Vom Hoerster zum Paulus


Die Piusbrüder, kath.net, das Bistum Regensburg etc. bejubeln dieser Tage den Abfall des bislang religionskritischen Philosophen Norbert Hoerster vom Unglauben, zumindest seinen Austritt aus der Giordano Bruno Stiftung. Sie feiern die Neuauflage der Geschichte der Bekehrung des Saulus zum Paulus, der von den Gründen seiner Bekehrung in der FAZ Zeugnis ablegt. Nein, er bezweifelt nicht die Evolutionstheorie. Er bezweifelt bloß, dass sie den Gottesglauben widerlege. Und nein, er hat nicht den Primat des Papstes in Fragen der Philosophie und Politik anerkannt. Er meint bloß, man müsse Kritik am Papst zunächst philosophisch abwägen und gewissenhaft durchdenken. (Der Papst bedankt sich damit, dass er Atheisten – wie Hoerster – für den Holocaust und so gut wie alle anderen Verbrechen und Übel der Welt verantwortlich macht.)

Norbert Hoerster

Norbert Hoerster hat einige inspirierende Bücher geschrieben. Sein philosophischer Stil ist kurz, prägnant, analytisch. Sein dünner Band Abtreibung im säkularen Staat erschien mir immer schon als das Werk, das den gesamten Problembereich abschließt. Er zeigt darin, dass alle Gründe für ein Abtreibungsverbot entweder explizit oder implizit religiöse Gründe sind. Diese Gründe sind aber für einen säkularen Staat irrelevant.

Wenn der Philosoph zum Marktplatz geht, kann er übers Ohr gehauen werden. Weisheit schützt vor Ganoven nicht. Es ist schön, dass Hoerster seine Argumente glasklar formulieren kann, und es ist auch schön, wenn er andere Argumente kritisiert. Das gehört sich so in philosophischen Debatten. Wenn die Debatte aber nach außen auf den politischen Marktplatz wirkt (und ja, die FAZ ist schon Marktplatz), dann hört sie auf, philosophisch zu sein, dann wird sie politisch.

In der Politik wird selten mit dem Skalpell analysiert, stattdessen öfter mit dem Vorschlaghammer. (Erinnert sich noch jemand an den „Professor aus Heidelberg“?) Und wirklich gute, auch geniale Argumentationen, werden nur danach beurteilt, ob sie im politischen Kampf als Keule taugen. Dem Keulenschwinger ist der Name des genialen Philosophen dabei egal, und auch, ob er die Keule überhaupt schwingen darf. Denn schauen wir, was hier passiert: Argumente von Norbert Hoerster, einem guten – atheistischen – Philosophen, gelangen in die Hände von Leuten, die normalerweise den Hinweis auf eine Bibelstelle für ein echtes, schlagendes Argument halten. Dem Piusbruder sind die Feinheiten der Hoersterschen Gedankengänge ganz egal, er sieht nur, dass sie ein Instrument für einen Schlag gegen seinen politischen Gegner darstellen. Ein aggressiver Schimpanse greift zur Keule, aber wenn stattdessen gerade ein modernes Teleskop herumliegt, kann er auch damit zuschlagen.

Manfred Lütz wirft dem „Neuen Atheismus“ vor, zu seicht zu sein. Oh, sagte ich Lütz? Nein, es ist Hoerster, tatsächlich. Hume habe lang und breit über das Theodizeeproblem sinniert, Dawkins widme diesem Problem gerade mal eine halbe Seite. Aber zunächst: Wenn Hume schon „mit großer Klarheit die kaum lösbaren Herausforderungen [aufgezeigt hat,] denen der Theist durch das […] sogenannte Theodizeeproblem ausgesetzt ist“, warum sollte Dawkins noch mal dasselbe tun? Und zum anderen macht Dawkins auf dieser halben Seite sehr deutlich, dass dieses Problem eines für Theologen und Gläubige an einen guten Gott ist, keines für Atheisten. Das Theodizee-Problem stellt sich nur für Schöpfungen lieber Götter. Warum soll es also – als theoretisches Problem – jemanden kümmern, der nicht davon ausgeht, dass es sich bei der Welt um eine Schöpfung handelt? Unter evolutionstheoretischem Aspekt gibt es kein Theodizee-Problem. Es wirkt etwas unverschämt, Richard Dawkins vorzuwerfen, er kümmere sich nicht ausreichend um theologische Probleme. Religiöse (und jetzt auch Hoerster) können sich wohl nur schwer vorstellen, dass jemand ihre Probleme nicht hat. Es ist keine Neuigkeit, dass Liebe-Gott-Theorien an der Theodizee-Hürde scheitern, aber als Zombie-Mem lässt es sich ja offensichtlich auch sehr zäh und gut überleben.

