Worin sehen Gläubige den Sinn ihres Lebens?

Vor kurzem antwortete Paula Kirby auf die Frage, die sich gewöhnlich Ungläubige anhören müssen: „Wie findet Ihr eigentlich Sinn in Eurem Leben?“ Oder etwas unverblümter: „Warum bringt Ihr Euch eigentlich nicht gleich um?!“ Aber wissen wir denn überhaupt, wie Gläubige den Sinn in ihrem Leben finden?

Paula Kirby

Die Frage scheint abwegig. Denn Gläubige glauben ja, dass sie (mindestens) zwei Leben haben. Eines im Diesseits (Leben Eins) und eines im Jenseits (Leben Zwei). Und das ist scheinbar auch bereits die Antwort auf die Frage: Leben Zwei verleiht Leben Eins seinen Sinn. Leben Eins ist eine Prüfung, und Leben Zwei ist die Belohnung dafür, dass wir sie bestanden haben. Die Prüfung zu bestehen, ist nicht selbstverständlich, sondern harte Arbeit. Leben Eins ist kurz und beschwerlich, unvollkommen und unglücklich. Vor allem aber ist es endlich. Leben Zwei ist ein einziger Superlativ. Es ist lang, vollkommen beschwerdefrei, überhaupt vollkommen und wird trotz allem nicht langweilig. Vor allem aber ist es unendlich.

Paula Kirby mäkelt nun an dieser Vorstellung rum. Vielleicht ermöglichen es psychologische Tricks, dass ein solcher Zustand der Vollkommenheit nicht langweilig wird, aber aus logischen Gründen muss er vollkommen bedeutungslos sein. So stellen wir uns vor, dass sich die Insassen des Paradieses herzlich über die Ankunft frisch verstorbener Angehöriger freuen. Aber dafür müsste ihr Zustand vorher ja suboptimal gewesen sein. Die Vollkommenheit schließt aber alle Schwankungen im Seligkeitsspiegel aus, so Kirby. Nichts kann einen Unterschied machen. Leben Nummer Zwei ist daher selbst absolut sinnlos. Ganz entgegen unserer Intuition sind es also gerade Ewigkeit und Vollkommenheit, die jeden Sinn ausschließen. Trotzdem scheint diese Intuition übermächtig. Weder Paula Kirby noch Esther Vilar werden etwas daran ändern, dass Menschen sich ihren Lebenssinn im Jenseits erhoffen.

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihren Flug verpasst. Jetzt müssen Sie einige Stunden in einer Wartehalle auf einem Flughafen verbringen. Diese Wartehalle interessiert Sie überhaupt nicht. Sie wollen eigentlich woanders sein. Hier ist es öde und langweilig.

Für Gläubige ist die Welt, die wir kennen, nur eine öde Flughafenwartehalle ins Jenseits. Das ist der Hintergrund der Frage: „Worin seht Ihr Ungläubige eigentlich den Sinn Eures Lebens?“ Für Euch kommt doch gar kein Flugzeug? Was wollt Ihr in dieser jämmerlichen Wartehalle? Habt Ihr nichts Besseres zu tun? Selbstmord zum Beispiel?!

Darauf könnten wir antworten, dass wir unsererseits gar nicht in einer Wartehalle leben, dass wir nicht mal auf Reisen seien. Wir könnten uns dann freundlich empfehlen, noch eine schöne Wartezeit wünschen und den Flughafen verlassen – und damit aber auch die Metapher. Denn die Welt ist für uns größer, bunter und faszinierender als eine dumpfe Wartehalle, vor allem ist sie aber eine nicht-instrumentelle Welt, sie ist nicht gut oder schlecht für irgendetwas anderes, sie ist einfach gut oder schlecht. Sie ist einfach: Alles. Und sie ist endlich.

