Na gut, dann bin ich eben „Antisemit“

Der Vorwurf des Antisemitismus verliert in Deutschland seinen Schrecken. Das ist eine Katastrophe. Denn echte Antisemiten gibt es nach wie vor, auch in Deutschland. Aber der Begriff trifft sie nicht mehr so wie noch vor einigen Monaten. Denn wenn jeder „Antisemit“ genannt wird, der den Vorrang rechtsstaatlicher Prinzipien vor religiösen Geboten fordert, sind auf einmal nicht mehr nur 10-20%, sondern 70% der Deutschen Antisemiten.

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SavingSons.org – Eine Website offensichtlich israelfreundlicher „Antisemiten“

Wenn jeder „Antisemit“ ist, der Zwangsbeschneidung für eine Menschenrechtsverletzung hält, na gut, dann bin ich eben „Antisemit“.

Es nützt nichts, immer wieder zu betonen, dass es bei der Kritik an der Zwangsbeschneidung nicht um Religion geht. Es nützt nichts, immer wieder zu betonen, dass es nicht darum geht, Beschneidung generell, sondern nur Beschneidung als Zwang zu kritisieren. Sie ist zwar auch ein jüdischer und islamischer Ritus, aber der Horror-Masterplan der WHO zur Eindämmung von AIDS zum Beispiel – flächendeckende Beschneidung von 20 Millionen Männern in Afrika in zwei Jahren – hat unmittelbar nichts mit Religion zu tun.

Die Inflation des Antisemitismus-Vorwurfs wurde nach dem Kölner Beschneidungsurteil zunächst vor allem von religiösen Juden selbst betrieben. Inzwischen erleben wir, wie der Begriff für das alltägliche Geschäft des Parteiengezänks weiter abgeschliffen und entwertet wird, die Grünen setzen ihn jetzt sogar als Waffe für eine innerparteiliche Säuberungsaktion ein. Gerade sie, die so viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, verstehen offenbar nicht, dass auch politische Kampfbegriffe endliche Ressourcen sind. „Antisemitismus“ ist ein wichtiger Begriff. Er bezeichnet eine tödliche Gefahr. Nutznießer dieser Inflation ist der echte Antisemitismus, und ganz besonders die größte Bedrohung für alle Juden der Welt, vor allem für Israel: der fanatische Islamismus. Wie wollen wir diesen echten, den mörderischen Antisemitismus nennen, wenn mit dem Begriff „Antisemit“ bald nach jedem geworfen wird, der einfach nur den Primat rechtsstaatlicher Grundsätze über die Religion einfordert? Das große Verdienst von Henryk M. Broder ist, dass er unermüdlich auf die islamistische Gefahr hinweist. Jetzt hat er Jakob Augstein einen Antisemiten genannt. Vielleicht hat Broder Recht. Die Einhelligkeit, mit der auf ihn, Broder, eingedroschen wird, spricht dafür. Aber die Leichtfertigkeit, mit der Broder jeden „Antisemit“ nennt, der etwas am Judentum oder an Israel kritisiert, spricht dagegen.

Es nützt nichts. Wenn jeder „Antisemit“ ist, der Zwangsbeschneidung für eine Menschenrechtsverletzung hält, na gut, dann bin ich eben „Antisemit“.

Es nützt nichts, zu betonen, dass ich Israel für die einzige echte Demokratie im Nahen Osten halte, dass ich ihr nicht nur ihr „Lebensrecht“ selbstverständlich zugestehe, sondern allein die Frage danach für eine antisemitische Unverschämtheit halte.

Amery_HitlerEs nützt nichts, zu betonen, dass ich jeden, der die historische Tatsache des Holocaust leugnet, intellektuell auf eine Stufe mit Kreationisten und moralisch auf eine Stufe mit Nazis stelle. Für manche Leute ist schon der Antisemit, der die historische Einmaligkeit des Völkermords an den Juden bezweifelt. Das ist eine große Gefahr. Denn ein einmaliges Ereignis kann sich per definitionem nicht wiederholen. Ein Völkermord allerdings kann sich wiederholen. Viele möchten glauben, dass es nicht schlimmer kommen kann, denn dann hätten sie das Schlimmste schon hinter sich. Aber das ist gefährliches Wunschdenken. Es kann immer schlimmer kommen. Die Gefahr für die Juden geht nicht mehr von Deutschland aus. Zwar gibt es auch in Deutschland noch echte Antisemiten, aber den mörderisch gefährlichen, eliminatorischen Antisemitismus, den gibt es in vielen arabischen Ländern. Im Islamismus wird der Holocaust nicht geleugnet, dort wird er gefeiert.

Wie wollen wir sie in Zukunft nennen, die islamistischen Nazis? Oder ist es wirklich ernst gemeint, dass die Einforderung grundlegender Menschenrechte auch für Kinder eigentlich viel schlimmer ist als ein Völkermord?

Es nützt nichts, zu betonen, dass – im Gegensatz zur „Islamophobie“, der gut begründeten Angst vor einem Erstarken des Islamismus – der Antisemitismus tatsächlich ein Wahn ist, der seinen Ursprung in religiösen Wahnvorstellungen von Christen und Muslimen hat. Das Judentum kennt keine Selbstmordattentäter, keine Ehrenmorde, keine Kinder als Ehefrauen. In Israel werden weder Ehebrecherinnen gesteinigt, noch Schwule und Atheisten aufgehangen. Wer jetzt einwenden möchte, dass das aber so in der Bibel steht, trifft genau ins Schwarze: Die Juden haben gelernt, grausame und inhumane religiöse Gebote zu ignorieren. Sie haben sich zivilisiert.

So ist es doch eigentlich erstaunlich, dass es von jüdischer Seite in Deutschland nach 1945 kaum Racheaktionen gegeben hat. Wie unerträglich muss es für die Überlebenden des Holocaust gewesen sein, das deutsche Wirtschaftswunder mit anzuschauen; zu sehen, wie die Nutznießer der Arisierung reiche Ernte einfahren; wie unbeschwert das Leben aus den Ruinen erblüht. Wären die ersten Eisdielen im sommerlichen Deutschland der Fünfziger Jahre nicht ein idealer Ort gewesen für Bombenanschläge, so wie sie heute in Tel Aviv an der Tagesordnung sind? Der Verzicht auf Rache ist ein moralisches Verdienst.

Neckermann_Joel

Ein Klick aufs Bild führt zu der sehenswerten Dokumentation einer Arisierung: „The Joel Files“.