Die Evolutionstheorie widerlege nicht den Gottesglauben. Mag sein, aber wer behauptet das eigentlich? Dawkins weist lediglich darauf hin, dass die Evolutionstheorie die Gotteshypothese (wieder mal) ein Stück unnötiger gemacht hat. Stimmt das etwa nicht?

Mackie: Wunder des Theismus

Man müsse sich fundierter mit der Religionsphilosophie auseinandersetzen, mahnt Hoerster. Warum? Neben mir liegt gerade ein Büchlein von Norbert Hoerster mit dem Titel Die Frage nach Gott, es umfasst 124 Seiten und behandelt die Frage nach Gott ziemlich umfassend. Wer etwas tiefer in die Materie einsteigen möchte, dem sei noch das Standardwerk von John Leslie Mackie Das Wunder des Theismus empfohlen. Wer die Frage danach immer noch für weiter vertiefenswert hält, der sollte Theologie studieren.

Eben noch habe ich Hoersters Werk Abtreibung im säkularen Staat gelobt, weil es die hereinbrechende Flut theologisch begründeter Abtreibungsverbote mit dem Hinweis auf ihre Irrelevanz für einen säkularen Staat elegant zurückweist. Bricht die Flut jetzt doch über uns herein? Müssen wir uns jetzt doch mit diesen für uns irrelevanten Begründungen auseinandersetzen? Warum?

Die Kritik Hoersters an der Papstkritik der gbs mutet an wie ein theologischer Sophismus:

Im Katechismus der Katholischen Kirche heißt es bekanntlich: „Der Geschlechtsakt darf ausschließlich in der Ehe stattfinden“; und dies ist auch die Position des Papstes. Ich wüsste nicht, zu welchen Abermillionen Todesfolgen der eheliche Geschlechtsverkehr ohne Verhütungsmittel bislang geführt hat.

Hier kommt eben doch wieder die (von den Katholiken und jetzt auch von Hoerster) so verpönte Biologie ins Spiel. Der Mensch ist keine monogame Spezies, er ist eine Primatenart mit einer leicht polygamen Lebensweise. (Wichtigstes Indiz dafür ist die durchschnittliche Hodengröße.) Daran ändern weder „Die Kritik der reinen Vernunft“ noch „Tristan und Isolde“ etwas.

Die katholische Phantasie bildet die Realität also nicht ab, versteht sich aber als realistische Beschreibung der menschlichen Natur. Das ist Wunschdenken auf niedrigem Niveau, mit katastrophalen Auswirkungen auf hohem Niveau. Die katholische Phantasmagorie steht auf einer Stufe mit dem Lyssenkoismus. Die Verleugnung von Tatsachen verursacht in der Tat den Tod von Abermillionen Menschen.

Desweiteren: „Der Vatikan ist ein Schurkenstaat“ bedürfe einer Begründung. (Und nein, Hoerster macht sich nicht über die Bezeichnung „Staat“ für dieses rechtlich bizarre Gebilde lustig, er bestreitet tatsächlich die Legitimität der näheren Bestimmung „Schurke“.) Nun, solche Begründungen liegen inzwischen in Form zahlreicher Anklageschriften vor. Der Vatikan opfert nachweislich die Sicherheit und das Wohlergehen von Kindern dem, was wir bei echten Staaten „Staatsräson“ nennen.

