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Ein Bumerang namens Shakespeare


Wussten Sie schon, dass die Erwähnung von Shakespeare nicht nur das Herz von Anglisten oder Theaterfans höher schlagen lässt? Wenn Skeptiker „Shakespeare“ sagen, rollen sie oft mit den Augen, seufzen tief und wirken ähnlich entmutigt wie Sisyphus, dem gerade wieder der Stein den Berg runtergekullert ist. Denn Shakespeare war nicht nur der größte Dichter aller Zeiten, sondern steht auch als Kurzform für ein besonderes Argument, das der Kritik von Ignoranz, Engstirnigkeit und Größenwahn dienen soll. Es ist jedoch ein rhetorischer Bumerang, denn obwohl die Behauptung, die gemacht wird, völlig richtig ist, hat es die besondere Eigenschaft, dass derjenige, der es vorbringt, sich damit selbst als genau das entlarvt, nämlich als ignorant, engstirnig und größenwahnsinnig.

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Alternative Schulmedizin


In einem Punkt muss man den Anhängern der Alternativmedizin Recht geben: Schulmedizin ist wirklich ein Übel. Eine Schulmedizin, die schon alles weiß und nichts gelten lässt, was ihrer Lehre widerspricht, weil es ihrer Lehre widerspricht, ist ein Übel. Eine Schulmedizin, die kreative Forscher bestraft, wenn sie nicht im Sinne der herrschenden Lehre forschen, ist ein Übel. Eine Schulmedizin, die Autoritäten verehrt, Traditionen pflegt, Daten ignoriert, Pfründe sichert und sich mächtigen Lobbyinteressen unterordnet, ist ein Übel.

In einem Punkt muss man den Anhängern der Alternativmedizin allerdings widersprechen: Eine wissenschaftliche, evidenzbasierte Medizin ist keine Schulmedizin, sie ist ihr Gegenteil. Lies mehr …

Katholiken aus der Retorte


Stell Dir vor, Du bist der geistige Vater von 4 Millionen Menschen, von Menschen, die ohne Deine Hilfe niemals hätten existieren können. Allein Deinem Genie, Deinem Mut, Deinem Fleiß, Deinem Erfindungsgeist, Deinem Beharrungsvermögen verdanken diese Menschen ihr Leben. Und ihre Zahl nimmt weiter zu. Denn nicht nur werden immer mehr Menschen auf die Weise gezeugt, die Du entwickelt hast und die für diese Menschen die einzig mögliche Weise ist, zur Welt zu kommen. Auch alle Kinder und Kindeskinder, alle Nachfahren dieser Kinder werden Dir ihr Leben verdanken, Dir allein. In wenigen Jahrzehnten wirst Du eine Nachkommenschaft haben, die der Bevölkerung eines mittleren Staates entspricht. Wer das Leben liebt und wertschätzt, müsste Dich nach allen Maßstäben, die er vernünftigerweise anlegen könnte, als moralischen Helden ohne Beispiel ehren. Tatsächlich bist Du für Deine Verdienste schon 2010 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden. Das Verfahren, das Du maßgeblich entwickelt hast, ist die „In-vitro-Fertilisation“, die künstliche Befruchtung. Dein Name ist Robert Edwards. Lies mehr …

Doppelblind sehen wir besser


Die EDGE-Frage für 2011: “Welches wissenschaftliche Konzept würde die kognitive Ausstattung aller verbessern?”

Einige der Antworten auf diese Frage sind wahre Kleinode, da sie wichtige Konzepte prägnant beschreiben und präzise erklären. Vor einiger Zeit habe ich hier meine Übersetzung der Antwort von Howard Gardner gepostet. Hier jetzt die Antwort von Richard Dawkins: Lies mehr …

Immun gegen Homöopathie in 12 Schritten


Hier sind 12 Punkte zur Homöopathie, die sich gut eignen als argumentatives Futter für fruchtlose Diskussionen mit Gläubigen, mehr noch aber für Gespräche mit ahnungslosen Passanten, die eher ungläubig schauen, wenn man ihnen erzählt, dass an homöopathischen Mittelchen „nix drin und nix dran“ sein soll. „Wie?! Aber das verkaufen die doch in der Apotheke!?!“ Ja, vielleicht helfen diese Punkte ja auch der einen oder anderen Apothekerin, die „immer wieder gute Erfahrungen mit der Homöopathie“ gemacht hat. Lies mehr …

