Tag-Archiv | Rhetorik

Das war schon immer so

Bayrisches Brauchtum am 1. Mai

Warum haben Traditionen eigentlich einen so guten Ruf? Ja, ich weiß, Traditionen und Rituale strukturieren das Leben und reduzieren seine Komplexität. Es ist prima, wenn man sich auskennt. Ich bestreite nicht ihren Nutzen bei der Organisation des Lebens für Individuen und Gruppen. Aber welchen Wert haben sie für Erkenntnis und Ethik? Welchen erkenntnistheoretischen Wert haben Argumente, in denen die Tradition als Evidenz angeführt wird? Und welchen moralischen Wert haben Traditionen, wenn es um die Güterabwägung mit anderen Werten geht? Allgemein werden beide sehr hoch eingeschätzt. Meine These ist, dass sie gegen Null gehen.

Berliner Brauchtum am 1. Mai

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Ein Bumerang namens Shakespeare

Wussten Sie schon, dass die Erwähnung von Shakespeare nicht nur das Herz von Anglisten oder Theaterfans höher schlagen lässt? Wenn Skeptiker „Shakespeare“ sagen, rollen sie oft mit den Augen, seufzen tief und wirken ähnlich entmutigt wie Sisyphus, dem gerade wieder der Stein den Berg runtergekullert ist. Denn Shakespeare war nicht nur der größte Dichter aller Zeiten, sondern steht auch als Kurzform für ein besonderes Argument, das der Kritik von Ignoranz, Engstirnigkeit und Größenwahn dienen soll. Es ist jedoch ein rhetorischer Bumerang, denn obwohl die Behauptung, die gemacht wird, völlig richtig ist, hat es die besondere Eigenschaft, dass derjenige, der es vorbringt, sich damit selbst als genau das entlarvt, nämlich als ignorant, engstirnig und größenwahnsinnig.

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Lohnt die Diskussion?

Bevor Ihr anfangt, Euch zu streiten, solltet Ihr Euch diesen Flowchart anschauen. Er zeigt eine Checkliste für Diskussionen und Debatten zum Thema Religion. Sie kann jedoch für alle Themen gelten, die den Diskutanten lieb und teuer sind. Diskussionen können damit vorab auf den Faktor Zeitverschwendung geprüft werden. Lies mehr …

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