Volker Sommer (links), Max (rechts)

Große Vorbehalte hat Hoerster gegen das „Great Ape Project“ der gbs, das Grundrechte für Menschenaffen fordert. Er schreibt, „Affen und andere Wirbeltiere haben nun einmal nicht das typisch menschliche, in die Zukunft gerichtete Überlebensinteresse.“ Menschen, die sich intensiv mit Menschenaffen beschäftigen, kommen zu ganz anderen Ergebnissen. Aber zumindest würde Hoerster wohl zugeben, dass es sich hier um eine empirische Frage handelt. Für den religiösen Speziesisten, der ihm hier frenetisch applaudiert, ist der Mensch ganz einfach von Gottes Gnaden und ohne jede Empirie etwas Besseres. Interessanterweise argumentiert gerade Hoerster in seinem Buch über die Abtreibung für die „Unhaltbarkeit des Speziesismus“ und begründet diese nicht zuletzt mit der Parallele zum Rassismus. Im Lichte seines nun vorliegenden Artikels frage ich mich, ob sich daran etwas geändert hat.

In seiner Kritik an Michael Schmidt-Salomon polemisiert Hoerster auch gegen dessen Verwendung des Begriffs „nachäffen“. Schmidt-Salomon wendet diesen Begriff allerdings dadurch, dass er ihn auf Menschen bezieht, ironisch und adelt ihn geradezu. Hoerster aber ist darauf bedacht, ihn ganz unironisch in seiner negativen Bedeutung zu belassen. Er müsste es besser wissen. Die Fähigkeit zur Nachahmung ist tatsächlich zentral für die Ausbildung vieler natürlicher und all unserer kulturellen Leistungen.

Eines muss aber auch Hoerster klar sein: Mit der Wiederbelebung des „Great Ape Project“ greift die gbs die naive und arrogante Vorstellung einer Sonderstellung des Menschen im Kosmos an. Es ist von daher das radikalste religionskritische Projekt überhaupt. Verbalattacken gegen den Papst sind dagegen eine Petitesse.

An dieser Stelle steigt Hoerster aus der gbs aus. Auch aus der Religionskritik?

Mag sein, dass der Mensch tatsächlich eine Sonderstellung einnimmt. Aber bislang ist er durch seine überragenden geistigen Fähigkeiten einfach nur der Stärkere. Eine wirklich moralische Überlegenheit kann er erst dann für sich beanspruchen, wenn er die Verantwortung ernst nimmt, die ihm durch seine Machtfülle zukommt. Dazu gehört auch eine philosophisch genaue und klare Analyse der Rechte und Pflichten anderen Spezies gegenüber. Dabei kann Norbert Hoerster helfen. Auch außerhalb der gbs.

[Update 12.12.11: Norbert Hoerster hat sich inzwischen bei mir gemeldet. Er hat mir erklärt, wie es zu dem Artikel in der FAZ kam. Demnach hat die Zeitung ganz unabhängig von ihm von seinem Austritt aus der gbs erfahren und ihn um eine Stellungnahme zur Veröffentlichung gebeten.

Er hat mich nicht um diese Ergänzung gebeten, sie erscheint mir aber geboten. Denn mein Artikel legt ja auch nahe, was viele zunächst dachten, nämlich dass er von sich aus die Initiative ergriffen hätte, um der gbs zu schaden. Das ist nicht der Fall.

Politische Auswirkungen seines Artikels, insbesondere dessen Ausnutzung durch fromme Gruppierungen aller Art, seien ihm „völlig egal“. Politik interessiere ihn nicht. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden. Und vielleicht hat er damit auch Recht. Letzten Endes ist der gbs ja auch kein echter Schaden entstanden. Meinungsverschiedenheiten gehören bei ihr zum Geschäft, auch wenn ihre hierarchisch verfassten politischen Gegner das nicht verstehen können. Hoerster ist nicht der Hohepriester eines Kultes, der mit der Monstranz durchgebrannt ist. Trotzdem bedeutet das Ausscheiden eines so brillanten Philosophen einen großen Verlust für die gbs. 