Aber die Gläubigen warten weiter. Wenn ein Flugzeug kommt, gibt es zwei mögliche Ziele. Alle wollen in den Himmel, keiner in die Hölle. Es herrscht reger Streit zwischen verschiedenen Gruppen von Wartenden, ob und wie der Einzelne sein Ziel, seine Destination beeinflussen kann. Es gibt diejenigen, die glauben, es hänge von ihrem Verhalten in der Wartehalle ab. Verschiedene Gruppen hängen verschiedene Regelwerke an die Wände. Wenn sie die Regeln befolgen, sollte einem Flug zum Himmel nichts mehr im Wege stehen.

Andere glauben, dass die Passagierlisten schon vor ihrer Ankunft in der Wartehalle geschrieben wurden, dass die Destination immer schon festliegt, daher sprechen sie von einer Prä-Destination. Aus der Prädestination folgt eigentlich, dass es egal ist, wie sie sich in der Wartehalle aufführen. Warum sollte der eine den andern also nicht rausschmeißen? (Wir würden sagen: töten.) Etwa wenn er andere Regeln propagiert? Für die Flughafenordnung (wir würden sagen: Moral) ist die Idee der Prädestination nicht gerade hilfreich. Warum nicht auch gleich selbst die Wartehalle verlassen, ohne aufgerufen zu werden? Dann kommt das Flugzeug und fliegt dorthin, wo immer die Destination ist. (Auch wir hätten also Grund zu fragen: „Warum bringt Ihr Gläubigen Euch eigentlich nicht gleich um?!“) Denn die Wartehalle ist ein Jammertal. Hier zu sein ist Zeitverschwendung.

Der Sinn, den Gläubige in ihrem Leben sehen, besteht also darin, die richtigen Regeln der Wartehalle zu erkennen und sich während ihres Aufenthalts nach ihnen zu richten. Für Gläubige steht sehr viel auf dem Spiel, aber nichts von Bedeutung spielt sich in der jämmerlichen Wartehalle ab. Die Wartehalle und auch die in ihr Wartenden haben keinerlei Wert an sich. Sie sind bloß Instrumente für ihren Transit.

Vier Sterbliche. Zwei, die leben – und zwei, die warten…

Das, was uns Ungläubige davon abhält, einander zu schaden oder zu töten: die moralische Intuition, dass es falsch wäre, die goldene Regel, vor allem aber der als intrinsisch empfundene Wert des einzigen Lebens, das alles kann im Wartesaal keine Rolle spielen. Wir sehen im Tod das endgültige Ende dieses einzigen Lebens, das macht unser Leben wertvoll, die Gläubigen sehen darin den – im Grunde ersehnten – Rauswurf aus dem Wartesaal. Worin besteht also der Schaden? Warum nicht alle rausschmeißen? Warum nicht den ganzen Wartesaal in einer heroischen Aktion in die Luft jagen? Warum sollten wir Angst vor der Apokalypse haben? Der Herr wird die Seinen schon erkennen. Die Vorstellung, dass unser Leben in unserer Welt nur eine lästige Wartezeit in einer heruntergekommenen Wartehalle ist, begünstigt Massaker aller Art. Diese Massaker finden täglich statt. Und zwar genau aus diesem Grund.

Der Kern der Vorstellung des Lebens als Wartehalle ist die Idee, dass nur Ewigkeit dem Leben einen Sinn verleihen kann. Gläubige, die diesen Kerngedanken ihrer Religion wirklich Ernst nehmen, mutieren zu moralisch unberechenbaren Aliens. Denn alles, was wir erleben, das Erhabene und das Profane, das Alltägliche und das Besondere, Euphorie und Verzweiflung, all das ist: nichts wert.

Die meisten Menschen sind nicht in diesem Sinne gläubig, auch wenn sie sich selbst als religiös verstehen. Sie lieben diese Welt und dieses Leben. Sie freuen sich wie wir über den ersten Schrei ihres Kindes, sie kämpfen wie wir gegen Krankheit und Tod, sie trauern wie wir um ihre Angehörigen. Aber hüten wir uns vor Menschen, die allen Ernstes in ihrem Leben nur eine lästige Episode sehen. Und hoffen wir, dass ihr Regelwerk ihnen gebietet, andere in ihrem Wartesaal so zu behandeln wie sich Menschen ohne solche Wahnvorstellungen normalerweise behandeln, mit Respekt vor dem unschätzbar wertvollen einzigen Leben des Anderen.

