Warum ich nicht mal Atheist sein will

Der Atheismus hat ein ähnliches Problem wie die SPD im aktuellen Wahlkampf. Auf vielen Plakaten der SPD sehen wir Angela Merkel. Natürlich soll Merkel dabei nicht gut wegkommen. Aber auch hier gilt wieder: Es gibt keine schlechte Presse. Zumindest aber heißt die SPD noch nicht Anti-CDU-Partei. Der Atheismus allerdings thematisiert mit seinem eigenen Namen ständig die Religion. Schluss damit!

Ich will nicht „Atheist“ genannt werden. Ich leugne nicht, dass ich die landläufige Definition von „Atheist“ erfülle: Ich glaube nicht an Götter. Und ich engagiere mich gegen den immer noch gewaltigen Einfluss des Irrationalen, insbesondere der Religion. Inhaltlich zähle ich mich sogar zu den sogenannten „Neuen Atheisten“, den „unkultivierten“, „schrillen“ und sogar „militanten“ Atheisten. Diese Zuschreibungen verdienen sich Menschen, die Unsinn Unsinn nennen, statt höflich und respektvoll zu schweigen, wenn er geäußert wird. Aber trotzdem will ich nicht „Atheist“ genannt werden. Wer darauf besteht, mich „Atheist“ zu nennen, den fordere ich auf, alle Entitäten aufzuzählen, an die ich ebenfalls nicht glaube, obwohl andere an sie glauben. Ich bin Afeeist, Atrollist, Ahobbitist, Aglobulist, A-Chi-ist, A-Feng-Shuist, … Das wird etwas umständlich, weil diese Liste so unendlich ist wie Fantasien.

Out Campaign

Die Atheist-Out-Kampagne, die den Atheismus sichtbarer machen möchte, ist sicher eine gute Sache und hat zweifellos positive Auswirkungen im Kampf gegen die Macht religiöser Strukturen und Privilegien. Ich bin vollkommen dafür! Insbesondere im islamischen Kulturkreis ist dieses Outing keine Kleinigkeit, sondern ein mutiger, lebensgefährlicher Schritt, der unseren größten Respekt verdient. Aber jetzt und hier im Westen, wo die Zahl der Konfessionslosen steigt, ist es vielleicht an der Zeit, den – semantischen – Spieß umzudrehen. Denn die Aufzählung von noch so vielen prominenten und weniger prominenten Menschen, die nicht oder nicht mehr an Gott glauben, ändert an einer entscheidenden Sache nichts: das Prädikat „Atheist“ bleibt ein Negativum, und es bleibt markiert. Der Atheist bleibt ein bunter Hund. Wir finden im Vokabular unserer Medien zwar einen „Chef-Atheisten“, aber keinen „Chef-Theisten“, obwohl es tatsächlich Chef-Theisten, aber keine Chef-Atheisten gibt. Es bleibt ein beachtenswerter Sonderfall, NICHT an Götter zu glauben. Und das hat direkt damit zu tun, dass wir bereitwillig die Bezeichnung „Atheist“ akzeptieren. Denn damit akzeptieren wir implizit unseren Sonderstatus und den Primat der Religion. So bleibt der unkritische, naive Kinderglaube erwachsener Menschen an den lieben Gott der unmarkierte Normalfall.

„Was, Du bist Theist?!“

Unser Ziel sollte sein, dass dieser im Grunde erstaunliche Theismus zur markierten Position wird. Dafür muss der Theist öfter als solcher bezeichnet werden. In den Naturwissenschaften gilt „religiös gläubig“ bereits als markiert. Hier ist eine informative Diskussion über die Tatsache, dass sich theistische Wissenschaftler rechtfertigen müssen. In der Politik ist das allerdings völlig anders, hier bleibt noch einiges zu tun. Erschütternd die Reaktionen führender theistischer Politiker, immerhin Staatsmänner und Staatsfrauen, auf die Idee der theistischen Familienministerin Kristina Schröder, von „das Gott“ zu sprechen. Der theistische Staatsmann Günter Beckstein gab z.B. zu Protokoll:

Theologisch hat Frau Ministerin Schröder recht: Gott steht über den Geschlechtern. Aber emotional ist das nicht meine Welt; für mich ist es wichtig, Gott als Vater zu haben. Und Jesus als seinen Sohn. Und selbst als Protestant ist mir Maria als die Mutter Gottes wichtig.

Hat die Theistin Schröder Recht? Das ist mir egal. Nicht egal ist mir allerdings, wenn führende theistische Politiker öffentlich zugeben können, dass es ihnen wichtig ist, „Gott als Vater“ und Jesus als Bruder zu haben, ohne Zweifel an ihrer politischen Kompetenz fürchten zu müssen, ja wenn sie sogar hoffen dürfen, damit für sich werben zu können.