Aber der wichtigste Hinweis, den mir Hoerster gegeben hat, betrifft John Leslie Mackie, den australischen Philosophen. Wir konnten uns schnell darauf einigen, dass Dawkins‘ Gotteswahn Mackies Wunder des Theismus in Sachen Religionsphilosophie nicht das Wasser reichen könne. (Auch schon nicht in Sachen Ironie des Titels.) Dieser J. L. Mackie ist heute, am 12.12., vor 30 Jahren gestorben. Vielleicht sollten wir ihm zu Ehren seinen Klassiker lesen, wieder lesen, empfehlen oder verschenken.]


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About Harald Stücker

Harald Stücker

16 responses to “Vom Hoerster zum Paulus”

  1. Phelan says :

    schöner Artikel. Fasst es ganz gut zusammen.

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  2. Nic says :

    Danke für diese wirklich gute und objektive Analyse.

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  3. Claus says :

    Super Artikel !

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  4. Physi says :

    Ich muss dir mal wieder leicht widersprechen: Es sollte für ein Argument unwichtig sein, wer einem zustimmt und wer nicht. D.H. Herr Hoerster sollte auch seine Kritik äußern, völlig losgelöst von dem Gedanken wer ihm zustimmt und wer nicht. Das ist unser „Nachteil“: Wir bedenken tatsächlich die Gegenargumente und verbrennen die Leute nicht einfach nur auf dem Scheiterhaufen. :)

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    • Harald Stücker says :

      Lieber Physi, vielen Dank für den Widerspruch, aber ich glaube, ich verstehe gar nicht recht, was Du meinst. Geht es um den Beifall der frommen Brüder für das, was Hoerster schreibt? Da hättest Du Recht, dieser Beifall hat argumentativ keine Auswirkungen. Politisch aber schon. Dadurch, dass Hoerster seine Kritik eben nicht bloß intern geäußert oder in einer philosophischen Fachzeitschrift veröffentlicht hat, haben die Brüder davon Wind bekommen, und ab jetzt geht es gar nicht mehr um Argumente. Jetzt geht es für sie darum, diese Gelegenheit nicht zu versäumen, die gbs lächerlich zu machen.
      Aber ich stimme Dir zu, wenn Du meinst, unser „Nachteil“ sei eigentlich ein großer Vorteil! Dissens ist das Normalste von der Welt und Widerspruch belebt die Debatte. Wenn bei den frommen Brüdern ein Bischof den Hirtenstock hinschmisse (etwa mit den Worten „Dieses fromme Getue und diese Holocaustleugnerei mach ich nicht länger mit!“), dann wär das für die ein Riesenproblem. Aus dieser Perspektive sehen die das wohl und denken, die gbs hätte jetzt ein Problem, weil jemand Widerspruch angemeldet hat und gegangen ist. Aber letztlich war ja nix, außer kostenloser Werbung :)

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  5. El Schwalmo says :

    Ich habe erst Ihren Text, dann den der FAZ gelesen.

    Hmmmm, sind Sie sicher, dass Ihr Text sich auf den in der FAZ bezieht?

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  6. Durchschauer says :

    ich muß die einwände hoersters nicht im einzelnen teilen, um zu verstehen, was er kritisiert, eine militanz, die ganz unangebracht ist. hierfür gibt es sogar noch viel bessere belege, als hoerster selbst anführt. mich schreckt diese arrogante militanz ebenfalls ab. allein der titel „gottweswahn“ ist von anmaßender arroganz und zeugt von populistischer verflachung von religionskritik im 21 jhd. schmidt-salomon weiß immer noch nicht, das wir im 21 jhd leben und nicht in den umbruchszeiten der aufklärung, in denen scharfe religionskritik mehr als nötig war. er und andere scheinen sich in der anachronistischen rolle eines voltaires bestens zu gefallen. und mit jeder weiteren sprachlichen attacke verdichtet sich der eindruck, daß es hierbei vorrangig um selbstbefriedigung und selbststilisierung geht. es gibt bei uns brillante religionskritiker, die sich nie der gbs anschließen würden, da sie an den religionskritischen holzhämmern keinen gefallen finden. so berichtete mir der brillante religionskritiker günter dux, daß er sich dawkins gekauft und nur 30 seiten gelesen habe und es dann weglag, weil es „unerträglich“ sei. fragen sie doch einmal christoph türcke, was er von den aktivitäten der gbs hält. die klage über die militanz des neuen atheismus ist partiell durchaus berechtigt. anstatt diese aufzunehmen, interpretieren sie militanten solipsisten diese lediglich als bestätigung ihres eigenen tuns