Schlagwörter: , , , , ,

About Harald Stücker

Harald Stücker

22 responses to “Worin sehen Gläubige den Sinn ihres Lebens?”

  1. toumai1470 says :

    Reblogged this on Toumai1470's Blog.

    Gefällt mir

  2. petersemenczuk says :

    Gott hat den Menschen zu seiner >BestimmungWiedergeburt< für Gott durch den göttlichen Geist möglich wrd.
    Der Sinn des menschlichen Leben,besteht in der Reinigung und Heiligung durch Jesus Christus keine Schranken zu setzen oder,
    dem Heiligen Geist zu widerstreben!!!

    Gefällt mir

    • Harald Stücker says :

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Sehr schön auch, wie Sie die Sinnfreiheit Ihrer Äußerung durch die kunstvolle Eigenwilligkeit Ihrer Syntax unterstreichen, so dass ein Verständnis des Geschriebenen auch beim besten Willen nicht möglich ist.

      Gefällt mir

      • S.Stoellger says :

        Tja, Wolfgang, vielleicht haben sie ja doch Schiß, daß da doch ein Leben unwiderruflich zu Ende ist, von dem anderen können sie nichts wissen, müssen es halt glauben….und was ist daran verwerflich, daß sie sich ihren Glauben zurechtbasteln? Somit wird er in dieser Zeit mit den Realitäten kompatibel, würde ich wohl auch so machen, wenn ich einen Papi bräuchte, der mich immer durch´s Leben geleitet, wenn´s schwierig wird….

        Aber wenn Du, Harald, meinst, daß die Gläubigen, die ich beschrieben habe, keine echten Gläubigen sind, machst du es genauso wie die rkK, die behauptet, daß ev.Christen keine echten Christen sind…..nur mal so….

        „Wenn aber erst die Ewigkeit den Sinn generiert, folgt daraus, dass ein endliches Leben sinnlos ist. Natürlich gilt das auch für Gläubige. “

        Wieso soll der Sinn erst im zweiten Leben folgen? Der Sinn des ersten Lebens besteht darin ein gottgefälliges Leben zu führen, um sich dann im zweiten im Himmel oder ewiger Liebe aufzuhalten….ich sehe hier keinen Gegensatz für einen Gläubigen.

        Natürlich hast du Recht, extreme Gläubige bzw Religionen neigen dazu Selbstmordattentäter hervorzubringen, und diese Art der Motivation ist nirgendwo sonst zu finden….und extrem unberechenbar und beängstigend.

        Gefällt mir

    • Nele Abels says :

      Petersmenczuk, das sind doch völlig leere Worte, die für Gläubige vielleicht gut klingen, aber auch bei noch so gründlichem Nachdenken ohne jeden Inhalt bleiben.

      Gefällt mir

  3. S.Stoellger says :

    Die Überschrift lautet „Worin sehen Gläubige den Sinn ihres Lebens?“

    Da ich mit vielen Gläubigen hier in Norddeutschland zusammenlebe, kann ich nur auf meine Erfahrungen mit ihnen zurückgreifen. Sicher gibt es auch hier Evangelikale, die tatsächlich ein Leben im Jenseits erhoffen und die es sich unter dem Finanzrock und den Strukturen der ev.Kirche bequem machen wollen: http://www.evangelisch.de/themen/religion/landeskirchen-und-evangelikale-kann-man-nicht-trennen56483