Es nützt nichts, zu betonen, dass ich das säkularisierte Judentum für die entscheidende treibende Kraft des wissenschaftlichen, technologischen und moralischen Fortschritts halte, dass ich glaube, dass wir ohne die Beiträge jüdischer Wissenschaftler, Unternehmer und Philosophen immer noch mit mindestens einem Bein im christlichen dunklen Mittelalter stecken würden.

Israel ist nominell ein Gottesstaat, aber 44% seiner Einwohner bezeichnen sich als säkular. Diese Menschen haben keinerlei Nachteile. Die jüdische Kultur ist am weitesten gekommen bei der Emanzipation von der Erblast des Religiösen. Diesen Weg zur Säkularisierung muss jede Zivilisation gehen, wenn sie erwachsen werden will. Darin ist uns die jüdische Kultur voraus.

Das Judentum ist von allen Monotheismen am wenigsten virulent: Juden missionieren nicht. Sie klingeln nicht an Ihrer Haustür, um mit Ihnen über „G’tt“ zu sprechen, und sie belästigen Sie in der Fußgängerzone nicht unaufgefordert mit der Torah. Synagogen läuten keine Glocken. Das Judentum ist, soweit ich weiß, die einzige Religion, für die man tatsächlich eine Prüfung ablegen muss, um ihr beizutreten. Das ist sympathisch.

Aber es nützt nichts. Wenn jeder „Antisemit“ ist, der Zwangsbeschneidung für eine Menschenrechtsverletzung hält, na gut, dann bin ich eben „Antisemit“.

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About Harald Stücker

Harald Stücker

45 responses to “Na gut, dann bin ich eben „Antisemit“”

  1. Raphaela Langenberg says :

    Sehr gut auf den Punkt gebracht! :-)

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  2. Stefan Schritt says :

    Eine differenzierte Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema. Er zeigt uns auf, wie unbedacht der Mensch oftmals handelt, ohne sich über die Folgen im klaren zu sein – oder sie, schlimmer noch, einfach ignoriert. So tragisch es ist, daß so ein Artikel überhaupt geschrieben werden muss, so wichtig ist es doch, daß er geschrieben wurde.

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  3. iqvixen says :

    Reblogged this on Just a Snip – against genital mutilation aka circumcision and commented:
    Alright then I’m an anti-Semite (translation of the headline)
    A strong appeal: Please understand, that maintaining that an intact body is a human right – even for children (boys and girls alike) does NOT equal being an anti-Semite. On the contrary. Great, great read.

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  4. iqvixen says :

    A great read. I have reblogged to http://www.justasnip.wordpress.com and to http://www.facebook.com/justasnip I am sure those of our users who reads German will find it very important.

    Will you consider having the blog post translated so I can post it on Just a Snip in English, please?

    Just a Snip is an international intactivist initiative working to unite all local/national organisations and individuals around the cause. We aim to be able to support each others local campaigns with the entire force of the global community. Strength in numbers.

    Sincerely,

    Lena Nyhus / IQvixen
    Founder of Just a Snip

    justasnip@hotmail.com

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    • Harald Stücker says :

      Thanks a lot, Lena,
      yes, of course, I would love to see it translated. However, I do not have the time to do it myself at the moment. Besides, it is always better to translate into your mother tongue. Perhaps you could find somebody in your community, who understands German and would be willing to do it?!

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  5. Regine Darwin says :

    Ein sehr guter Artikel, vielen Dank dafür. Und genauso wird es dem Begriff „Holocaust“ ergehen. Dass die jüdischen Religionsangehörigen diesen furchtbaren Teil der deutschen Geschichte bagatellisieren, indem sie ihn als weniger schlimm als die Beschneidung bezeichnen, trägt wesentlich dazu bei.

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  6. Katrin Betka says :

    Ich stimme voll zu. Endlich sagt es jemand mal deutlich, welcher Mißbrauch hier mit dem Begriff „Antisemit“ derzeit getrieben wird.

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  7. Marina Münch says :

    Der Artikel ist gut geschrieben, nur zur Berichtigung, um Jude zu werden, mußt Du eine Jüdin heiraten und Dich beschneiden lassen! Obligatorisch. Oder Du heiratest eine Jüdin, läßt Dich aber nicht beschneiden – denn – sehr viele russische jüdische Einwanderer sind auch nicht beschnitten und wehren sich mit Händen und Füßen, sich und ihre Nachkommen unter das Messer zu legen.
    Aber sicherlich mußt Du keine Prüfung ablegen.

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    • Alex says :

      „nur zur Berichtigung, um Jude zu werden, mußt Du eine Jüdin heiraten und Dich beschneiden lassen!“
      Das ist vollkommen falsch. Durch die Heirat mit einer Jüdin wird man nicht selbst zum Juden. Nur durch eine offiziell bestätigte Konversion nimmt man ide jüdische Religion an.
      Die gemeinsamen Kinder ein er Jüdin und eines Nichtjuden sind aus jüdischer Sicht automatisch Juden, da die matrilineare Linie gilt.
      Kinder eines Juden und einer nichtjüdischen Frau sind nicht automatisch Juden sondern müssen konvertieren. Das ist religionsintern umstritten, aber zur Zeit ist das so.
      Bei der Konversion eines Mannes zum Judentum, ist die Beschneidung obligatorisch, um den Übertritt zu vervollständigen.
      Wieviele männliche russische -jüdische?- Einwanderer bisher keine Brit hatten ist nicht genau bekannt. Für die aus Russland stammenden Mitglieder einer jüdischen Gemeinde ist die Brit für ihre männlichen neu geborenen Nachkommen zu einem überwältigenden Teil obligatorisch. Es besteht innerhalb der jüdischen Gemeinden kein Zwang zur Beschneidung.

      Für eine sachliche Diskussion zu einem kontroversen Thema gehört doch aus meiner Sicht auch, sich erst fundiert zu informieren und dann eine Meinung zu äußern. Das vermisse ich hier bei dieser „Berichtigung.“ und einigen anderen Beiträgen.
      Ist das Judentum so vogelfrei, dass dafür die Regeln der Objektivität und Fairness nicht gelten?

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      • Peter Bierwirth says :

        Was Alex da geschrieben hat, stimmt natürlich. Warum sich nicht-jüdische und nicht-moslemische Leser sich über haupt mit diesem
        Thema beschäftigen, ist mir ein Rätsel. Wast geht diese Menschen, die nicht beider Religionen teilhaftig sind, überhaupt deren Rituale an???

