Gender Gaps und Pay Gaps


Vor einigen Tagen wurde wieder der Equal Pay Day begangen. Ist der Gender Pay Gap eine Folge sexistischer Diskriminierung? Oder ist er die Folge von Entscheidungen, die Frauen und Männer autonom treffen? Wenn ja, taugt er dann immer noch als Skandal?

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Der Gender Pay Gap widerspricht Prinzipien der Marktwirtschaft

Es sind wenig überraschend vor allem die linken Parteien, die den Gender Pay Gap als Problem erkannt haben. Also genau die Parteien, die den Kapitalismus als gewissenlose Hure zeichnen, der es immer nur ums Geld geht; Firmensitze wandern ab in Niedrigsteuerländer, Fabriken dorthin, wo die niedrigsten Umweltstandards gelten, Arbeitsplätze werden in Niedriglohnländer verschoben. Aber wenn die These vom diskriminierenden Gender Pay Gap stimmte, dann wären die kapitalistischen Kernländer ja schon zur Hälfte Niedriglohnländer. Wenn Männer immer teurer wären, müssten die meisten inzwischen arbeitslos sein.

Wenn Frauen tatsächlich bei gleicher oder besserer Qualifikation, bei gleicher oder höherer Leistung und Motivation billiger wären, dann wären alle Führungsetagen, in denen nun wirklich Geld verdient wird, voller Frauen. Das ist aber nicht der Fall. Es muss hier also eine Ausnahme von einem universellen gnadenlosen Prinzip des Kapitalismus vermutet werden. Gleich hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, die genauso viel für das Unternehmen leisten, aber 25% weniger kosten, wären ein gigantischer Wettbewerbsvorteil für jedes Unternehmen. Ein Gender Pay Gap als Ergebnis von Diskriminierung würde also eine Absprache in der gesamten Wirtschaft voraussetzen, dass hier das Prinzip der Profitmaximierung auszusetzen sei. Eine solche Absprache widerspräche jeder marktwirtschaftlichen Vernunft. Der Gender Pay Gap ist also eine feministische Verschwörungstheorie.

Gender Pay Gap wäre Wettbewerbsvorteil für Frauen

1561_A4_Email_Poster.inddEinerseits will die feministische Politik über Quoten mehr Frauen in lukrative Sektoren oder in Führungspositionen befördern, andererseits aber möchte sie eine echte Chance dafür nicht nutzen. Denn das wäre ein solcher Pay Gap. Würde der Feminismus marktwirtschaftlich denken, wäre er entzückt über einen Wettbewerbsvorteil, den nur Frauen haben. Mit dem Pfund, 25% weniger zu kosten, könnte jede Frau selbstbewusst im Vorstellungsgespräch auftrumpfen. Hätte sie dann den Job, könnte sie ihren Pay Gap durch Leistung und Verhandlung nach und nach schließen. Aber der Feminismus denkt nicht marktwirtschaftlich, sondern moralistisch und sozialistisch.

Pay Gaps, wohin man schaut

Der Gender Pay Gap als Skandal profitiert stark von der Availability Bias, der Verfügbarkeitsheuristik. Das ist der Denkfehler, der uns die verlorenen Schlüssel unter der Laterne suchen lässt, nicht weil wir sie dort verloren hätten, sondern weil es dort heller ist. Das Merkmal Geschlecht ist in allen Lohn- und Gehaltsstatistiken ausgewiesen. Es ist einfach, darauf zurückzugreifen. Aber wenn wir nicht vorher die Gehaltsunterschiede unabhängig vom Geschlecht analysieren, sagen die Unterschiede zwischen den Geschlechtergruppen eher wenig aus.

So verdienen in vielen Branchen ältere Menschen deutlich besser als jüngere. Das ist der Age Pay Gap. In anderen verdienen attraktive Menschen mehr als weniger attraktive, wenn sie überhaupt in solchen Branchen arbeiten können. Look oder Beauty Pay Gap. Extrovertierte Menschen haben es in vielen Berufen einfacher. Wer nicht geschickt und selbstbewusst verhandeln kann, wird weniger verdienen, unabhängig vom Geschlecht. Personality Pay Gap. Und der wichtigste Pay Gap besteht wohl zwischen Karrieristen und Nicht-Karrieristen, also zwischen Menschen, die ihrer Karriere und der Steigerung ihres Marktwerts alles andere unterordnen, und solchen Menschen, die in ihrem Leben nicht nur Karriere machen wollen. Commitment Pay GapPay Gaps, wohin man schaut!