    Die allermeisten Gläubigen hier im Käßmannland gehen nicht davon aus, daß es ein Leben danach gibt, geschweige denn Himmel oder Hölle oder jüngstes Gericht, ewiges Leben und dergleichen. Sie haben ein diffuses Gottesgefühl, eine Art ewige umfassende Liebe, „man fällt nicht tiefer als in Gotteshand“, was diese Hand sein soll, wird nicht näher ausgeführt. Es ist auch individuell sehr verschieden, Engelwesen stehen auch hoch im Kurs, ein allgemeines Wellness/Meditations/Gemeinschafts/Traditionsgemisch.
    Originalzitat: „An Auferstehung und solchen Quatsch kann ich nicht glauben, ich bleibe aber in der Kirche, weil sie gute Jugendarbeit macht und ich eine anständige Beerdigung haben will“
    Sogar der neue Bischof Meister wurde öffentlich ob seiner Predigt zu Ostern (!) gescholten, er solle doch lieber Philosoph werden….

    Ich habe es noch nie erlebt, daß mir als Atheist diese Gläubigen zu verstehen gaben, daß mir ja nur dieses eine trostlose und ihnen ja noch ein zweites Leben offen steht. Nein, eher schlug mir eine stille Bewunderung durch die Festigkeit meiner Position, mein tatsächlich lustvoll und positiv gelebtes Leben, das Akzeptieren der Endlichkeit des Lebens und das ohne jeglichen göttlichen Trostspender entgegen. Auch sind sie sich gar nicht so sicher, wie dieses 2.Leben denn aussehen solle, sie sind halt protestantisch zweifelnd….von ihnen geht sicher keine Gefahr aus und sie erwehren sich auch teilweise der Vereinnahmung von Extremen ( Bei allen anderen christlichen Gläubigen, wie sie wohl meist in Usa zu finden sind, magst du wohl Recht haben)

    Es ist ihnen schon klar, daß das Leben hier keine Wartehalle ist, sondern aktiv gelebt werden sollte, weil es völlig unklar ist, ob überhaupt ein Flugzeug kommt und wohin dann die Reise gehen sollte?!?!?Und das nur derjenige mit kommt, der die Prüfung besteht…nein, so einfältig ( bescheuert, wenn ich das Wort noch mal verwenden darf…) sind sie nicht!

    Außerdem sind hier viele Frauen am Werke, sie möchten ihre Stellung&Rechte nicht zurückgeschraubt wissen. Das könnte auch hilfreich sein, wenn Extreme diese Rechte zurückschrauben möchten.

    Dieser hier ist einer, der von der Hölle spricht:

    „….wenn ich von Hölle spreche, meine ich nicht die „klassische Hölle“, d.h. die mit Feuer und Schwefel, in der die Menschen gequält werden. Ich muss dazu wohl ein klein wenig ausholen. Ich verstehe Gott als die vollkommene Liebe. Er (nicht generisch gemeint) will alle Menschen in der Ewigkeit zu sich holen. Wenn sich Menschen von ihm abwenden und sagen: Ich möchte mit dir nichts zu tun haben! akzeptiert er das. Die Folge ist dann, dass diese Menschen in der Ewigkeit ohne ihn, d.h. ohne Liebe existieren. Diese Existenz ohne Liebe in der Ewigkeit verstehe ich als Hölle. Menschen damit zu drohen: Wenn du dies oder jenes tust, schickt Gott dich in die Hölle! lehne ich ab. In die Hölle schickt sich jeder selbst. Das als Drohung zu missbrauchen ist mit Sicherheit falsch. Würde mir ihr damaliger Pastor so kommen, würde ich ihm gehörig was erzählen! Die Hölle gibt es, aber ich glaube, dass man auch im letzten Moment nochmal gefragt wird: Willst du wirklich ohne Gott existieren? Und ich bin sicher, im Angesicht der Liebe Gottes wird sich keiner für „Ja“ entscheiden. Deshalb: Die Hölle gibt es, aber sie ist leer.“

    Er studiert ev.Theologie.