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  8. Marina Münch says :

    „Wären die ersten Eisdielen im sommerlichen Deutschland der Fünfziger Jahre nicht ein idealer Ort gewesen für Bombenanschläge, so wie sie heute in Tel Aviv an der Tagesordnung sind? Der Verzicht auf Rache ist ein moralisches Verdienst.“
    Erstens gab es zu dieser Zeit kaum mehr einen Juden in Deutschland, zweitens waren sie und auch alle anderen Bewohner Deutschlands sehr entkräftet durch den vorangegangenen Krieg. Und drittens, wer sagt denn, daß die Rache nicht sofort kommt, sondern verspätet?
    Wie z.B. die Einflüsterer (z.B. Josef Ackermann, Deutsche Bank, auch Jude) von Angela Merkel, die ein großes Europa forderten mit einer gemeinsamen Währung???
    Die gemeinsame Währung wurde damals gegen Volkes Willen vereinbart und es wurde versprochen, daß kein Land für ein anderes finanziell aufkommen muß.
    Was haben wir heute – mit z.B. Griechenland, Spanien, Italien, etc. Diese Länder stehen doch alle vor dem Abgrund – durch diese sch….. gemeinsame Währung!
    Und auch wir Deutschen werden noch sehr viele Federn lassen müssen
    Manchmal denke ich, ob das die späte Rache ist!

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    • Harald Stücker says :

      Blödsinn. Erstens waren nicht alle Juden in Konzentrationslagern. Sehr viele sind emigriert und haben als Soldaten gegen Deutschland gekämpft.
      Zweitens ist Deine abstruse Verschwörungstheorie ein Paradebeispiel für echten Antisemitismus. Poste hier bitte nicht mehr so einen Müll.

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      • andre says :

        Naja, keine qualifizierte Antwort. Statt der Antisemitismus Keule holst du hier die Verschwörungstheorethiker Keule raus.

        Warum soll es eine abstruse Verschwörungstheorie sein? Nur weil du nicht der gleichen Meinung bist oder dir die Antwort nicht gefällt?

        Ein Paradebeispiel für echten Antisemitismus? Was ist denn echter und unechter Antisemtismus? Was ist überhaupt Antisemitismus?

        Das müsste doch als allererstes geklärt werden. Ansonsten reden alle aber auch alle aneinander vorbei.
        Vom Wortstamm her bedeutet „anti“ „gegen“ oder „an Stelle von“ und die Semiten sind die Bewohner der arabischen Halbinsel, also überwiegend Moslems. Ein Großteil der in Israel lebenden Juden ist übrigens gar nicht semitisch.

        Das Wort Antisemitsmus hat also genaugenommen eine falsche Bedeutung. Es ist ein Kampfbegriff, mit dem Kritiker in eine Schublade gesteckt werden sollen, um diese dann mundtot zu machen. Genau wie der Begriff Verschwörungstheoretiker. Menschen, die sich ihre eigenen Gedanken machen und nicht alles glauben, was ihnen erzählt wird, werden oft als Verschwörungstheoretiker abgestempelt. Und das nur, weil Sie die offiziellen Versionen mit mehr oder weniger guten Argumenten anzweifeln!

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  9. Marina Münch says :

    „Es nützt nichts, zu betonen, dass ich Israel für die einzige echte Demokratie im Nahen Osten halte….“
    Bitte nicht nur Glorifizierung. Man denke nur an den rücksichtslosen Siedlungsbau in palästinensisches Gebiet!

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    • Frank says :

      Es gibt kein „palästinensisches Gebiet“. Die Araber haben den UN-Teilungsplan abgelehnt und sofort nach der Gründung Israel überfallen (und verloren). Die sog. Westbank gehört teilweise zu Jordanien (das eigentliche Palästina), Gaza war früher ägyptisch. Allerdings hatten die Israelis den Sinai erobert, im Waffenstillstand aber wieder geräumt. Gaza ist eigentlich ägyptisch.

      Der Bau von Siedlungen erfolgt bestenfalls in „umstrittenen Gebiet“. Und warum dürfen Juden eigentlich nicht überall kaufen, bauen und wohnen? Wie du und ich? Wusstest du, dass die Araber jeden mit dem Tode bestrafen, der Juden Grundbesitz verkauft?

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      • Marina Münch says :

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        • Marina Münch says :

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          • Marina Münch says :

            Sorry, aber Kritik muß erlaubt sein dürfen! Nicht nur, was die Beschneidung angeht:
            Einige Gründe für den Konflikt:

            „Ost-Jerusalem ist, nach Auffassung der Vereinten Nationen, Teil jenes Besatzungsgebietes, das Israel 1967 ebenso annektierte wie den Gaza-Streifen und die Westbank: Das Land der Palästinenser. Die Bewohner der Westbank dürfen allerdings nach dem Willen der israelischen Regierung nicht nach Ost-Jerusalem, wo ihre Verwandten und Freunde wohnen. Und die Jerusalemer Palästinenser dürfen nicht in die Westbank, ohne israelische Genehmigung. Selten genug wird sie erteilt. Außer man hat Glück oder stellt sich dem israelischen Geheimdienst als Spitzel zur Verfügung. Wer diese oder andere Papiere – Geburtsurkunden, Personalausweise, Aufenthaltsgenehmigungen – haben möchte, muss Tage in Schlangen vor einem kleinen, schwach besetzten Büro verbringen. Natürlich sind die Formulare in Hebräisch. Auch wenn die Mehrheit der Palästinenser nur arabisch spricht. Für jüdische Siedler wurden im palästinensischen Ost-Jerusalem seit 1967 rund 100.000 Wohnungen gebaut und gefördert. Etwa 9.000 Bauanträge von Palästinensern wurden genehmigt. So vermindert sich die Zahl der Palästinenser stetig und so wächst die Zahl der Juden in Ost-Jerusalem.“
            Auszug aus: http://www.readers-edition.de/2012/04/03/die-judische-herrschaft-oder-die-palastinenser-wohnen-am-falschen-ort/#comments

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            • Marina Münch says :

              https://www.epubli.de/shop/buch/Bin-ich-ein-Antisemit-Hans-Bergman-9783844236446/20623#beschreibung
              Auszug aus dem Buch: Bin ich ein Antisemit?