Gender Gaps, wohin man schaut

Es gibt nicht nur Pay Gaps zwischen allen möglichen definierbaren Gruppen, sondern auch unzählige Unterschiede zwischen den GeschlechternGender Gaps. So sind weibliche Autisten sehr viel seltener als männliche. Gender Autism Gap. Männer sind häufiger aggressiv und antisozial. Gender Jerk Gap. Allerdings ist der größte Gender Gap wohl der zwischen Mutter und Vater. Die hormonellen Veränderungen durch Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit wirken sich auf die Präferenz- und Motivationsstrukturen von Frauen anders und intensiver aus. Und diese Unterschiede verschwinden nicht, indem man sie tabuisiert oder sprachliche Strukturen zerstört. Frauen können (noch) nicht entscheiden, ob sie bei der Geburt ihres Kindes dabei sein wollen, oder ob sie stattdessen vielleicht doch lieber dieses total wichtige Jobprojekt in trockene Tücher bringen sollten. Das Gender Mainstreaming steckt in der Sackgasse, solange die Frau nicht von der Reproduktion getrennt wird (wie z.B. in diesem Szenario, in dem es um künstliche und vor allem externe Gebärmütter geht). Dieser Gender Birth Gap bleibt der Skandal einer jeden Gleichstellungsutopie.

Natürlich sind all diese Gaps – bis auf den Gender Birth Gap – eher statistischer Natur. Aber das gilt eben auch für den Gender Pay Gap. Es werden nicht einzelne Frauen schlechter bezahlt, weil sie Frauen sind, sondern Frauen treffen zumeist berufliche und private Entscheidungen, die zur Folge haben, dass sie im statistischen Mittel weniger verdienen als Männer. Es ist also zwar richtig, dass Frauen weniger verdienen als Männer, aber insofern dies keine Folge von Diskriminierung ist, ist der Gender Pay Gap kein Skandal.

„Hört endlich auf, Euch wie Frauen zu verhalten!“

In einem bemerkenswerten Kommentar in der taz hat die Feministin Heide Oestreich dies vor kurzem zugegeben

[Die] GleichstellungskritikerInnen […] vertreten die These, dass der Pay Gap gar kein Skandal sei. Schließlich würden die Frauen freiwillig in schlechter bezahlten Berufen und in Teilzeit arbeiten.

Das ist wahr und das muss auch immer bedacht werden.

Frauen verdienen tatsächlich weniger, weil sie freiwillig entweder weniger arbeiten oder meist – ebenfalls freiwillig – in Berufen arbeiten, in denen auch Männer weniger verdienen als andere Männer in anderen Berufen. Beides müsste dem Gender Pay Gap eigentlich den Skandalstachel nehmen. Aber das will Frau Oestreich nicht. Sie will das Problem retten: 

Dagegen ist nichts zu sagen, außer: es hilft gar nicht weiter. Weiter hilft zu gucken, wie diese ganzen autonomen Entscheidungen der Frauen ein System ergeben. Und wie sie in diesem System abgewertet werden.

Tragisch: Frauen entscheiden einzeln autonom, aber in der Summe erschaffen sie ein System, das sie abwertet.

Es ist gut, wenn die Autonomie der Frauen betont wird. Noch besser ist es, wenn diese autonomen Frauen sich zusammen tun, das System durchschauen und etwas dagegen tun.

Aber durchschaut ist das System ja bereits! Es ist das „Ergebnis autonomer Entscheidungen von Frauen“! Es liegt damit auf der Hand, wer allein dieses System nur ändern könnte: Frauen, die autonom andere Entscheidungen treffen. Wie könnten solche Entscheidungen aussehen?

Nun, Frauen könnten vermehrt Fächer studieren, die ihnen weniger liegen. Sie könnten stärker um Karrieren kämpfen, in denen sie weniger zufrieden sind. Sie müssten dafür endlich den Ehrgeiz entwickeln, der ihnen offensichtlich bislang noch fehlt. Und sie könnten aufhören, sich für ihre Familien und Kinder so verantwortlich zu fühlen, wie sie es heute noch tun.

Wenn Frauen endlich aufhören würden, sich wie Frauen zu verhalten, wie Frauen zu wünschen, zu entscheiden, zu studieren, zu arbeiten, dann wäre der Gender Pay Gap endlich Geschichte. Es liegt an Euch, Ihr Frauen! Falls Euch dieses Ziel nicht wichtig genug erscheint, um die zentralen Präferenzen in Eurem Leben zu ändern, dann überprüft sie noch mal! Immerhin geht es um Geld. Und um finanzielle Gleichstellung mit den Männern in der Statistik. Was könnte wichtiger sein?!

Wem nützt Religionsfreiheit?


