Weg mit der „Jungfrau“
Die Sexismus-Debatte hat einen zentralen Aspekt vernachlässigt, nämlich den der religiös motivierten Frauenverachtung. Im Zentrum dieser systematischen Diskriminierung von Frauen liegt das Konzept der „Jungfrau“. Es ist ein Konzept der Unterdrückung, der Scham und des Hasses. Wir sollten es ersatzlos streichen. Lies mehr …
Politisch korrekt und moralisch orientierungslos
Die politische Korrektheit ist kein Instrument der Erkenntnis, sondern dient der Meinungspflege innerhalb einer Gruppe. Da sie aber die Tabuisierung auch wissenschaftlicher Hypothesen fordert, ist sie ebenso wie Religion und Esoterik der natürliche Gegner einer jeden skeptisch-säkularen Bewegung. Sollte man meinen.
Eine kulturelle Revolution braucht kein Gesetz
Der deutsche Gesetzgeber wird die Beschneidung legalisieren. Damit ist die Amputation der männlichen Vorhaut die einzige Form physischer Gewalt gegen Kinder, die im 21. Jahrhundert in Deutschland ausdrücklich zugelassen wird. Die Debatte wird das Gesetz allerdings nicht beenden, denn es stellt sich gegen einen mächtigen Menschheitstrend, gegen den es aber letzten Endes machtlos ist. Lies mehr …
PID – die religiöse Indikation
Bei Facebook war zu folgendem Bild der Kommentar zu lesen: „Bringt sie bloß nicht auf Ideen!“ Mich hat das Bild allerdings auf eine Idee für eine kleine Science-Fiction-Geschichte gebracht. Dass daraus einmal Science werden könnte, ist aber unwahrscheinlich. Allerdings dürften die Hürden weniger wissenschaftlicher oder technologischer, als vielmehr sozialer, oder genauer: religiöser Natur sein.
Bleibt bei der eigenen Sache!
Dieser Artikel ist zuerst auf der Seite der Zeitschrift diesseits erschienen. Er ist eine Antwort auf den Kommentar von Sigrun Stoellger und Holger Fehmel, Die Beschneidungsdebatte – Eine Kritik in eigener Sache, in dem sie die Beschneidungsgegner zu einem gemäßigten Ton und zu mehr Besonnenheit aufgerufen haben.
Beschneidung gegen Sex: Unser jüdisch-christliches Erbe
Ist guter Sex für uns ein wichtiger, ein zentraler Wert? Viele würden spontan Ja sagen. Es ist nicht mehr anstößig, zuzugeben, dass einem Sex wichtig ist. Es gibt unzählige Ratgeber für guten Sex, Verhütungsmittel werden inzwischen über der Ladentheke verkauft. Allerdings zeigt genau diese Diskussion über die Beschneidung, dass wir immer noch tief beeinflusst sind von einer Tradition, die den Körper allgemein geringschätzt und den Sex insbesondere verteufelt.
Beschneidung gegen HIV: Des Kaisers neues Kondom
In allen Diskussionen zum Thema Beschneidung taucht unweigerlich irgendwann das Argument der Befürworter auf, dass selbst die WHO die Beschneidung als Präventionsmaßnahme gegen Aids empfehle. Diese Empfehlung ist allerdings nicht unumstritten. Sie stützt sich auf Studien, denen schwere Mängel attestiert wurden. Darüber hinaus ist dieses Argument in der aktuellen Debatte über das Kölner Beschneidungsurteil allenfalls von rhetorischem Wert, denn auch die WHO empfiehlt nicht die Säuglingsbeschneidung, sondern nur die freiwillige Beschneidung einwilligungsfähiger Männer.
Seit Jahrtausenden: Tradition als Argument
Diesen Artikel habe ich schon vor einiger Zeit unter dem Titel „Das war schon immer so“ veröffentlicht, aber durch die Debatte um das Kölner Beschneidungsurteil (hier im Wortlaut) ist er wieder hochaktuell geworden. Daher bringe ich ihn hier – leicht gekürzt und aktualisiert – noch mal. Denn die Richterschelte, die aus dem gesamten religiös-politischen Spektrum kommt, beruft sich fast ausschließlich auf das Argument aus der Tradition. Am deutlichsten bei Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland: „Diese Rechtssprechung ist ein unerhörter und unsensibler Akt. Die Beschneidung von neugeborenen Jungen ist fester Bestandteil der jüdischen Religion und wird seit Jahrtausenden weltweit praktiziert.“
Ein Wort zu dem impliziten Vorwurf, Beschneidungskritiker seien automatisch Antisemiten: Ein Antisemit ist jemand, der Juden Schaden zufügen will, weil sie Juden sind. Beschneidungskritiker kritisieren, dass Kindern aus traditionell-religiösen Gründen Schaden zugefügt wird, weil sie Kinder sind. Judentum oder Islam kommen in dieser Kritik gar nicht vor. Es geht nicht um Religion, es geht um die Kinder. Lies mehr …
Ich weiß nicht, was ich wollen soll
Bas Kast hat mit Ich weiß nicht, was ich wollen soll ein Buch über die Schattenseiten von Freiheit und Wohlstand geschrieben. Er schöpft dabei aus einer Fülle von Statistiken, Analysen und Studien aus Psychologie, Hirnforschung, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Das Buch ist ein sehr inspirierender Beitrag zu der ewigen Debatte, was ein gutes und gelungenes Leben ausmacht. Es ist spannend und überraschend leicht zu lesen, trotz der Fülle an relevanten Statistiken und Daten, ganz so, wie es die Leser der früheren Bücher von Bas Kast gewohnt sind.
Bas Kast ist Autor mehrerer populärwissenschaftlicher Bestseller, darunter Die Liebe oder wie sich Leidenschaft erklärt und Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft.
Ich habe mich mit dem Autor über das Buch unterhalten.
Sam Harris über das Leben ohne freien Willen
Die Freiheit unseres Willens ist eine metaphysische Illusion. In seinem Buch Free Will lotet Sam Harris die Konsequenzen aus dieser Tatsache aus. Sein Fazit: Wir können gelassener darauf reagieren, als viele meinen.









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