Gottes PID


Gegenwärtig schwillt die Debatte um den Embryonenschutz wieder mal an. Diesmal geht es um die Präimplantationsdiagnostik (PID), die sich nur auf den kleinen Teilbereich der Embryonen bezieht, die durch künstliche Befruchtung erzeugt werden. Das Ziel einer solchen Diagnose ist, eine Hilfe für die Entscheidung zu geben, ob der Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt werden soll oder nicht. Verhindert werden sollen dadurch Spätabtreibungen oder Totgeburten, aber auch schwere, genetisch bedingte Krankheiten und Behinderungen. Die gewohnt kompromisslose katholische Position läßt sich etwa so zusammenfassen:

Jeder Embryo ist ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei und Samenzelle ein vollwertiger Mensch mit allen Rechten, die Menschen als dem Ebenbild Gottes zukommen. Einteilung in verschiedene Stadien und damit Abstufungen des Schutzes sind unzulässig. Eine Selektion aufgrund von auffälligen Befunden bei einer genetischen Untersuchung verstößt gegen die Menschenwürde. Abtreibungen sind absolut verboten.

Daraus ergibt sich ein strikter Embryonenschutz und ebenfalls ein striktes Verbot von künstlicher Befruchtung und Embryonenforschung. Auch Stammzellenforschung ist damit verboten, sofern dafür Embryonen getötet werden müssen. Dazu eine kleine Rechnung. Lies mehr …

Labore zu Gebetsräumen


In den USA, einem Mutterland der Demokratie, sehen wir derzeit die Grenzen der Demokratie. Die politische Landschaft der USA entwickelt sich immer mehr zu einer grotesken Tragikomödie. Die Tea-Party-Bewegung ist eng mit der Kreationismus-Bewegung verbunden. Der Kreationismus ist eine Lachnummer, aber wenn immer mehr kreationistische Clowns zu führenden Politikern werden, dann hat das Land ein ernstes Problem. Und da es – immer noch – die führende Nation in Technologie und Wissenschaft ist, könnte uns allen sehr bald schon das Lachen im Halse stecken bleiben.

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Homöopathie – das falsche Verschwörungsopfer


Homöopathie wirkt, und zwar nicht nur besser als Placebo, sondern besser als alle Blockbuster-Produkte der Pharmaindustrie. Das ist das Ergebnis einer vorbildlich konzipierten, professionell durchgeführten und wissenschaftlich unangreifbaren Studienreihe. Hätte die Öffentlichkeit von diesen Studien erfahren, wären sie zu einer Sensation geworden, aber sie mussten geheim bleiben, denn Big Pharma hatte Angst vor den Konsequenzen. Lies mehr …

1000 Jahre Dornröschenschlaf der Forschung


„Wo warst Du denn letzte Woche?“ – „Tut mir leid, aber ich hatte Krebs. Musste zur Nanotherapie.“

Ein Dialog aus der Zukunft. Science Fiction, sicher. Aber wenn wir die Fortschrittskurve der wissenschaftlichen Medizin weiterzeichnen, dann ist dieses Szenario nicht so unwahrscheinlich, wie wir vielleicht denken. Seit Beginn der wissenschaftlichen Medizin jagt ein zu jedem früheren Zeitpunkt unglaublicher Fortschritt den nächsten. Warum sollte es in der Zukunft anders sein? Was könnte den Zug des Fortschritts aufhalten? Lies mehr …

Vernunft und Wunder


ZENIT – Bischof Brandmüller: Atheismus ist vernunftwidrig (via Brightsblog)

Von der Vernunftwidrigkeit des Atheismus handelt ein Interviewbuch mit Bischof Walter Brandmüller, dem emeritierten Präsidenten des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft, der am Samstag von Benedikt XVI. zum Kardinal kreiert wird.

Nur einige Anmerkungen hierzu:

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