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    • Harald Stücker says :

      Schnellsuche zum Begriff „Militanz“ ergibt:

      Militanz bezeichnet eine kriegerische Haltung, ein aggressives Auftreten oder eine physische oder verbale Gewaltbereitschaft von Personen und Gruppen im Kampf für politische oder religiöse Überzeugungen.

      So wie Sie den Begriff in Ihrem Kommentar verwenden, warte ich noch darauf, dass jemand von einem „militanten Fernbleiben vom Gottesdienst“ faselt. (Ich könnte Ihnen „militante Kleinschreibung“ vorwerfen, aber ich bin ja tolerant.)
      Hier einige Auszüge aus Briefen an Rolf Schwanitz. Sie erinnern sich vielleicht: Der SPD-Abgeordnete, der meinte, der Papst gehöre nicht in den Bundestag. Er zählt damit vielleicht auch schon zu den von Ihnen angesprochenen militanten Atheisten?!

      „Marx und Engels haben dir wohl ins Gehirn geschissen“
      „Du bist ein Verbrecher!!! na du stück scheiße, wie gehts denn so? normalerweise solltest du im gefängnis verrotten wie alle ost-bonzen, denn ihr seid allesamt verbrecher!“
      „ewig gestriger Widerling“
      „Leider verbietet, im Gegensatz zum mordlüsternen Koran, mein christlicher Glaube, auch Ihnen eine kräftige Ohrfeige zu verpassen. Aber wir werden Sie nicht Ihre blasphemischen Äußerungen ungestraft verbreiten lassen.“
      „solche gottlosen Politiker wie Sie sind der Untergang für unser Land.“
      „ungläubiger!!!!!! Sie sind auch einer der „gegen die Kirche, Pabst mobilmacher!!!! dieses wird auch in IHREM Wahlkreis sehr deutlich dargestellt und Sie werden niemals mehr unser deutsches Volk vertreten!!!! Sie haben die ganze Pabst GEGEN Hetze mitverantwortet.“
      „Die übelste Schande für die deutsche Demokratie sind Leute wie Sie.“
      „Herr Schwanitz, Sie sind ein erbärmlicher Klugscheißer !!!!!“
      „Du dreckiger Hetzer gegen den Papst solltest mal so einen auf deine rote Fresse kriegen, dass dir Lump das Wasser im roten Dreckarsch kocht! Rotes Pack verrecke!“

      Nochmal zur Klarstellung: Diese Briefe sind an ihn adressiert, nicht etwa von ihm geschrieben.

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      • El Schwalmo says :

        === schnipp ===

        So wie Sie den Begriff in Ihrem Kommentar verwenden, warte ich noch darauf, dass jemand von einem “militantem Fernbleiben vom Gottesdienst” faselt.

        === schnapp ===

        so wie Sie argumentieren, vermute ich fast, dass Sie sich auf Schopenhaurs eristische Dialektik beziehen. Einen Punkt rauspicken, aufblasen, provozieren, und hoffen, dass man den Rest nicht beachten muss.

