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Eine kulturelle Revolution braucht kein Gesetz


Der deutsche Gesetzgeber wird die Beschneidung legalisieren. Damit ist die Amputation der männlichen Vorhaut die einzige Form physischer Gewalt gegen Kinder, die im 21. Jahrhundert in Deutschland ausdrücklich zugelassen wird. Die Debatte wird das Gesetz allerdings nicht beenden, denn es stellt sich gegen einen mächtigen Menschheitstrend, gegen den es aber letzten Endes machtlos ist. Lies mehr …

Hört ihr die Kinder weinen


Das Kölner Beschneidungsurteil kann wohl ohne Übertreibung als historisch bezeichnet werden. Die Richter haben hier einen moralischen Meilenstein gesetzt. Für diesen Mut verdienen sie unseren Dank und unseren Respekt.

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Die erstaunlichste Tatsache


Neil deGrasse Tyson antwortet auf die Frage, was für ihn die erstaunlichste Tatsache über das Universum sei.

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Religion für Ungläubige?


Alain de Botton schlägt in seinem Buch Religion für Atheisten vor, dass sich Ungläubige an den Religionen orientieren sollten. Sie sollten genau hinschauen, wie Religionen Macht ausüben, Gemeinschaften bilden und ihre Botschaften platzieren. Warum nicht von ihnen lernen? Lies mehr …

Worin sehen Gläubige den Sinn ihres Lebens?


Vor kurzem antwortete Paula Kirby auf die Frage, die sich gewöhnlich Ungläubige anhören müssen: „Wie findet Ihr eigentlich Sinn in Eurem Leben?“ Oder etwas unverblümter: „Warum bringt Ihr Euch eigentlich nicht gleich um?!“ Aber wissen wir denn überhaupt, wie Gläubige den Sinn in ihrem Leben finden? Lies mehr …

Ethik ohne Wunschdenken


“Wie gut oder schlecht ist eine Welt? Das hängt allein davon ab, wie gut oder schlecht es den Individuen in der Welt geht. Die Welt ist umso besser, je besser es den Individuen geht. Und wie gut oder schlecht geht es den Individuen? Das hängt allein davon ab, wie wohl sie sich fühlen und in welchem Maße die Wünsche, die sie hegen, erfüllt sind.”


Ulla Wessels

So beginnt Ulla Wessels ihr Buch Das Gute. Die Autorin ist eine wichtige Vertreterin der analytischen, nicht-religiösen Ethik, die in Deutschland immer noch unterrepräsentiert ist. Ulla Wessels gehört dem wissenschaftlichen Beirat der Giordano Bruno Stiftung an und ist vielen durch ihre Rolle als Klägerin im Rechtsstreit um die Konkordatslehrstühle* bekannt. Lies mehr …

Wie unwahrscheinlich sind Sie?


Der Stapel der Vorfahren, aus: Richard Dawkins, The Magic of Reality (Grafik: Dave McKean)

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie existieren? Nicht etwa jemand wie Sie, etwa eine mögliche Schwester von Ihnen, sondern Sie, mit der einzigartigen genetischen Ausstattung, die Sie unverwechselbar macht? Die Wahrscheinlichkeit ist astronomisch gering, und das ist noch untertrieben. Lies mehr …

Auch Gottlose leben nicht vom Brot allein


Wir alle sind mehr oder weniger religiös, mehr oder weniger abergläubisch, mehr oder weniger in unsere Überzeugungen verliebt. Wir alle sind mehr oder weniger rational, mehr oder weniger emotional. Emotionen gelten oftmals immer noch als Gegenpol der Vernunft. Wo Gefühle sind, scheint die Duselei nicht weit. Wir, die wir uns als nicht-religiös verstehen, halten uns in dieser Hinsicht für weniger emotional und für sehr viel rationaler als Religiöse. Wir sollten aber nicht zu überheblich sein. Denn wenn wir denken, eine Rationalität ohne Emotionen sei möglich, dann sitzen wir immer noch Descartes’ Irrtum auf. Wir wissen inzwischen aber, dass es ohne das emotional gesteuerte Belohnungssystem in unserem Kopf schwierig bis unmöglich ist, eine Handlung überhaupt auszuführen, eine Entscheidung überhaupt zu treffen, eine Überzeugung überhaupt zu haben. Lies mehr …

Sie sind nichts Besonderes


Die EDGE-Frage für 2011 lautete:

“Welches wissenschaftliche Konzept würde die kognitive Ausstattung aller verbessern?”

Nach meiner Übersetzung der Antworten von Howard Gardner und Richard Dawkins hier jetzt die von P.Z. Myers:

Das Prinzip der Mittelmäßigkeit

Gerade habe ich wieder eine Einführung in Biologie gegeben, und ich muss sagen, dass ich bei der Frage nach der wesentlichen Fähigkeit, die jeder haben sollte, zuallererst an Algebra dachte. Und grundlegende Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik. Das würde jedenfalls mein Leben leichter machen. Es hat etwas schrecklich Deprimierendes, kluge Studenten stolpern zu sehen, weil ihnen grundlegende mathematische Kenntnisse fehlen, die sie in der Grundschule hätten erwerben sollen.

Aber das ist nicht genug. Grundlegende Kenntnisse in Mathematik sind ein wesentliches Werkzeug, das wir in einer wissenschaftlichen und technologischen Gesellschaft als selbstverständlich voraussetzen können sollten. Welche Idee aber sollten die Leute begreifen, um ihren Platz im Universum besser verstehen zu können?

Ich schlage das Prinzip der Mittelmäßigkeit vor. Es ist grundlegend für die Wissenschaft, und es ist auch eines der umstrittensten Konzepte, für viele Leute sehr schwer zu begreifen – und der Widerstand gegen das Prinzip der Mittelmäßigkeit ist eine der Hauptstützen für Religion und Kreationismus und Chauvinismus und gescheiterte Sozialpolitik. Es gibt sehr viele kognitive Leiden, die sauber verpackt und einfach entsorgt werden könnten, wenn nur jeder diese eine einfache Idee verstehen würde.

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Doppelblind sehen wir besser


Die EDGE-Frage für 2011: “Welches wissenschaftliche Konzept würde die kognitive Ausstattung aller verbessern?”

Einige der Antworten auf diese Frage sind wahre Kleinode, da sie wichtige Konzepte prägnant beschreiben und präzise erklären. Vor einiger Zeit habe ich hier meine Übersetzung der Antwort von Howard Gardner gepostet. Hier jetzt die Antwort von Richard Dawkins: Lies mehr …

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