Zu den Grund- und Menschenrechten zählt auch die Religionsfreiheit. Der einzelne Gläubige aber profitiert neben seinen Grundfreiheiten auf Glauben, Meinungsäußerung, Versammlung und Vereinigung kaum von einem gesonderten Grundrecht auf Religionsfreiheit. Die Religionsgemeinschaften schon.

François Dubois, Bartholomäusnacht 1572

François Dubois, Bartholomäusnacht 1572

Das Grundrecht auf Religionsfreiheit erscheint uns als wichtig und zentral. Das wird verständlich, wenn wir einen Blick in die Geschichte werfen. Religion und der Zwang zur Religion waren der Grund für unzählige Morde, Pogrome, Kriege, Genozide. Die Menschen sind zu allen Zeiten bereitwillig für ihre Religion oder Konfession in den Krieg gezogen, sind für sie gestorben und haben in ihrem Namen bestialische Verbrechen begangen. Die Phrase, die wir heute von Islamapologeten ad nauseam zu hören bekommen – „Das hat alles nichts mit Religion zu tun“ – hätten diese Menschen als gröbste Beleidigung empfunden. Nur die Religion konnte sowohl die erbrachten Opfer als auch die begangenen Verbrechen rechtfertigen.

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Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789

Es ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Aufklärung, dass sie Gesellschaften hervorgebracht hat, die wirklich jedem Individuum die Freiheit garantieren, zu glauben, was immer es möchte. Nachdem die Bill of Rights 1689 in England das Ende der religiös begründeten Monarchie einläutete, formulierten die USA und Frankreich im 18. Jahrhundert die Menschenrechte. Selbstverständlicher Bestandteil der amerikanischen „Bill of Rights“ war die explizite Erwähnung der Religionsfreiheit als Grundrecht, neben der Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit. 1789 stellt die französische Nationalversammlung in der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte fest:

Niemand soll wegen seiner Anschauungen, selbst religiöser Art, belangt werden, solange deren Äußerung nicht die durch das Gesetz begründete öffentliche Ordnung stört.

Wenn wir Ockhams Rasiermesser auf die Grund- und Menschenrechte anwenden, dann scheint ihm die Religionsfreiheit als redundanter Zusatz zum Opfer zu fallen. Denn wenn jedes Individuum die Freiheit genießt, zu glauben und zu sagen, was es möchte, sich mit Gleichgesinnten zu versammeln und mit ihnen Vereine, Körperschaften und Parteien zu gründen, zu jedem beliebigen Thema, zu jeder beliebigen Ausformung menschlichen Interesses, mit jeder beliebigen Satzung, dann können auch Religionen gepflegt und gelebt werden, es können neue Religionen, Sekten und Kulte gegründet und Glaubensbekenntnisse verkündet werden. Das Individuum braucht das Grundrecht auf freie Ausübung seiner Religion offenbar nicht. Denn dieses Grundrecht scheint sich vollständig aus seinen anderen Grundrechten zu ergeben.

Aber ist es nicht per se gut, möglichst viele Grundrechte zu haben? Nicht unbedingt. Zwischen den Grundrechten kann es zu Konflikten kommen. Die Erklärung der Menschenrechte und auch das Grundgesetz berücksichtigen den Kompromisscharakter der Grundrechte bereits in den Formulierungen. So heißt es zum Beispiel in Artikel 2, Absatz 1 des Grundgesetzes:

„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt […].“

Der einfache, im Grunde unkontroverse Grundsatz des gesunden Menschenverstands, dass meine Rechte und Freiheiten ihre Grenzen in den Rechten und Freiheiten der anderen finden, ist also ausdrücklicher Bestandteil unserer Grundrechte. Die Probleme mit dem Grundrecht auf Religionsfreiheit entstehen jetzt natürlich dadurch, dass Religionen ganz eigene Vorstellungen darüber haben, was Recht und Gesetz ist, und dass sie von Hause aus wenig kompromissbereit sind.

Wenn die Probleme, die durch Konflikte zwischen den einzelnen Rechten entstehen, lösbar sind, dann vor allem deshalb, weil sie alle die gleiche „metaphysische“ Herkunft haben: Sie alle sind vollkommen immanente, menschliche Konstruktionen, als solche möglicherweise fehlerhaft – und notwendigerweise vorläufig. Sie können und dürfen kritisiert und müssen gegebenenfalls geändert werden. Damit sind sie das exakte Gegenteil von religiösen Geboten und Gesetzen. Deren Ursprung nämlich gilt als vollkommen transzendent, unmenschlich (im Sinne von übermenschlich), sie sind unverrückbar, unwandelbar – und jede Kritik an ihnen ist ein Akt der Blasphemie.