    Gefällt mir

    • Harald Stücker says :

      Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ja, ich weiß, dass wir in einem leidlich aufgeklärten Land leben, wo die Menschen einer sehr weichgespülten Religiösität anhängen. Diese Leute meine ich im letzten Absatz: „Die meisten Menschen sind nicht in diesem Sinne gläubig, auch wenn sie sich selbst als religiös verstehen.“

      Von diesen Leuten handelt der Text aber nicht. Er handelt von Leuten mit einer klaren Jenseitsvorstellung, wie sie seit Jahrtausenden wesentliche Komponente der monotheistischen Religionen ist.

      Außerdem schreibst Du über evangelische Christen in Norddeutschland. Für Katholiken ist das eigentlich Missionsgebiet. Die Evangelen werden von Rom nicht als echte Kirche anerkannt, und offensichtlich hat Rom hier Recht. Für Katholiken gilt nicht der Wellness-Faktor der Religion, sondern der Katechismus. Natürlich gibt es auch – hierzulande – immer mehr Katholiken, die nicht mehr an Himmel und Hölle glauben. Aber da der Katechismus den Ausschlag gibt, sind sie streng genommen auch keine Katholiken mehr.

      Ich habe nicht versucht, ein Psychogramm der Menschen in Norddeutschland zu zeichnen, die sich selbst als gläubig bezeichnen. Ich spinne den Faden von Paula Kirby weiter. Sie reagiert auf Leute, die sie allen Ernstes fragen, warum sie sich als Atheistin nicht umbringt. Seien wir froh, dass uns solche Fragen selten gestellt werden. Aber solche Leute gibt es, und es ist egal, wo sie sich befinden. Sie bedrohen uns, und es spricht einiges dafür, dass dies die schlimmste Bedrohung ist, der wir ausgesetzt sind. Ich wollte herausarbeiten, warum sie so gefährlich sind.

      Was, wenn Leute, die das Leben hassen und den Tod lieben, über Massenvernichtungswaffen verfügen? Eine solche Situation wäre weitaus schlimmer als der Kalte Krieg. Damals standen sich zwei Systeme gegenüber, die beide halbwegs rational agierten. Es war ein klassischer Fall von Gefangenen-Dilemma. Vielleicht erinnerst Du Dich an den Song von Sting: „Russians“. Darin die Zeile: „I hope that Russians love their children, too“. Davon konnte man in der Tat ausgehen. Die Russen hatten ein Menschen verachtendes System, aber sie hatten keine Jenseitsgewissheit.

      Bei Leuten, die vom Paradies überzeugt sind, ist es irrelevant, ob sie ihre Kinder lieben. Vielleicht wollen sie das Armageddon beschleunigen, weil sie sie lieben?!

      Gefällt mir

    • Nele Abels says :

      „man fällt nicht tiefer als in Gotteshand” – Im Falle Kässmann war die Gotteshand sehr genau definiert. Das sind die B4-Ruhebezüge, die die gute Frau in die Lage versetzt, auf Kosten des Steuerzahlers machen zu können, was sie will, ohne dafür arbeiten zu müssen…

      Gefällt mir

  4. S.Stoellger says :

    Ok, damit wird dein Anliegen klarer. Eine andere Überschrift wäre dann sinnvoller, finde ich. Denn die Bezeichnung „Gläubige “ trifft es nicht, sie sind nun mal eine große, nicht homogene Gruppe.
    Ob Katholiken, die hier als Laien tatsächlich ganz anders agieren als der Katechismus es vorgibt, nun Evangelen nun nicht für Christen halten, sei dahin gestellt, das sieht an der Basis ganz anders aus.

    Sie machen hier z.B. gute Beratungsstellen und müssen laut Aussage einer Mitarbeiterin nicht immer Kirchenmitglied sein. (!?)

    Dir ging es also um jene, die auf Grund der Aussicht eines Himmelreiches, das dieseitige Leben nicht wertschätzen ?
    Und somit ihre oder auch andere Kinder nicht lieben werden? Uns somit noch brutaler werden als andere ohne Jenseitsvorstellungen????