Unser Recht, von Religion nichts zu verstehen

Der theistische Bestsellerautor Manfred Lütz hat völlig Recht: Die Neuen Atheisten, zumindest diejenigen, die sind, wie ich sein will, sind seicht und oberflächlich in Bezug auf Religiöses und Theologisches. Wir wollen nichts mehr wissen über Glaubenswahrheiten, über Dogmen und Katechismen, über Thorahs und Apokryphen, über Suren und die Hadhiten. Wir wollen nicht mal mehr Atheisten sein.

Die „echten“ Atheisten ringen mit ihrem Unglauben, argumentieren antireligiös und nehmen Gottesbeweise auseinander, führen theologische Diskussionen mit Theologen. Womöglich hatten sie eine religiös schwere Kindheit und versuchen jetzt ihr Leben lang, die tief eingegrabenen Spuren wieder zu löschen. Kein Wunder, dass sie tatsächlich besser über die Religion, an die sie nicht glauben, Bescheid wissen als Gläubige. (Das haben Umfragen des Pew-Instituts ergeben.) Aber mein Blick wechselt bei religiösen Themen und Geschichten auf glasig, und mein Geist wandert ab. Religion und Theismus sind derart uninteressant, dass ich nicht mal Atheist sein will.

Bevor sich der Islam bei uns immer weiter ausgebreitet hat, war Religion für viele eine eher abseitige, skurrile Angelegenheit. Klar, man war Atheist, aber das interessierte kaum jemanden. Das hat sich seit 2001 gründlich geändert. Monika Maron wies die Anmaßung der Religionen vor einigen Jahren mit treffenden Worten zurück:

„Der Islam [hat] den in diesem Land üblichen Umgang mit der Religion außer Kraft gesetzt. Wir alle, Christen, Juden, Orthodoxe, Atheisten, sind gezwungen, fast täglich über den Islam zu sprechen und nachzudenken, wir sollen den Koran lesen und die Hadithen, damit wir den Islam verstehen lernen. Aber ist es nicht unser Recht, vom Islam nichts zu verstehen und nur zu erwarten, dass wir von ihm nicht mehr behelligt werden als von allen anderen Religionen?“

Das ist eine Nuance des Grundrechts auf Religionsfreiheit, die wir öfter als bisher betonen und noch offensiver vertreten sollten: Das Recht, von Religionen „nichts zu verstehen“, nicht behelligt zu werden, nichts wissen zu wollen. Nicht nur nicht Theist sein zu müssen, sondern nicht mal Atheist sein zu dürfen!

Dabei bleibt offen, ob es klug ist, von Religion nichts wissen zu wollen. Wahrscheinlich nicht, aber das ist eine völlig andere Frage. Wir sollten über viele Dinge Bescheid wissen, die uns eigentlich nicht interessieren, uns aber gefährlich werden können. Sicher ist es wichtig zu wissen, welche Religionen heute noch virulent und aggressiv, und welche eher harmlos sind. So sollten Frauen wissen, dass sie in islamischen Ländern besser nicht allein reisen sollten. Aber ebenso müssen wir z.B. wissen, wie wir uns vor Malaria schützen können. Wir müssen uns deshalb aber nicht für Virologie, Parasitologie oder Epidemiologie interessieren. Wir leisten uns eine wissenschaftlich forschende Infrastruktur, die uns die Pest vom Leibe halten soll. Das ist Arbeitsteilung! Warum soll das im Fall der Religion anders sein?

Nicht mal falsch!

Der Physiker Wolfgang Pauli war berüchtigt wegen seiner oft schonungslosen Kritik an Fachkollegen. Sein Diktum: „Das ist nicht nur nicht richtig, es ist nicht mal falsch!“ hat in wissenschaftstheoretischen Kreisen Karriere gemacht, weil es auf wichtige Tatsachen verweist: Erstens: Es gibt Grade der Falschheit, und zweitens: Falsch zu liegen, ist keine Schande, in gewissem Sinne ist es sogar das Ziel wissenschaftlicher Arbeit. Wir irren uns empor. In der Welt von Esoterik und Theologie gilt aber nicht mal der Grundsatz der Falsifizierung. Widerlegte Theorien gehen nicht unter, sie werden einfach weiter geglaubt. Hier irrt sich niemand empor. Das macht Esoterik und Theologie zu wissenschaftlich unfruchtbaren Disziplinen, deren fantastische Hypothesen nicht mal falsifizierbar sind. In diesem Sinne sind sie nicht mal falsch. Und in diesem Sinne will ich nicht mal Atheist sein.

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Harald Stücker

43 responses to “Warum ich nicht mal Atheist sein will”

  1. bertfritz says :

    Harald Stücker, Du sprichst mir aus der Seele! Danke für diesen guten Artikel.

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  2. erzaehlmirnix says :

    Genial. Ich werde in Zukunft häufiger mit einem ungläubigen „Du bist Theist?“ reagieren :)

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  3. yerainbow says :

    Ganz genau.
    Ich bin kein Atheist. Ich definiere mich nicht über Irrelevantes.
    Ich bin Adackelist (leider nicht von mir, aber ich benutze den begriff gern), denn über meine SChwelle kommt mir kein Dackel.
    Obwohl…. so ganz sicher bin ich mir beim braven Dackel nicht, wenn er im Unwetter und verfroren auf meiner Schwelle steht….
    Ich bin vielleicht Dackel-Agnostiker.