Wenn wir über die Grundrechte hinaus, die für ein Leben in Freiheit erforderlich sind, noch die Freiheit der Religion als gesondertes Grundrecht aufzählen, dann gestehen wir – bereits formal – dieser einen Ausformung menschlicher Interessen implizit das Gewicht zu, das sie ihrer Natur gemäß sich selbst bereits anmaßt. Denn wir kennen keine besondere Freiheit etwa zum Theaterspiel oder zum Karneval. So wird die historische Zwangsläufigkeit, dass Religionsfreiheit ausdrücklicher Teil unserer Grundrechte ist, schnell missverstanden als besondere Auszeichnung der Religion vor allen anderen Interessen, die Menschen haben und die ihnen auch sehr wichtig sein können. Dieses Missverständnis trägt dazu bei, dass sich religiöse Gruppen derart aufspielen und wichtig nehmen, dass sie sich erdreisten, ihre Regeln und Gebote für alle verbindlich durchsetzen zu wollen, und dass staatliche Stellen ihnen nicht entschieden entgegentreten, sondern ganz im Gegenteil diesem Druck immer wieder nachgeben.

Das Grundrecht auf Religionsfreiheit ist – wie jedes Grundrecht – ein Individualrecht. Als solches wäre es, wie gesehen, redundant. Als solches würde es wie selbstverständlich seine Grenzen an den anderen Grundrechten finden. Aber es wird nicht als solches verstanden. Dort, wo Religion übergriffig wird, dort ist auch die Berufung auf die Religionsfreiheit nicht weit. Dort, wo es zu Konflikten mit den übrigen Grundrechten kommt, sind es die Religionsgemeinschaften, die davon profitieren.

Zu diesen Konflikten kommt es vor allem am Übergang der Generationen. Eltern möchten ihre Kinder im Sinne ihrer Religion prägen, sogar markieren, religiöse Gruppen möchten ihre fantastischen Überzeugungen Kindern möglichst früh als Wahrheiten vermitteln.

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Jeder darf alles glauben und alles frei äußern, aber wenn es um Kinder in einem prägenden Alter geht, haben wir strenge Regeln. Würde ein Lehrer den Kindern etwa die Geschichte aus den Matrix-Filmen – also dass wir in einer gigantischen Simulation leben und in Wahrheit von Maschinen als Ressourcen genutzt werden – als wahr vermitteln und Neo als Messias anpreisen wollen, würden Eltern sich wohl dagegen wehren. Auch einen Messias namens Harry Potter würden sie kaum als Bildungsinhalt akzeptieren. (Obwohl beide Geschichten strukturelle Ähnlichkeiten zum christlichen Mythos aufweisen.) Sie würden zurecht darauf verweisen, dass die Vermittlung von fantastischen Inhalten als Wahrheit in einem Alter, in dem Kinder dazu neigen, alles zu glauben, was Erwachsene ihnen erzählen, gegen das Recht ihrer Kinder auf freie Entfaltung der Persönlichkeit verstößt (siehe oben, GG, Art. 2). Die Meinungsfreiheit erstreckt sich nicht auf die Indoktrination von Kindern. Dazu braucht es die Religionsfreiheit.

Auch in der Beschneidungsdebatte wurde deutlich, dass die Religionsfreiheit als ein Recht ganz besonderer Art verstanden wird. In einem Konflikt zwischen zwei individuellen Grundrechten hätte ein bloß individuelles Recht auf Ausübung kultischer Handlungen keine Chance gehabt. Dann nämlich stünde das Recht eines Einzelnen, seine Religion frei auszuüben, dem Recht eines anderen Einzelnen gegenüber, alle Körperteile behalten zu dürfen. Auch das Erziehungsrecht der Eltern, denen nicht mal mehr der „harmlose Klaps“ zugestanden wird, wäre hier chancenlos gewesen. Dazu braucht es die Religionsfreiheit.

Als Individualrecht erscheint das Recht auf Religionsfreiheit redundant. Faktisch aber wird es nicht als bloßes Individualrecht interpretiert. Religiöse Körperschaften machen sich eine kollektivistische Interpretation eines individuell geltenden Grundrechts zunutze. An der Schnittstelle der Generationen dient das Grundrecht auf Religionsfreiheit der Erhaltung religiöser Traditionen und Überzeugungen, in dem es vor allem die Grundrechte von Kindern systematisch außer Kraft setzt.

Wir sind nicht Charlie Héros!


Nach dem islamfaschistischen Terroranschlag auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo hat sich schnell der Slogan „Je suis Charlie“ zum Ausdruck der Solidarisierung mit den Opfern durchgesetzt. Sympathisch zwar, aber eine Anmaßung.  Lies mehr …

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