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  7. Durchschauer says :

    „Da hättest Du Recht, dieser Beifall hat argumentativ keine Auswirkungen. Politisch aber schon. Dadurch, dass Hoerster seine Kritik eben nicht bloß intern geäußert oder in einer philosophischen Fachzeitschrift veröffentlicht hat, haben die Brüder davon Wind bekommen, und ab jetzt geht es gar nicht mehr um Argumente. Jetzt geht es für sie darum, diese Gelegenheit nicht zu versäumen, die gbs lächerlich zu machen.“

    na und? sind die pius-brüder eine so zentrale beurteilungsinstanz.? jeder denkende erkennt sofort, daß die diversen christen hoerster auf plumpeste und billigste weise instrumentalisieren. das schlimmste, was einem passieren kann, ist die schere im kopf: bestimmte dinge darf ich nicht sagen, weil es von interessierter weise instrumentalisiert wird, oder anders ausgedrückt: ich lasse mir doch nicht von meinen gegnern nicht vorschreiben, was ich zu sagen habe

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  8. Durchschauer says :

    der ausdruck „aggressives auftreten“ trifft es doch ziemich gut. ihr hinweis auf “ militantem fernbleiben vom gottesdienst“ lenkt doch davon nur ab. bezüglich seiner militanz hatte mss mit kahl bereits eine kontroverse auseinandersetzung, die auch veröffentlicht wurde. ein kritiker dieser militanz hat mss einen „aufklärungsleninisten“ bezeichnet. warum sie für mich die reaktionen auf den brief von schwanitz einstellen, weiß ich nicht

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    • Harald Stücker says :

      Ach je. Ich dachte, ich könnte mir eine Erläuterung sparen. Also, die Briefe an Herrn Schwanitz sollen verdeutlichen, dass verbales Ausfälligwerden ein bevorzugtes Stilmittel religiöser, nicht ungläubiger Menschen ist. Ich kenne keinen Fall, in dem Nicht-Gläubige Gläubige auf vergleichbar üble Weise beschimpfen würden. Andersgläubige beschimpfen andere Andersgläubige: ja, aber Nicht-Gläubige irgendwelche Gläubige? Nein. Dieses ganze Geschwafel vom militanten aggressiven Atheismus ist eine groteske Verzerrung und Verdrehung der Tatsachen. Aber merken Sie, wie Sie jetzt gerade schon einen solchen Satz wie den vorigen als aggressiv verstehen? Er ist nicht aggressiv, und schon gar nicht militant. Er ist nur deutlich. Hoffentlich.

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  9. Norbert Hoerster says :

    Der Vorstandssprecher der gbs und seine Verteidiger agieren und argumentieren rein politisch. Ich habe mich nie für Politik interessiert. Schon der österreichische Schriftsteller Franz Blei (1872-1942) erkannte: „Das Politische ist die äußerste Verflachung des Menschen“.

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  10. Durchschauer says :

    die frage stellt sich doch unausweichlich, was die zitierten perversen ausfälligkeiten an meiner aussage ändert, abgesehen davon, daß diese ausfälligkeiten keineswegs auf gläubige beschränkt sind. und warum folgt aus der tatsache, daß gläubige in der regel ausfälliger sind als nichtgläubige, daß es keinen militanten atheismus gibt? daß nichtgläubige sich nicht auf das niveau dieser extremen aggressivität begeben, soll sie schon entschuldigen.

    wenn der hinweis auf militante atheisten lediglich ein geschwafel ist, müßten sie erklären, warum es die bereits genannte auseinandersetzung zwischen mss und kahl gab, die sich genau damit beschäftigte. mir sind entsprechende aussagen von mss über gläubige und deren religion nicht mehr präsent. aber sie haben mich einfach abgestoßen, da sie gläubige gewissermaßen zu idioten erklärt haben. allein der ausdruck „gotteswahn“ ist bezeichnend. sogar marx hatte zu diesem thema eine wesentlich differenzierte einstellung als die neuen atheisten

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  11. EndofDarkAges says :

    Ihre Verlinkung mit dem PI-Ableger „wissen bloggt“ macht leider insgesamt keinen guten Eindruck. Da sind mir Hoersters Geschmacksverirrungen fast noch lieber, als Ihre Sympathie mit Sozialdarwinisten und Schusswaffenliebhabern.

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