ist nicht mehr anstößig, zuzugeben, dass einem Sex wichtig ist. Es gibt unzählige Ratgeber für guten Sex, Verhütungsmittel werden inzwischen über der Ladentheke verkauft. Allerdings zeigt genau diese Diskussion über die Beschneidung, dass wir immer noch tief beeinflusst sind von einer Tradition, die den Körper allgemein geringschätzt und den Sex insbesondere verteufelt.

Darrel Ray, Autor von “The God Virus” und “Sex and God”

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Es geht nicht um Religion, es geht um die Kinder


In der Beschneidungsdebatte wird von uns Kritikern des Rituals oft das Argument von der Religionsfreiheit der Kinder angeführt:
„Die Kinder sollen später ihre Religion selbst bestimmen dürfen. Sie dürfen daher nicht religiös markiert werden.“
Das ist nicht etwa falsch, und es gibt sicher sehr gute Gründe für diesen Standpunkt. Aber wir sollten das Argument nicht sehr stark machen, denn es ist eigentlich schwach. Wir sollten darauf bestehen, dass nicht etwa Religion das Thema ist, sondern der Schutz der Kinder vor Gewalt. 

Holm Putzke hat Recht, aber das Argument ist schwach (Talkshow Anne Will am 11.7.2012)

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Ausgerechnet Deutschland?


Der schwerste Angriff auf jüdisches Leben seit dem Holocaust.“ „Das ist das Ende jüdischen Lebens in Deutschland.“ „Ausgerechnet in Deutschland.“ – Das waren einige Kommentare der letzten Wochen. Der Bundestag hat sich beeilt festzustellen, dass für die religiöse Beschneidung eine Ausnahme vom Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gemacht werden soll. Aber wollen wir wirklich ein Sonderrecht für Juden? Ausgerechnet in Deutschland?

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