              “Ich halte jüdische Siedler, die sich in der West Bank das
              Land der Palästinenser widerrechtlich aneignen (und
              alle, die sie dabei unterstützen), für diebisches Gesindel.”
              Reicht eine solche Aussage heute schon, um jemanden
              als antisemitisch einstufen zu dürfen?
              Kann man einen Menschen als Antisemiten bezeichnen,
              wenn er in einem Forum sich vehement gegen die jahr-
              zehntelange Expansionspolitik Israels ausspricht und in der
              Retrospektive erkennt, dass diese Politik gut genug ist, um
              antisemitische Ressentiments zu fördern?
              Warum aus einem glühenden Verfechter Israels ein strikter
              Gegner dieses Staates wird, der als Refugium für Juden
              aus aller Welt gedacht war und sich zum landfressenden
              Aggressor entwickelt hat, erschließt sich nach Lektüre die-
              ser Rückbetrachtung.“ Hans Bergman

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  10. Stefan Dietrich says :

    @Marina: Das geht wirklich nicht! Die hinter deinen Äußerungen versteckte, krude Verschwörungstheorie ist durch nichts belegt und ein Auswuchs von mittelalterlichen Hasstirarden zum „bösen Finanzjuden“. Ich würde es sehr schätzen, wenn du erst einmal in dich gehst und dir über einige Dinge klar wirst.
    Bitte unterlasse solche Postings in Zukunft!

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  11. Frank says :

    @Frau Münch, eine Beschneidungsgegnerin, die gleichzeitig über jüdische Weltherrschaft/das Finanzkapital in Gestalt eines vorgeblichen Juden faselt UND auch sich auch noch der Israelkritik hingibt…… Also mir reicht es. Tschüß auf FB!!!!

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  12. Ich says :

    Viel mehr als Frank könnte ich auch nicht beitragen. Marina ist leider komplett des- oder uninformiert. Sie plappert einfach Anschuldigen nach, die bei näherer Überprüfung samt und sonders gegenstandslos sind. Die Unfähigkeit, sich mit durchaus nicht trivialen Fragen des Völkerrechts auseinander zu setzen tut ihr Übriges. Ägypten und Jordanien haben auf Gaza respektive Westbank verzichtet. Israel hat sich aus Gaza komplett zurückgezogen, der Lohn dafür sind Hass und Angriffe. Die Westbank wird Israel weiterhin verwalten müssen, da bei einem Rückzug alle dort lebenden Juden um ihr Leben fürchten müssen. Was gerne vergessen wird: Viele Siedlungen in Westbank existieren schon seit Jahrhunderten. Warum bitteschön sollten diese Menschen weniger Recht haben, dort zu leben, als zugezogene Araber? Menschen wie Marina adoptieren die angeblich unterdrückten Araber um nach Herzenslust gegen Israel und Juden schimpfen und hetzen zu können. Sowas ist mit Ratio nicht beizukommen.

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  13. Sakshin says :

    wegen leuten wie marina bin ich au der fb-gruppe für genitale slebstbestimmung minderjähriger ausgetreten.
    wobei man die geschichte israels natürlich schon sehr diffenrenziert sehen muß.
    letztendlich ist auch das palästinensische volk ein opfer des holocaust. ohne dieses unsagbar schlimme verbrechen im namen des deutschen volkes wäre der staat israel nicht gegründet, und nicht hunderttausende palästinenser vertrieben worden.
    ich schreibe das ohne den gründern israels einen vorwurf machen zu wollen und erstrecht ohne das existensrecht israels anzuzweifeln.
    die diffenrenzieung fehlt mir in dem blogeintrag ein bisschen, ansonsten gefällt er mir sehr gut.

    mein problem ist das sich in der fb-gruppe mitlerweile nicht nur latent antisemitische gemüter wie marina, sondern antireligöse fanatiker im allgemeinen tummeln und es kaum noch um das eigentlich thema der gruppe geht.

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  14. Stefan Schritt says :

    Ohne auf ein spezielles Posting eingehen zu wollen …

    Das Thema „Verschwörung“ ist ja nun zugegebenermaßen ein heikles, speziell in diesem Kontext und diesem Lande. Deshalb möchte ich an dieser Stelle kurz einmal – für alle möglichen „Seiten“ – eine Kleinigkeit anmerken, die ich zur objektiven Beurteilung für unerlässlich halte. Jeder Mensch ist ein Mensch, und somit anfällig für menschliche Unsitten und Verfehlungen. Dabei spielen Religion, Herkunft etc.pp. keinerlei Rolle. Deshalb ist es mEn wichtig, immer im Hinterkopf zu behalten, daß *niemand* aufgrund von irgendetwas anderem als seiner persönlichen Einstellung und Motivation einer höheren oder geringeren Wahrscheinlichkeit unterliegt, sich an „Verschwörungen“, „geheimen Absprachen“, „Beeinflussungen“ oder wie auch immer man es im jeweils gegebenen Kontext nenne möchte zu beteiligen.

    Mit anderen Worten: nur weil Person X zur Gruppe Y gehört, ist sie *weder* automatisch verdächtig, *noch* automatisch unverdächtig, etwas unlauteres im Schilde zu führen.

    Vor diesem Hintergrund finde ich es bedenklich, daß grade in der Beschneidungsdebatte regelmäßig alle Vorwürfe gegen den ZdJ, bewusst die Politik beeinflusst zu haben, als „antisemitische Verschwörungstheorie“ abgetan wurden und werden. Auch im ZdJ sitzen nur Menschen, die nicht anders handeln als andere Menschen auch. Hier darf man die Objektivität nicht verlieren, auch nicht mit Blick auf propagandistische Mythen, wie sie in der braunen Ecke nicht totzukriegen sind.

    Zum Vergleich: wenn ich hier schreibe daß ich glaube, daß sich die (deutschen) katholischen Würdenträger gegen die Justiz „verschworen“ haben, um Missbrauchsfälle zu vertuschen, darf man diese Vermutung nicht anders werten als würde ich schreiben, jüdische Würdenträger hätten sich „verschworen“, um ein verfassungswidriges Gesetz durchzudrücken.

    Leider ist es grade diese Objektivität, die in diesem Lande oft unter den dunklen Kapiteln unserer Geschichte leidet. Und das auf allen „Seiten“.

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    • Fidelis says :

      Es kommt nicht darauf an, ob es eine Verschwörung tatsächlich gibt. Wenn im Ergebnis Dinge passieren, die auch von einer Verschwörung stammen könnten, wo ist dann das Problem?
      à qui profite le crime? sollte man sich unter allen Umständen fragen…

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  15. Statistiker says :

    „gut begründeten Angst vor einem Erstarken des Islamismus“

    Wird hier eine neue Phobie geschürt, ein Vorurteil gestärkt?

    Solche Auusagen entwerten den gesamten ansonsten guten Artikel.

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    • Harald Stücker says :

      Bitte genau lesen: Ich schrieb „Islamismus“, nicht „Islam“. Das Vorurteil, dass der Islamismus ein Problem ist, möchte ich in der Tat stärken. Es wäre Aufgabe des Islams, sich vom Islamismus glaubwürdig zu distanzieren, nicht meine.

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  16. lawgunsandfreedom says :

    Reblogged this on Waffen – Waffenbesitzer – Waffenrecht und kommentierte:
    Gut geschrieben – sauber argumentiert. Leseempfehlung!

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  17. Iris says :

    Eine kulturelle Revolution braucht kein Gesetz

    Antwort: von Iris
    Den Vergleich mit dem Holocaust finde ich mehr als billig. Aber wenn dem so ist, dass man diese Angelegenheiten nicht trennen kann und es antisemitisch ist gegen Knabenbeschneidung zu sein, dann bin ich eben ausser Atheistin ab sofort auch juedische Antisemitin, muslimische Antisemitin und Anti-amerikanerin. Meine Ethik kennt nur Menschen. Sie ist unabhaengig jeglicher Konfession oder Staatsangehoerigkeit.
    Lieber Herr Stuecker,

    Lieber Herr Stuecker,

    vielen Dank fuer diesen Bericht. Sie sprechen mir aus der Seele. Da ich glaube, dass sie von meinem Kommentar zu oben genanntem Artikel inspiriert wurden; diesen Gedanken so treffend zu analysieren und auszuformulieren moechte ich noch etwas anfuegen.

    Als ich diese Antwort schrieb hat sich in mir alles gestraeubt, mich selbst als „Antisemitin“ zu bezeichnen. Fuer mich stellt diese Bezeichnung eine der beschaemendsten und schlimmsten Beleidigungen dar, mit der gerade ein Deutscher ueberhaupt betitelt werden kann. Darum habe ich auch extra die drei Gruppen erwaehnt, die die Beschneidung fovorisieren. Mit dieser Aufsplitterung konnte ich dann wenigstens noch vor mir selbst bestehen und hatte nicht das Gefuehl komplett in der Schublade zu landen in die mich, speziell von der juedischen Lobby, hinein gezwungen fuehlte.

    Vielen Dank nochmal, mit ihrem Beitrag geht es mir und betimmt auch vielen anderen wieder besser.

    Liebe Gruesse
    Iris

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  18. Amen Paternoster says :

    Universale Vorlesung über den Begriff Semitismus! – und warum das Wort „Anti-Semitismus“ ein fundamentaler Denkfehler ist! … und andere Klarstellungen zum mitlernen.

    Auch hier – in diesem Forum – wird der Begriff „Anti-Semitismus“ – also: „Gegen-Semitismus“ benützt, ohne zu begreifen – ja ohne überhaupt geprüft zu haben – was „Semitismus“ eigentlich bedeutet.

    Da wird blind – ja denkfaul – nachgeplappert und von „Antisemitismus“ gesprochen, der auf Grund des Begriffes SEMITISMUS gar nicht existiert. Es ist also ein fundamentaler Fehler das Wort „Antisemitismus“ zu benützen, und so ist es auch sinnlos dieses Wort ausschließlich auf eine spezifische – dem semitischen Sprachgebrauch angehörige Bevölkerungsgruppe – z.B. Hebräern / Juden / Judentum) zu beschränken.

    Und wenn es nun doch so ist, dass es gerade die Kinderverstümmler sind, welche sich „Juden / Hebräer“ nennen, die jeden der sich kritisch über diese und jene von ihnen begangene Aktivität äußert, als „Anti-Semit“ bezeichnen, dann ist dies ja nur ein weiteres Zeichen psychopatischer Ignoranz, welche sich in der krankhaften Behauptung – der psychopatischen Überheblichkeit – „Wir sind die Auserwählten“ – „Gott hat UNS auserwählt“ („Wir sind was ganz besonderes“) wiederspiegelt. … und dies sicherlich zum offensichtlichen Nachteil dieser sich selbst im sinnlosen Wort „Antisemitismus“ als „Einzige Semiten“ bezeichnenden Mitmenschen. Faktum ist aber, dass die sogenannten Hebräer bei weitem nicht die einzigen Semiten (also dem semitischen Sprachgebrauch angehörigen Menschen) sind.

    Wer also das Wort SEMITISMUS dem eigentlichen Sinn nach begreift, der erkennt, dass das Wort „Anti-Semitismus“ ein fundamentaler Denkfehler ist, da es „Gegen den Semitismus“, also „Gegen alle SEMITISCHEN SPRACHEN“ bedeutet, und „nicht gegen die dem semitischen Sprachgebrauch angehörigen Personen“ gerichtet ist.

    Mit dem Ausdruck SEMITISMUS bezeichnet man SPRACHWISSENSCHAFTLICH eine Anleihe an Konstruktions- oder Ausdrucksweisen, wie sie in semitische Sprachen üblich ist. Diese Verwendung ist analog z. B. zu Germanismus, Anglizismus usw.

    Somit ergibt sich für die Klassifikation der SEMITISCHEN SPRACHEN folgende Struktur:
    Semitisch: Ostsemitisch (Akkadisch); Westsemitisch; Zentralsemitisch (Hebräisch, Neuhebräisch; Nordwestsemitisch (Kanaanäisch, Aramäisch …); Arabisch …; Athiosemitisch u.sw.

    Da es also auch niemanden gibt, der sich „Gegen den Semitismus“, soll heißen: „Gegen die semitischen Sprachen“ ausspricht, ist das Wort „Antisemitismus“ / „Gegen-Semitismus“ vollkommen sinnlos! Ein fundamentaler Denkfehler also!

    Zweifellos gibt es Menschen, welche sich dieser und jener von sich als „Juden“ bezeichnenden Mitmenschen begangenen Aktivität aussprechen, diese und jene Aktivität – gerechtfertigt oder ungerechtfertigt – kritisieren und dann eben als „Anti-Semiten“ bezeichnet werden. Da aber – wie hier erklärt wurde – diese sich als „Juden“ bezeichneten Menschen nur eine Gruppe von vielen anderen Gruppen ist, welche dem semitischen Sprachgebrauch angehören, ist die Nutzung des Wortes „Anti-Semitismus“ FALSCH … und wenn es auch Menschen gibt, die sich ungerecht gegen diese und jene von sich als „Juden“ bezeichnenden Mitmenschen richten, dann ist das Wort „Anti-Jude“ _ „Anti-Judentum“, aber nicht das Wort „Anti-Semit“ _ Anti-Semitismus“ korrekt.