    Es gab/gibt doch auch Systeme, die auch ohne Jenseitsvorstellungen grausam agieren können bzw.haben?

    Und warum soll ich froh sein, wenn mir als Ath. die Frage gestellt wird, es wäre doch besser mich umzubringen?

    Gefällt mir

    • Harald Stücker says :

      Wer mich fragt, warum ich mich als Ungläubiger nicht gleich umbringe, impliziert, dass mein Leben sinn- und bedeutungslos ist. Ich würde eine solche Frage als ungeheuerliche Beleidigung empfinden, daher bin ich froh, wenn ich sie mir nicht anhören muss. (Das kann bei Dir natürlich anders sein.) Warum aber ist das Leben des Fragenden nicht ebenfalls sinn- und bedeutungslos? Das ist meine Ausgangsfrage. Die Antwort hab ich mir nicht aus den Fingern gesogen, es ist die religiöse Standardantwort: Weil er noch ein ewiges Leben in Aussicht hat. Wenn aber erst die Ewigkeit den Sinn generiert, folgt daraus, dass ein endliches Leben sinnlos ist. Natürlich gilt das auch für Gläubige. Nicht nur mein, unser aller Leben im Diesseits ist dann nichts wert.

      Ja, es gibt grausame, Menschen verachtende Systeme ohne Jenseitsvorstellung. Aber sie werden kaum Selbstmordattentäter hervorbringen noch dazu neigen, kollektiv Selbstmord zu begehen.

      Gefällt mir

  5. Wolfgang says :

    Sie nennen sich zwar Gläubige, kennen aber nicht die Bibel, können keine Aussage über ihren katholischen oder evangelischen Gott machen, basteln sich ihren Glauben so zurecht, wie er ihnen am besten in den eigenen Kram
    passt und erdreisten sich, Ungläubige zu beschimpfen. Sie sind also nicht in
    der Lage, ihren christlichen Glauben zu beweisen. Und schon bei Hiob steht
    geschrieben, es sei sehr verwunderlich, das es den Gläubigen auch nicht besser oder schlechter geht, als den Nichtgläubigen, „denn die Rute Gottes
    ist nicht über ihnen.“ Und die Geschichte mit dem Leben nach dem Tode
    verwundert mich am meisten: Warum wird am Grabe eines Verstorbenen
    nicht fröhlich gelacht????

    Gefällt mir

  6. petersemenczuk says :

    Wenn mein Kommentar so angekommen wäre,
    wie ich ihn geschrieben habe>Sinn und Bestimmung des Gläubigenkreuz.net< habe ich dieses Problem nicht!

    Gefällt mir

    • skeptischerblick says :

      Not sure if @petersemenczuk is just plain stupid…or trolling like a boss…

      Gefällt mir

      • petersemenczuk says :

        Der Sinn eines gläubigen Christenmenschen besteht darin,dass er eine neue Schöpfung und Kreatur Gottes wird durch die Erlösung Jesu Christi,denn die alte muss sterben den zweiten Tod und vergeht.
        „Selig und heilig ist der,der teilhat an der ersten Auferstehung“! Offenbarung Joh. Das erfordert die totale Erlösung des Menschen,die auf Erden beginnt.

        Gefällt mir

  7. petersemenczuk says :

    Recht sich einbilden, ist eine Seite der Medaile;
    Recht haben aufgrund den >Sinn und seine BestimmungGlaubeGabe Gottes und eine Frucht des Heiligen Geistes.
    Durch diesen >Allerheiligsten und Alleinseligmachenden GlaubenGlaubenWORT GOTTESabgeschriebene, gemetete oder geklaute Predigtvorlagen anderer Menschen und Christen, wie es bei den großen Kirchen seit ihrer Gründung, so üblich ist.
    Ehe die Wahrheit Gottes du Mensch verkündest, muss die Wahrheit Gottes dich verändert haben nach dem >Bild Gottes und neuer SchöpfungHeuteZemach<)

