Ethik ohne Wunschdenken
“Wie gut oder schlecht ist eine Welt? Das hängt allein davon ab, wie gut oder schlecht es den Individuen in der Welt geht. Die Welt ist umso besser, je besser es den Individuen geht. Und wie gut oder schlecht geht es den Individuen? Das hängt allein davon ab, wie wohl sie sich fühlen und in welchem Maße die Wünsche, die sie hegen, erfüllt sind.”
So beginnt Ulla Wessels ihr Buch Das Gute. Die Autorin ist eine wichtige Vertreterin der analytischen, nicht-religiösen Ethik, die in Deutschland immer noch unterrepräsentiert ist. Ulla Wessels gehört dem wissenschaftlichen Beirat der Giordano Bruno Stiftung an und ist vielen durch ihre Rolle als Klägerin im Rechtsstreit um die Konkordatslehrstühle* bekannt. Lies mehr …
Angst vor der Ungleichheit
Starten wir alle als unbeschriebene Blätter ins Leben? Es sieht nicht so aus. Aber trotzdem hält sich diese Illusion hartnäckig, vor allem aus Angst um die Grundlagen unserer Moral. Aber unsere Moral hängt nicht ab von Erkenntnissen der Genetik. Lies mehr …
Gilad Shalit und der Wert des Einzelnen

Den Medien wird oft vorgeworfen, sie würden Menschen in westlichen Demokratien höher gewichten als Menschen in der islamischen Welt. Aber auch die islamische Welt selbst scheint das zu tun. Das legt zumindest der zwischen Israel und der Hamas frei ausgehandelte Austausch des israelischen Soldaten Gilad Shalit gegen 1027 palästinensische Gefangene nahe. Lies mehr …
Das war schon immer so

Bayrisches Brauchtum am 1. Mai
Warum haben Traditionen eigentlich einen so guten Ruf? Ja, ich weiß, Traditionen und Rituale strukturieren das Leben und reduzieren seine Komplexität. Es ist prima, wenn man sich auskennt. Ich bestreite nicht ihren Nutzen bei der Organisation des Lebens für Individuen und Gruppen. Aber welchen Wert haben sie für Erkenntnis und Ethik? Welchen erkenntnistheoretischen Wert haben Argumente, in denen die Tradition als Evidenz angeführt wird? Und welchen moralischen Wert haben Traditionen, wenn es um die Güterabwägung mit anderen Werten geht? Allgemein werden beide sehr hoch eingeschätzt. Meine These ist, dass sie gegen Null gehen.

Berliner Brauchtum am 1. Mai
Labore zu Gebetsräumen
In den USA, einem Mutterland der Demokratie, sehen wir derzeit die Grenzen der Demokratie. Die politische Landschaft der USA entwickelt sich immer mehr zu einer grotesken Tragikomödie. Die Tea-Party-Bewegung ist eng mit der Kreationismus-Bewegung verbunden. Der Kreationismus ist eine Lachnummer, aber wenn immer mehr kreationistische Clowns zu führenden Politikern werden, dann hat das Land ein ernstes Problem. Und da es – immer noch – die führende Nation in Technologie und Wissenschaft ist, könnte uns allen sehr bald schon das Lachen im Halse stecken bleiben.



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