    Wobei selbstverständlich der Begriff JUDENTUM ausschließlich mit dem Wert (der Aktivität) des ECHTEN JUDENTUMS im Einklang ist. … und so betone ich auch hier wiederum und mit aller Deutlichkeit, dass das ECHTE JUDENTUM weder mit dem Begriff „Religion“ / „Ritual“ / „Kinderverstümmeln“ und der offensichtlich ja auch fundamentalen CHUZPE, dem Ausdruck tiefste Blasphemie Behauptung: „Gott hat uns Ausgewählt“ / „Gott hat uns dieses Land versprochen“ / „Gott hat uns befohlen das Kind zu beschneiden“ (Zwangsbeschneidung) NICHTS am Hut hat … eben genauso nicht wie Mutter ~ Vater Schöpfer selbstverständlich NICHTS mit dieser und jeder anderen Anti-Schöpfungs-Aktivität zu tun hat!

    Es ist also schon auch für Euch hier in diesem Forum an der höchsten Zeit endlich zu erkennen, dass es ausschließlich das FALSCHE JUDENTUM ist, dass es die FALSCHEN JUDEN sind, welche die Grausamkeit, die Anti-Schöpfungs-Aktivität der Zwangsbeschneidung begehen, und welche die CHUZPE haben, dieses VERBRECHEN gar Mutter ~ Vater Schöpfer in die Schuhe schieben!

    Das ECHTE JUDENTUM ist absolut NICHT an „Religion“, aber ausschließlich am Wohl der Schöpfung und darin eben auch am Wohl der Menschheit interessiert und in diesem Sinne selbstverständlich auch zur Verhinderung und zur Beendigung des Verbrechens der Zwangsbeschneidung und der Unterdrückung der palästinensischen Mitmenschen in Kanaan aktiv.

    Nur die FALSCHEN JUDEN / nur das FALSCHE JUDENTUM ist bereit diese Verbrechen zu begehen, und darüber hinaus noch die „Legalisierung“ dieser Verbrechen anzustreben.

    Nur der FALSCHE RECHTSSTAAT ist fähig ein KINDERVERSTÜMMLERSTAAT zu sein!
    In der ECHTEN DEMOKRATIE ist die „Legalisierung“ von Verbrechen nicht möglich!
    So kann man weder Deutschland und „Israel“ NICHT als Echte Demokratie, aber eben als Kinderverstümmlerstaat, als Polizeistaat, als Unrechtsstaat erkennen.

    Dass die „Legalisierung“ der Zwangsbeschneidung in sich selbst ein Verbrechen gegen die Menschheit darstellt, und warum ich diese „Legalisierung“ mit den 1935 Nürnberger Gesetzen vergleiche, könnt ihr im Exposé: http://de.scribd.com/doc/111301513/1935-Nurnberger-Gesetze-2012-Zwangsbeschneidung-Legalisierungs-Gesetz-Expose studieren.

    Und wenn sich auch mit einigen anderen Zwangsbeschneidungsgegnern ebenso Harald Stücker und die Giordano Bruno Stiftung NACH dem Kölner Urteil zu Wort meldet, bleibt die Frage zu beantworten: „Wo waren denn Harald Stücker und die anderen, und die Giordano Bruno Stiftung, und die anderen „Kinderschutzverbande“ VOR dem Kölner Urteil? … und wie rechtfertigen die Giordano Bruno Stiftung und die anderen „Kinderschutzverbande“ IHR FEIGES SCHWEIGEN, wenngleich ich sie seit vielen Jahren darüber informiere, dass das Verbrechen der Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern tagtäglich und im gesamten Bundesgebiet begangen wird; dass ich dieses Verbrechen in diesen Jahren und so auch lange vor dem Kölner Urteil wiederholt zur Anzeige gebracht habe … und wie rechtfertigen die Giordano Bruno Stiftung und die anderen „Kinderschutzverbande“ IHRE WEIGERUNG sich diesen erstatteten Strafanzeigen und Strafanträgen gegen dieses Verbrechen – trotz meiner Aufforderung dazu – anzuschließen, und dabei vollkommen versagt zu haben?

    Sich „Kinderschutzverband“ zu nennen, aber sich – und trotz deutlicher Aufforderung – zu Weigern diesem tagtäglich und im gesamten Bundesgebiet begangenen Kindesmissbrauch mit den hierfür vorhandenen rechtsstaatlichen Mitteln entgegenzutreten, … sich all diese Jahrzehnte in feiges Schweigen zu hüllen … ist sicherlich ein fundamentaler Widerspruch und nicht weniger eine grausame Scham in sich!

    Schamvolles Faktum und darin auch eine grausame Realität ist, dass das Verbrechen der Zwangsbeschneidung ja nur deshalb tagtäglich und bundesweit begangen werden konnte und kann, weil auch 99.99% der Erwachsenen-Bevölkerung in Deutschland im Zustand aufgesetzter psychopatischer Blindheit diesem offensichtlichen Verbrechen „zugesehen“ hat, und 99% dies auch heute noch tun.

    „Die Qualität einer Gesellschaft ist einfach darin zu erkennen, wie sie ihre Kinder schützt“!
    Eine Gesellschaft in der die „Legalisierung“ der Zwangsbeschneidung möglich ist, diese Gesellschaft ist demnach in sich selbst als VERSAGER-GESELLSCHAFT bezeichnet. Stolz kann darauf doch niemand sein. Oder? … da hilft auch die ganze „Diskutiererei“ nichts.

    „Gewalt an Kindern ist keine Privatsache“!
    Da gibt es gar nix darüber zu diskutieren.

    VERNUNFTSERHEBUNG IST ANGESAGT!

    Globales Symposium für eine Intakte Menschheit
    http://www.intacthumanity.org

    Jerusalem, Freitag den 11 Jänner 2013
    Amen

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    • Stefan Schritt says :

      … sich all diese Jahrzehnte in feiges Schweigen zu hüllen … ist sicherlich ein fundamentaler Widerspruch und nicht weniger eine grausame Scham in sich!
      ————————————————————————————————

      Es tut weh, diese Absätze zu lesen. Nicht, weil sie verletzend wären – nein, viel schlimmer. Weil sie wahr sind, zumindest, wenn ich für mich selber spreche.

      Auch wenn es mich nicht direkt betroffen hat, oder jemanden, den ich gut kenne, so beschäftige ich mich doch schon seit vielen Jahren mit dem Thema. Schon vor so langer Zeit war ich der Meinung, daß Kindesbeschneidung eine Menschenrechtsverletzung ist. Warum also habe ich erst letzten Sommer, als andere schon vorangeschritten waren, den Hintern aus dem Sessel bekommen und mich engagiert ?
      Warum nicht vorher ?

      War es die mangelnde Betroffenheit in meinem Umfeld ?
      War es Bequemlichkeit, die Hoffnung, andere würden es schon machen ?
      War es die Annahme, das würde hierzulande niemanden interessieren ?
      War es der Glaube, man könne ohnehin nichts bewirken ?
      War es die Angst vor dem, was in Harald’s Artikel beschrieben steht ?
      War es alles davon ?

      Ich muss mir den Vorwurf machen lassen, zu lange geschwiegen zu haben. Von anderen, und auch von mir selbst. Auch ich als Einzelner werde mir die Frage immer wieder stellen müssen, ob jemand seinem Schicksal hätte entgehen können, hätte ich vor 10 Jahren schon den Mund aufgemacht.
      Wie so oft, wie bei so vielen anderen Dingen auch.

      Die verlorene Zeit kann ich nicht aufholen, das Geschehene nicht ungeschehen machen. Nur eines kann ich – den Weg, den ich jetzt endlich eingeschlagen habe, konsequent weiter gehen. Und das werde ich tun.

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      • Amen Paternoster says :

        Lieber Stefan, Deine Offenheit, Deine Einsicht … mögen viele von Dir lernen. Es ist keine Schande Fehler zu machen (und wie in Bezug auf die Zwangsbeschneidung aus den verschiedensten und von Dir erwähnten Gründen geschwiegen zu haben, können wir dies als Fehlverhalten betrachten). Aber die Schande beginnt dann, wo man sich weigert den Fehler einzusehen und diesen zur Korrektur zu bringen.

        Ich bin ja so froh, dass es Menschen wie Dich gibt. „Einsicht ist der beste Weg zur Besserung“, sagt man. Und es stimmt.

        Es ist also an uns, die Mauer der Ignoranz / der Gleichgültigkeit / der Feigheit zu durchbrechen und die aufgesetzten Blinden zum Sehen zu bringen.

        Durch bloßes Reden … mittels dieser andauernden „Diskussion über Diskussion“ und mit „Bittstellungen“ (Petition) wird uns dies aber nicht gelingen.

        Das Verbrechen der Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern wird tagtäglich und im gesamten Bundesgebiet begangen … und dieses gar noch im verbrecherischen Schutz der Bundesregierung und aller politischer Fraktionen, welche sich durch die „Legalisierung dieses Verbrechens“ öffentlich als Knechte der Kinderverstümmlergesellschaft entlarvt haben.

        Wie schon gesagt: Die „Legalisierung der Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern“ ist Verfassungswidrig; stellt die Aushebelung der Rechtsstaatlichkeit / die Travestie der Rechtsstaatlichkeit und in dem ein Verbrechen dar. Sie ist die ENTRECHTUNG der männlichen Bevölkerung. Die Degradierung der männlichen Bevölkerung zu Bürgern minderen Rechts.

        Die „Legalisierung der Zwangsbeschneidung an männlichen Kindern“ ist demnach ILLEGAL / GESETZWIDRIG und NULL und NICHTIG!

        Wir im Globalen Symposium für eine Intakte Menschheit haben dieses Verbrechen nicht nur schon lange vor dem Kölner Urteil auch in Deutschland und Österreich und anderen Rechtsstaaten zur Anzeige gebracht, wir werden dies auch weiterhin tun.

        Wir werden die Behörden auch weiterhin auffordern das bestehende Gesetz gegen das Verbrechen der Zwangsbeschneidung so anzuwenden wie es beschaffen ist.

        Die Unterzeichnung unserer Universal Declaration of Demand for Law Enforcement http://www.intacthumanity.org/declaration-of-demand.html ist ein DIREKTER BEITRAG dieses Global Kollektive Verbrechen an der Menschheit auf dem adäquaten – hierfür vorgesehenen – Weg zu beenden.

        Es geht darum eine Kritische Masse von Unterzeichnern zu erreichen.
        Jede Unterzeichnung der Deklaration der Forderung zählt also.

        Im Anblick dessen was dem Kinde angetan wird, sind wir nicht bereit irgendjemanden zu „Bitten“ sich dagegen zu erheben.

        Wir FORDERN die VERNUNFT und in dem auch die ECHTE RECHTSSTAATLICHKEIT ein.

        Unsere globale Aktivität ist also nicht jene der „Diskussion“ und des „Bittstellens“ und des „Wartens bis die Kinderverstümmler dann und wann zur Einsicht kommen“. Wir sind auch nicht „Kompromissbereit“.

        Wir sprechen klar und deutlich, und dies selbstverständlich mit dem Ziel die Kindheit vor Erleidung dieses Verbrechens, und aber auch diejenigen welche es Begehen vor der Begehung zu schützen.

        Und wenn wir behaupten, dass alle sogenannten „Kinderschutzverbände“ und „Neo-Zwangsbeschneidungs-Gruppen“ VERSAGT, (es wird ja nur diskutiert, leisegetreten, petitioniert, demogagisiert … und zugewartet was da noch passiert), dann entspricht unsere Behauptung der grausamen Realität, in der es bis Dato keine dieser Gruppen zuwege gebracht hat, dem Ruf zur Kollektiven Rechtsstaatlichen Erhebung zu folgen. Null Strafanzeigen wurden von diesen Gruppen erstattet. … so als Freibrief zur Legalisierung dieses Verbrechens. „Wo kein Kläger, da kein Richter“.

        Nur auf Grund dieser kollektiven Feigheit (die Weigerung die Rechtsstaatlichkeit zu verwirklichen) konnte es der Kinderverstümmlergesellschaft und deren Knechte im grausamen Gesicht der Bundesregierung und aller politischen Fraktionen gelingen, den Wert der Rechtsstaatlichkeit zu verfälschen; das Unrecht zu verrechten; die männliche Bevölkerung zu Bürgern minderen Rechts zu degradieren.

        Wer also bereit ist im Sinne der rechtsstaatlichen Erhebung zur Beendigung dieses Verbrechens mitzuwirken, der unterzeichne http://www.intacthumanity.org/declaration-of-demand.html als erstes deutliches Zeichen dieser Bereitschaft. (… und sagts weiter :-)

        Liebe Grüße
        Amen

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  19. Fidelis says :

    siehe auch…. http://hpd.de/node/14033
    Zitat:
    [Rabbi Ehrenberg] erwähnte unter Bezugnahme auf seinen kürzlichen Besuch im KZ Auschwitz das Leiden der etwa eineinhalb Millionen Babys und Kinder, die in den Mordfabriken der Nazis ihren Müttern entrissen, gequält und ermordet wurden – dies sei die physische Vernichtung, so Ehrenberg. Was jetzt allerdings in Deutschland gefordert werde: die Knaben sollten mit 18 Jahren selbst entscheiden, ob sie sich beschneiden lassen oder nicht – so Ehrenberg weiter – das sei aus religiöser Sicht aber noch schlimmer als die physische Vernichtung.