    Gefällt mir

  8. stonehemmer says :

    Von Gottlosen Menschen steht schon vor ca. 2000 Jahren geschrieben

    Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist. 2. Joh.7

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht. Matth.4,4

    So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. *Hesek. 33,11 *k.18,21-23

    Sammelt euch aber Schätze im Himmel (gutes tun), wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.
    Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Matth.6,20-21

    Gefällt mir

    • Sigrun says :

      Ist heute Tag des Bibelzitates? Und ich habe es verpaßt? Ok, ich hab auch eines: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Dadurch zeigt ihr, daß ihr euch dem Herrn unterordnet. Denn der Mann steht über der Frau, so wie Christus über der Gemeinde steht.“
      Epheser, Kapitel 5, Vers 22

      Gefällt mir

  9. Heinz Göd says :

    Ja, mensch kann es durchaus so sehen wie im Artikel.
    Wenn ein Christ einen Atheisten fragt: „Warum bringst Du Dich eigentlich nicht gleich um?!“, so sagt er damit:
    „Mich freut mein Leben hier auf Erden nicht und ich sehe nur den einzigen Sinn darin, dass ich in den Himmel komme.“
    Ob das nicht eine seelische Krankheit ist ?
    „In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.“ Sigmund Freud.
    Nach meiner Beobachtung haben alle Lebewesen einen Drang zum Leben,vor allem die jungen.
    Kinder fragen sehr viel,
    nach dem ‚Sinn des Lebens‘ fragen sie meines Wissens nicht.
    Nach dem ‚Sinn‘ fragt mensch, wenn etwas überaus anstrengend oder schmerzvoll ist.
    Der VerhaltensForscher Konrad Lorenz meinte:
    „Wenn es ein Lebewesen gibt, das so verzweifelt nach einem Sinn sucht, so muss es auch einen Sinn geben.“
    Mag sein, dass es diesen objektiven ‚Sinn‘ gibt.
    Wir Menschen werden diesen ‚Sinn‘ wahrscheinlich nie herausfinden können,
    aber wir können unserem Leben selbst einen selbstgewählten ‚Sinn‘ geben, ein Vorschlag dazu:
    http://members.aon.at/goedheinz/GOD_Deutsch/Zukunft/2069Buch/2069D_13.html
    Suchbegriff: Sinn unseres Lebens
    Die Antwort auf die Frage „Gott – ja oder nein ?“ ist für mich offen, siehe
    http://members.aon.at/goedheinz/GOD_Deutsch/Zukunft/2069FaqD/2069FaqD_Erzieh.html#Werte
    Als Techniker bevorzuge ich allerdings einen ‚planenden Geist‘ – ohne zu wissen, was das sein soll :-)

    „Was, wenn Leute, die das Leben hassen und den Tod lieben, über Massenvernichtungswaffen verfügen? Eine solche Situation wäre weitaus schlimmer als der Kalte Krieg“
    Diese Situation haben wir leider in den USA (und
    möglicherweise in Israel ?).
    Die US-Army verschießt tonnenweise DU-Munition.
    DU = depleted uranium (abgereichertes Uran)
    http://www.uranmunition.de/cms/bwabschaffen/broschueren/uran/4URANmunition.pdf
    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/DU-Geschosse/Welcome.html
    Gegen DU-Munition sind Petitionen im WWW, z.B.
    http://web.bandepleteduranium.org/campaign/person.php?id=1&id_topic=1

    Gefällt mir

  10. klafuenf says :

    Gläubige sehen ihren Lebenssinn darin, dass es nach dem Tod besser ist.

    Nicht mein Film — Carpe noctem et dies.

    Gefällt mir

Trackbacks / Pingbacks

  1. Links fürs Wochenende - 11. Februar 2012
  2. Worin sehen Gläubige den Sinn ihres Lebens? | Der gesunde (T)humor - 2. Juni 2014

Was denken Sie zum Thema?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: