Die erstaunlichste Tatsache

Neil deGrasse Tyson antwortet auf die Frage, was für ihn die erstaunlichste Tatsache über das Universum sei.

Die erstaunlichste Tatsache ist das Wissen, dass die Atome, die das Leben auf der Erde erst ermöglichen, die Atome, die den menschlichen Körper bilden, zurückverfolgt werden können zu den Schmelztiegeln, die in ihrem Kern leichte Elemente zu schweren Elementen kochten, unter extremen Temperaturen und extremem Druck. Diese Sterne, unter ihnen die massereichen, wurden später instabil, kollabierten und explodierten, wobei sie ihre reichhaltigen Innereien über die gesamte Galaxie schleuderten, Innereien aus Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und alle grundlegenden Bestandteile für das Leben selbst. Diese Bestandteile werden Teil von Gaswolken, die kondensieren, kollabieren, bilden die nächste Generation von Sonnensystemen, Sterne, um die Planeten kreisen. Und diese Planeten haben jetzt die Bestandteile für das Leben selbst.

Wenn ich also zum Nachthimmel aufschaue, und ich weiß: Ja, wir sind Teil dieses Universums, wir sind in diesem Universum, aber was vielleicht noch wichtiger ist: Das Universum ist in uns. Wenn ich darüber nachdenke, schaue ich auf … Viele Leute fühlen sich klein, weil sie klein sind und das Universum groß, aber ich fühle mich groß! Denn meine Atome stammen aus solchen Sternen.

Es ist ein Gefühl der Verbundenheit. Das wollen wir doch im Leben, wir wollen uns doch verbunden fühlen, wir wollen uns doch relevant fühlen. Wir wollen doch teilhaben an all den Ereignissen und Aktivitäten, die um uns herum geschehen. Und genau das tun wir, allein dadurch, dass wir leben.

Neil deGrasse Tyson

Siehe auch:

Schön, dass Sie hier sind!
Macht uns Hawking kleiner und unbedeutender?
Wir alle müssen sterben, das heißt, wir haben Glück gehabt
Blick von außen

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Harald Stücker

2 responses to “Die erstaunlichste Tatsache”

  1. Heinz Göd says :

    Ja, Ihre Idee
    „Mensch als Spieizeug eines Gottes, das entwürdigt den Menschen“
    kann ich nachvollziehen.
    Das ist allerdings eine sehr vermenschlichte Gottesvorstellung („Der Mensch schafft sich Götter nach seinem seinem Ebenbild“)
    Ich wollte mal eine Kritik des Christentums schreiben und habe dazu die ganze Bibel und den katholischen Kathechismus gelesen, täglich 20 Seiten – mehr konnte ich nicht ertragen.
    Ja, eine grauenhafte Gottesvorstellung.
    Ich wollte dem ganzen ein neuzeitliches Weltbild gegenüberstellen.
    Daran bin ich dann gescheitert, weil die wissenschaftliche Kosmologie mehr Fehlstellen als Substanz hat. Die Wissenschaft bietet Hypothesen und Denkmodelle, die haben Berührungspunkte mit der Wirklichkeit – darum funktioniert ja die Technik -, aber ‚was die Welt im Innersten zusammenhält‘, das bleibt offen.
    Bei Hawking und Dawkins habe ich für mich auch keine befriedigendes Weltbild gefunden – vielleicht habe ich auch nicht die richtigen Bücher gefunden.
    Die Antwort auf die Frage „Gott – ja oder nein ?“ ist für mich offen, siehe
    http://members.aon.at/goedheinz/GOD_Deutsch/Zukunft/2069FaqD/2069FaqD_Erzieh.html#Werte
    Als Techniker bevorzuge ich allerdings einen ‚planenden Geist‘ – ohne zu wissen, was das sein soll :-)
    Auch für die Evolution sehe ich die Möglichkeit, dass die Teil eines Planes sein könnte.
    Mir bleibt eigentlich nur, zweispurig zu denken:
    Es gibt keinen Gott oder wahrscheinlicher gibt es doch einen Gott.
    Die Antwort ist für mich aber auch nicht wichtig.
    Ein Luchs kann auch ohne Gottesbezug leben – und ich auch,
    und wenn ich, dann auch jedermensch.
    Darum bin ich auch gegen einen ReligionsUnterricht für Kinder. Als Kind hat mir der Religionsunterricht erhebliche seelische Qualen bereitet – aber das ist ein anderes Thema.

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