Tag-Archiv | Übersetzung

Warum Sam Harris kein Atheist sein will


Über Twitter erreichte mich der Hinweis auf einen Vortrag von Sam Harris aus dem Jahr 2007, in dem er ähnliche Gedanken formulierte wie ich in meinem letzten Artikel. Ich kannte diesen Vortrag noch nicht (erstaunlicherweise, aber viele Leser werden das Gefühl kennen, dass wir inzwischen auch ein zweites Leben nur mit interessanten Vorträgen auf Youtube verbringen könnten). Weil er thematisch so gut passt, möchte ich ihn hier vorstellen. Hier ist ein Transkript„The Problem with Atheism“. Daraus im Folgenden einige Passagen in meiner Übersetzung. Lies mehr …

Würden Sie Ihrem Gott Ihr Kind opfern?


Religiöse Zumutungen sind nicht so harmlos, wie es in der Debatte um Zwangsbeschneidungen ständig behauptet wird und wie es religiöse Nostalgiker gern hätten. Der Preis für eine religiöse Moral ist hoch.

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Die erstaunlichste Tatsache


Neil deGrasse Tyson antwortet auf die Frage, was für ihn die erstaunlichste Tatsache über das Universum sei.

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Thank Goodness – Güte sei Dank!


Daniel C. Dennett, Philosoph, Kognitions- und Religionsforscher, wäre vor 5 Jahren an einem Riss in seiner Aorta beinahe gestorben. Nach seiner Rettung hat er den folgenden Text verfasst, eine Eloge an die moderne Medizin und die Wissenschaft, und eine Zurechtweisung all derjenigen, die für das Gute in der Welt immer noch Kräften außerhalb der Welt danken wollen, und dadurch eben dieses Gute auf subtile Weise unterminieren.

Seit einiger Zeit schon hatte ich vor, diesen Text für diesen Blog zu übersetzen. Jetzt, zu Thanksgiving, passt er recht gut. Er drückt das, worum es auch hier in vielen Postings geht, beispielhaft, klar und pointiert aus. Und es gelingt ihm, einen entscheidenden Punkt deutlich herauszustellen: Die Moral der säkularen wissenschaftlichen Medizin ist der Moral der Religionen haushoch überlegen.

Der Text ist etwas länger als ein typisches Blog-Posting, aber das Lesen lohnt sich! Für diejenigen, die trotzdem nicht so viel Zeit investieren möchten, hier die Highlights:

[...] während Religionen einem guten Zweck dienen mögen, indem sie es vielen Menschen ermöglichen, mit dem moralischen Niveau, das diese erreichen können, zufrieden zu sein, so legt doch keine Religion an ihre Mitglieder die hohen Standards moralischer Verantwortung an, wie sie in der säkularen Welt von Wissenschaft und Medizin gelten! [...]

Aber ich mache keine Witze, wenn ich sage, dass ich meinen Freunden verzeihen musste, die sagten, sie hätten für mich gebetet. Ich widerstand der Versuchung zu antworten: “Danke, ich schätze das, aber hast Du auch eine Ziege geopfert?” [...]

Das Beste daran, wenn wir Güte sei Dank anstatt Gott sei Dank sagen, ist, dass es wirklich viele Möglichkeiten gibt, unsere Schuld dem Guten gegenüber zurückzuzahlen – indem wir dazu beitragen, dass es mehr davon gibt, zum Vorteil all derer, die nach uns kommen. Das Gute nimmt viele Formen an, nicht nur die von Medizin und Wissenschaft. [...] Güte sei Dank für frisches Trinkwasser aus der Leitung und für das Essen auf unserem Tisch. [...]

Ich ziehe wirklich Gutes symbolisch Gutem vor. [...]

Auf lange Sicht, so glaube ich, können wir von religiösen Menschen verlangen, dass sie sich an den gleichen hohen moralischen Standards messen lassen wie die säkularen Menschen in Wissenschaft und Medizin.

Thank Goodness für diesen Text! Thank Goodness für Daniel C. Dennett. Lies mehr …

Sie sind nichts Besonderes


Die EDGE-Frage für 2011 lautete:

“Welches wissenschaftliche Konzept würde die kognitive Ausstattung aller verbessern?”

Nach meiner Übersetzung der Antworten von Howard Gardner und Richard Dawkins hier jetzt die von P.Z. Myers:

Das Prinzip der Mittelmäßigkeit

Gerade habe ich wieder eine Einführung in Biologie gegeben, und ich muss sagen, dass ich bei der Frage nach der wesentlichen Fähigkeit, die jeder haben sollte, zuallererst an Algebra dachte. Und grundlegende Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik. Das würde jedenfalls mein Leben leichter machen. Es hat etwas schrecklich Deprimierendes, kluge Studenten stolpern zu sehen, weil ihnen grundlegende mathematische Kenntnisse fehlen, die sie in der Grundschule hätten erwerben sollen.

Aber das ist nicht genug. Grundlegende Kenntnisse in Mathematik sind ein wesentliches Werkzeug, das wir in einer wissenschaftlichen und technologischen Gesellschaft als selbstverständlich voraussetzen können sollten. Welche Idee aber sollten die Leute begreifen, um ihren Platz im Universum besser verstehen zu können?

Ich schlage das Prinzip der Mittelmäßigkeit vor. Es ist grundlegend für die Wissenschaft, und es ist auch eines der umstrittensten Konzepte, für viele Leute sehr schwer zu begreifen – und der Widerstand gegen das Prinzip der Mittelmäßigkeit ist eine der Hauptstützen für Religion und Kreationismus und Chauvinismus und gescheiterte Sozialpolitik. Es gibt sehr viele kognitive Leiden, die sauber verpackt und einfach entsorgt werden könnten, wenn nur jeder diese eine einfache Idee verstehen würde.

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Homöo-Leaks


Dies ist der dringende Appell einer britischen Homöopathin an ihre Zunft, neue Regulierungen zu verhindern, die ihnen das Praktizieren erschweren würden.

Es handelt sich natürlich um ein eigentlich geheimes Lobby-Dokument (das Ben Goldacre dankenswerterweise veröffentlicht hat, unter der Überschrift: „Homöopathen sind immer dann am unterhaltsamsten, wenn sie ehrlich zu sich selbst sind“). Die Absenderin, Ms. Dooley, sollte sich aber nicht wundern, dass ihr Schreiben an die Öffentlichkeit gelangte, da sie nach eigener Aussage eine “ganze Woche damit [zubrachte], alle und jeden damit zuzuspammen”. Aber vielleicht gibt es in der Welt der Homöopathie auch ein Gesetz, nach dem ein Dokument umso geheimer bleibt, je weiter es verbreitet wird?!

Meine Übersetzung, [meine Anmerkungen in eckigen Klammern], Hervorhebung von Ben Goldacre. Ach ja, und diesmal ist es kein Witz, und wenn doch, stammt er nicht von mir.

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Doppelblind sehen wir besser


Die EDGE-Frage für 2011: “Welches wissenschaftliche Konzept würde die kognitive Ausstattung aller verbessern?”

Einige der Antworten auf diese Frage sind wahre Kleinode, da sie wichtige Konzepte prägnant beschreiben und präzise erklären. Vor einiger Zeit habe ich hier meine Übersetzung der Antwort von Howard Gardner gepostet. Hier jetzt die Antwort von Richard Dawkins: Lies mehr …

Immun gegen Homöopathie in 12 Schritten


Hier sind 12 Punkte zur Homöopathie, die sich gut eignen als argumentatives Futter für fruchtlose Diskussionen mit Gläubigen, mehr noch aber für Gespräche mit ahnungslosen Passanten, die eher ungläubig schauen, wenn man ihnen erzählt, dass an homöopathischen Mittelchen „nix drin und nix dran“ sein soll. „Wie?! Aber das verkaufen die doch in der Apotheke!?!“ Ja, vielleicht helfen diese Punkte ja auch der einen oder anderen Apothekerin, die „immer wieder gute Erfahrungen mit der Homöopathie“ gemacht hat. Lies mehr …

Wie würden Sie Ihren Standpunkt widerlegen?!


Die EDGE Foundation versammelt einige der interessantesten Köpfe der Welt. Seit einigen Jahren stellt sie jedes Jahr eine Frage, die dann von all diesen Geistesgrößen kurz und knapp beantwortet wird. Die EDGE-Frage für 2011 lautet:

“Welches wissenschaftliche Konzept würde die kognitive Ausstattung aller verbessern?”

Die Antworten von 164 Wissenschaftlern sind jetzt online. Hier ist meine Übersetzung der Antwort von Howard Gardner: Lies mehr …

„Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann“


Dieses Posting ist geklaut. Es ist meine Übersetzung eines Artikels von Dale McGowan - dessen Blog The Meming of Life für mich die erste Adresse ist für Fragen der Erziehung in Bezug auf Religion. Er hat zwei Bücher herausgebracht, neben seinem Blog weitere großartige Informationsquellen für alle nicht-religiösen Eltern und Erzieher: Parenting Beyond Belief und Raising Freethinkers. Dieser Text erscheint auch in „Parenting Beyond Belief“ als Teil einer Kontroverse zu der Frage, wie nicht-religiöse Familien mit dem Mythos Weihnachtsmann umgehen sollten. Lies mehr …

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