    Soll man dazu noch etwas anmerken? Ich glaube nicht…

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    • Harald Stücker says :

      Vielen Dank, Fidelis, in der Tat enthält mein Text eine Anmerkung dazu. (Ich habe sogar denselben Artikel verlinkt.) Aber viel mehr als eine rhetorische Frage („Oder ist es wirklich ernst gemeint, dass die Einforderung grundlegender Menschenrechte auch für Kinder eigentlich viel schlimmer ist als ein Völkermord?“) fällt mir dazu auch nicht ein.

      Es stimmt, manche Äußerungen lassen sich durch bloßes Zitieren am wirkungsvollsten bloßstellen.

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  20. Monika Ederer-Mosing says :

    Und was sind die Begründungen für die weibliche Beschneidung? Dieselben wie für die männliche: „Wille Gottes“. „Tradition“. Wenn es der Wille Gottes oder Tradition wäre, würden sie selbstverständlich ihren Kindern auch Nase, Ohren oder Finger abschneiden. Eine Katze würde es keinesfalls dulden, dass ihre Jungen verletzt werden. Aber solche Menschen streben es sogar an. Hier sieht man den Unterschied zwischen Katzen und solchen Menschen.

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  21. Billi Rubin says :

    Der Vorwurf , feige geschwiegen zu haben und sich erst nach dem Urteil von Köln aus der Deckung gewagt zu haben, wiegt schon schwer. Da schwingt so etwas mit wie Ignoranz und mangelnder Mut ( von einer gewissen Selbstgerechtigkeit will ich nicht reden ). Und dann im weiteren Verlauf der Predigt lauern im Hintergrund Vorwürfe wie: Trittbrettfahrer, Epigone !
    Ich fühle mich auch mit angeklagt, betrifft der Vorwurf doch explizit etwas und jemanden, das/den ich gerade wegen ihrer/seiner deutlichen Sprache sehr schätze, die Protagonisten der Giordano Bruno Stiftung und Harald Stücker. Beide können sicher wesentlich besser für sich selber sprechen, als ich.
    Darum geht es mir jetzt gerade, um mich, ganz eigennützig. Ich stelle mir die Frage, ab wann wird man durch Untätigkeit zum Komplizen ? Ich will nicht den Beitrag von Stefan Schritt widerkauen- dem ich sehr zustimme-aber sind wir nicht immer nur Enkel, nur Epigonen?
    Die Antwort liegt auf der Hand, natürlich ja ! Da kommen wir nicht raus.
    Für mich heißt das, Abschied vom Dogma, hin zu Hypothese und Falsifizierung. Selbst auf die Gefahr hin, dass ich gelegentlich länger brauche als andere: Ich fühle mich wohl dabei, dass ich endlich mit dem „wenigen 0,1 % vom gesamten Input“ etwas progressives Vernünftiges anfange.

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  22. Stephen Schöndorf says :

    Passend zu diesem Artikel hat gerade heute Charlotte Knobloch in der Süddeutschen Zeitung verkündet, daß nun in Deutschland alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, weil unsere Politiker den bösen Internetmob (von dem sich ja auch Guttenberg und andere plagiierende Doktoren verfolgt fühlten) ignoriert und die Zwangsbeschneidung von Jungen legalisiert haben (der Artikel ist nicht online, eine Zusammenfassung findet sich hier: http://www.ksta.de/politik/-wollt-ihr-uns-juden-noch—knobloch-fuehlt-sich-wieder-gewollt,15187246,21445840.html ).

    Gleichzeitig berichtet die SZ, daß Bushido auf seinem Twitter-Account Israel von der Landkarte entfernt hat. Aber Bushido ist ja Knobloch zufolge einer von den Guten, weil beschnitten und anscheinend stolz darauf, weswegen es sich als Wiedergutmachungsmaßnahme anbietet, daß sie zusammen mit ihm ein Duett aufnimmt.

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  23. Fidelis says :

    ACH GUT, dann bist Du eben „Antisemit“ ;-)
    Harald, willst Du unbedingt auf die Liste der top 10, zum Augstein?

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  24. James T. Kirk says :

    Die jüdische Kultur ist am weitesten gekommen bei der Emanzipation von der Erblast des Religiösen. Diesen Weg zur Säkularisierung muss jede Zivilisation gehen, wenn sie erwachsen werden will. Darin ist uns die jüdische Kultur voraus.

    Die religiöse Rechte ist sehr stark in Israel. Im Christentum gibt es zumindest heute kein so barbarisches Ritual wie die Beschneidung. Orthodoxe Juden fordern in Israel eine strikte Geschlechtertrennung. Manchmal glaube ich, daß Juden und Moslems sich ähnlicher und näher sind, als sie es wahrhaben wollen.

    Ich sehe keineswegs die Juden als fortschrittlich hinsichtlich einer Emanzipation von Religion. Daß Christen missionieren, stört mich im übrigen nicht. Man kann ja immer nein sagen. Missionieren Protestanten überhaupt?

    Fordern Sie eigentlich eine totale Überwindung der Religion?

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    • Harald Stücker says :

      Ich unterscheide natürlich zwischen jüdisch-geprägt und jüdisch-orthodox, so wie ich unterscheiden würde zwischen christlich-geprägt und dem Vatikan. Die Reaktion vieler Juden auf die Diskriminierung war der Versuch, ihren Kindern die bestmögliche Bildung zukommen zu lassen. Statistisch gesehen ist eine gute Bildung und wissenschaftliche Ausbildung der Feind jeder Religion.

      Natürlich gibt es Orthodoxe. Aber vergleichen Sie deren Rolle in Israel mit der Rolle der Mullahs im Iran, beides nominell Gottesstaaten.

      Das Neinsagen auf Missionierungsversuche fällt Ihnen als – wie ich annehme – gebildetem und gefestigtem Erwachsenen vielleicht leicht. Aber nicht Kindern in Bekenntnis-Kindergärten und -Schulen.

      Ja, jetzt, wo Sie es schreiben: Ich fordere die totale Überwindung der Religion! Fürs Erste wäre ich aber auch schon mit einer wirklichen Trennung von Staat und Religion zufrieden. Das persönliche Bekenntnis der Menschen geht mich nichts an und interessiert mich auch nicht.

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