Ethik ohne Wunschdenken
“Wie gut oder schlecht ist eine Welt? Das hängt allein davon ab, wie gut oder schlecht es den Individuen in der Welt geht. Die Welt ist umso besser, je besser es den Individuen geht. Und wie gut oder schlecht geht es den Individuen? Das hängt allein davon ab, wie wohl sie sich fühlen und in welchem Maße die Wünsche, die sie hegen, erfüllt sind.”
So beginnt Ulla Wessels ihr Buch Das Gute. Die Autorin ist eine wichtige Vertreterin der analytischen, nicht-religiösen Ethik, die in Deutschland immer noch unterrepräsentiert ist. Ulla Wessels gehört dem wissenschaftlichen Beirat der Giordano Bruno Stiftung an und ist vielen durch ihre Rolle als Klägerin im Rechtsstreit um die Konkordatslehrstühle* bekannt. Lies mehr …
Illusionen und Pubertät

So könnte es aussehen, wenn unsere Sonne zum roten Riesen wird (Allerdings aus der sicheren Entfernung von 2000 Lichtjahren)
Unser wissenschaftliches Weltbild legt nahe, dass das Leben mit dem Tod endet. Es gibt keine Evidenz für ein weiteres Leben danach. Es legt außerdem nahe, dass die Sonne in einigen Milliarden Jahren explodieren und unter anderem die Erde zerstören wird. Alles, was wir und die (bestenfalls) unzähligen Generationen nach uns bis dahin erreicht haben werden, alles, wofür wir gekämpft und gelitten haben werden, wofür wir gestorben sein werden, all das wird vernichtet sein.
Für viele Menschen ist dies eine schwer erträgliche Vorstellung. Lies mehr …



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