Wer zu Fuß geht – Feministische Sprachmagie
Die Entgenderung der Sprache ist reine Symbolpolitik. Wer wirklich die Situation von Frauen verbessern möchte, sollte den Spielplatz der feministischen Linguistik verlassen und im wirklichen Leben gegen die historischen und brandaktuellen Ursachen der Frauenfeindlichkeit kämpfen: die fortdauernde Förderung und Finanzierung der monotheistischen Religionen. Lies mehr …
Sam Harris über das Leben ohne freien Willen
Die Freiheit unseres Willens ist eine metaphysische Illusion. In seinem Buch Free Will lotet Sam Harris die Konsequenzen aus dieser Tatsache aus. Sein Fazit: Wir können gelassener darauf reagieren, als viele meinen.
Worin sehen Gläubige den Sinn ihres Lebens?
Vor kurzem antwortete Paula Kirby auf die Frage, die sich gewöhnlich Ungläubige anhören müssen: „Wie findet Ihr eigentlich Sinn in Eurem Leben?“ Oder etwas unverblümter: „Warum bringt Ihr Euch eigentlich nicht gleich um?!“ Aber wissen wir denn überhaupt, wie Gläubige den Sinn in ihrem Leben finden? Lies mehr …
Ethik ohne Wunschdenken
“Wie gut oder schlecht ist eine Welt? Das hängt allein davon ab, wie gut oder schlecht es den Individuen in der Welt geht. Die Welt ist umso besser, je besser es den Individuen geht. Und wie gut oder schlecht geht es den Individuen? Das hängt allein davon ab, wie wohl sie sich fühlen und in welchem Maße die Wünsche, die sie hegen, erfüllt sind.”
So beginnt Ulla Wessels ihr Buch Das Gute. Die Autorin ist eine wichtige Vertreterin der analytischen, nicht-religiösen Ethik, die in Deutschland immer noch unterrepräsentiert ist. Ulla Wessels gehört dem wissenschaftlichen Beirat der Giordano Bruno Stiftung an und ist vielen durch ihre Rolle als Klägerin im Rechtsstreit um die Konkordatslehrstühle* bekannt. Lies mehr …
Respektable Denkfehler
Wenn jemand unangenehme Tatsachen leugnet, so hat er oft finstere oder egoistische Motive. Holocaust-Leugner möchten vielleicht die Schuld der Deutschen klein reden oder Zweifel an der Existenzberechtigung Israels säen. Leugner eines vom Menschen mitverursachten Klimawandels möchten vielleicht guten Gewissens das neue SUV-Auto kaufen oder dem eigenen Unternehmen Milliardenumsätze erhalten. Der Mörder leugnet seine Verantwortung für die Tat, um das Gericht in die Irre zu führen und um der Strafe zu entgehen.
Aber es gibt auch noble Motive für das Leugnen unangenehmer Tatsachen. Motive die unseren Respekt verdienen. Lies mehr …
Sie sind nichts Besonderes
Die EDGE-Frage für 2011 lautete:
“Welches wissenschaftliche Konzept würde die kognitive Ausstattung aller verbessern?”
Nach meiner Übersetzung der Antworten von Howard Gardner und Richard Dawkins hier jetzt die von P.Z. Myers:
Das Prinzip der Mittelmäßigkeit
Gerade habe ich wieder eine Einführung in Biologie gegeben, und ich muss sagen, dass ich bei der Frage nach der wesentlichen Fähigkeit, die jeder haben sollte, zuallererst an Algebra dachte. Und grundlegende Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik. Das würde jedenfalls mein Leben leichter machen. Es hat etwas schrecklich Deprimierendes, kluge Studenten stolpern zu sehen, weil ihnen grundlegende mathematische Kenntnisse fehlen, die sie in der Grundschule hätten erwerben sollen.
Aber das ist nicht genug. Grundlegende Kenntnisse in Mathematik sind ein wesentliches Werkzeug, das wir in einer wissenschaftlichen und technologischen Gesellschaft als selbstverständlich voraussetzen können sollten. Welche Idee aber sollten die Leute begreifen, um ihren Platz im Universum besser verstehen zu können?
Ich schlage das Prinzip der Mittelmäßigkeit vor. Es ist grundlegend für die Wissenschaft, und es ist auch eines der umstrittensten Konzepte, für viele Leute sehr schwer zu begreifen – und der Widerstand gegen das Prinzip der Mittelmäßigkeit ist eine der Hauptstützen für Religion und Kreationismus und Chauvinismus und gescheiterte Sozialpolitik. Es gibt sehr viele kognitive Leiden, die sauber verpackt und einfach entsorgt werden könnten, wenn nur jeder diese eine einfache Idee verstehen würde.
Das war schon immer so
Warum haben Traditionen eigentlich einen so guten Ruf? Ja, ich weiß, Traditionen und Rituale strukturieren das Leben und reduzieren seine Komplexität. Es ist prima, wenn man sich auskennt. Ich bestreite nicht ihren Nutzen bei der Organisation des Lebens für Individuen und Gruppen. Aber welchen Wert haben sie für Erkenntnis und Ethik? Welchen erkenntnistheoretischen Wert haben Argumente, in denen die Tradition als Evidenz angeführt wird? Und welchen moralischen Wert haben Traditionen, wenn es um die Güterabwägung mit anderen Werten geht? Allgemein werden beide sehr hoch eingeschätzt. Meine These ist, dass sie gegen Null gehen.

Francisco Goya: Stierkampf, 1815-16
Fukushima ist kein 11. September
Bundesumweltminister Röttgen irrt sich. Die atomare Katastrophe von Fukushima ist kein Ereignis wie der 11. September 2001. Was in Fukushima passiert, hatte vor dem Eintreten einen gewissen Wahrscheinlichkeitswert. Dieser war bekannt, wenn auch politisch umstritten. Der Begriff des “Restrisikos” ist aus diesem Grund unscharf. Befürworter der „Kernkraft“ [Euphemismus] haben es stets klein geredet, Gegner der „Atomkraft“ [Schimpfwort] haben es hingegen aufgebauscht. [Im Vertrauen auf die Euphemismus-Tretmühle schreibe ich im Folgenden „Kernkraft“.] Lies mehr …
Immun gegen Homöopathie in 12 Schritten
Hier sind 12 Punkte zur Homöopathie, die sich gut eignen als argumentatives Futter für fruchtlose Diskussionen mit Gläubigen, mehr noch aber für Gespräche mit ahnungslosen Passanten, die eher ungläubig schauen, wenn man ihnen erzählt, dass an homöopathischen Mittelchen „nix drin und nix dran“ sein soll. „Wie?! Aber das verkaufen die doch in der Apotheke!?!“ Ja, vielleicht helfen diese Punkte ja auch der einen oder anderen Apothekerin, die „immer wieder gute Erfahrungen mit der Homöopathie“ gemacht hat. Lies mehr …
„Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann“
Dieses Posting ist geklaut. Es ist meine Übersetzung eines Artikels von Dale McGowan - dessen Blog The Meming of Life für mich die erste Adresse ist für Fragen der Erziehung in Bezug auf Religion. Er hat zwei Bücher herausgebracht, neben seinem Blog weitere großartige Informationsquellen für alle nicht-religiösen Eltern und Erzieher: Parenting Beyond Belief
und Raising Freethinkers
. Dieser Text erscheint auch in „Parenting Beyond Belief“ als Teil einer Kontroverse zu der Frage, wie nicht-religiöse Familien mit dem Mythos Weihnachtsmann umgehen sollten.





Das Prinzip der Mittelmäßigkeit
Letzte Kommentare