    Aber die Götterriege ist mir schnuppe, Generell.

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  4. schotenzaehler says :

    Gut beobachtet und beschrieben. Ein klasse Artikel. Danke dafür.

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  5. Marco says :

    Wenn ich gefragt werde, bin ich Atheist. Wahrscheinlich sind da noch viel mehr Konzepte X, für die ich ein A-X bin, aber ich wurde bisher nicht dazu gefragt. Darunter leide ich allerdings weder, noch sehne ich es mir herbei. In der Tat, wäre es sehr angenehm, wenn es langsam zum Normalzustand werden würde, dass man sich zu Göttern und Geistern nicht mehr positionieren müsste.

    PS: Ich bin kein Adackelist. Manchmal Antidackelist. Aber auch dies nicht oft.

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  6. sylar_5 says :

    Der Begriff „Atheist“ kann genutzt werden, wenn man sich klar von den (Mehrheits-)Religionen distanzieren will. Sobald wir aber eine Mehrheit sind, wird er in der Tat unnötig.
    Das Problem ist jedoch, dass Religion gerade in der aktuellen Politik doch die deutliche Mehrheit ist. Und m.E. kommt es immer merkwürdig, wenn sich die Minderheit als Norm betrachtet. Wir sollten deshalb dennoch weiter daran arbeiten, den Begriff „Atheismus“ positiv zu belegen.

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  7. Julian Claus says :

    Schön beschrieben. Atheismus ist kein Modewort oder impliziert auch kein gewollt besseres Ansehen und Wissen über eine Welt. All die Eigenschaften wurden mir schon oft vorgeworfen sie von mir zu halten.

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  8. Rainer says :

    Ich finde den Begriff Humanist gelungen und er beschreibt meine Einstellung positiv.

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  9. Schnecke says :

    Es ist noch nicht so weit, dass sich „Atheist“ als Befindlichkeitsbegriff und als betont kämpferische Stellungnahme erübrigen würde. Finde ich.

    Aber vielleicht könnten Sie, Herr Stücker, ja damit anfangen, dass Sie ein anderes Bildchen als Entré für Ihren Blog wählen. Unappetitlich fand ich das schon immer, nach dem heutigen Beitrag finde ich es kontraindiziert – ekliger Bibelkram ist das doch.

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    • Harald Stücker says :

      Wirklich? Unappetitlich? Das tut mir Leid. Caravaggio gehört zu meinen Lieblingskünstlern. Eben weil er den ekligen Bibelkram sehr realistisch präsentiert. Und der Thomas ist – so weit ich weiß – der einzige Skeptiker, der es zum Heiligen gebracht hat.

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  10. Itna says :

    Ein hervorragender Artikel.

    Als „natürlicher“ Mensch habe und hatte ich nie etwas mit Fabelwesen zu tun, geschweige denn mit Fabelpsychopathen.

    Es wäre/ist mir zuwider, zu sagen, dass ich an etwas nicht Existentes nicht glaube.

    Das ist Unsinn hoch drei und völlig irrelevant.

    Ohne Götter, Feen etc.-das ist der Normalzustand !

    Alles andere SIND Sonderfälle, mehr oder weniger nicht ganz zurechnungsfähig.

    Grüße

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  11. James T. Kirk says :

    Atheisten bilden ebenfalls eine Konfession. Häufig meinen sie , Aussagen über eine Transzendenz machen zu können, die angeblich objektiv seien. Wer aus dem Atheismus solch eine Mission macht, hat schon verloren.

    Schön auch am obigen Kommentar zu sehen, der meint, eine Nichtexistenz transzendenter Wesen sei bewiesen bzw. offensichtlich. Willkommen im Club der Religionen. Immer nur fest dran glauben.

    Ist aber wohl etwas sophisticated für atheistische Fundamentalisten, die genauso stur auf ihrer subjektiven Wahrheit beharren wie manche Kirchen.

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    • Stefan Schritt says :

      Ob die Nichtexistenz transzendenter Wesen bewiesen ist, ist irrelevant. Ebenso, wie die der Beweis der Nichtexistenz von Wolken, aus denen es Erdbeerkuchen regnet, irrelevant ist.

      Einem Erdbeerkuchenwolken-Gläubigen zu sagen, das, was er da glaube, sei Quatsch, hat in keinster Weise etwas mit Konfession, Religion oder ähnlichem zu tun.

      Sie sitzen da dem Irrglauben auf, daß die Ablehnung von unbewiesenem und unwahrscheinlichem in sich schon ein Glaube sei – eine typische Begleiterscheinung des Glaubens an höhere Mächte, deren Anhänger mangels rationaler Erklärungen eine Umkehr der Beweislast propagieren. Ausreichend in die Defensive gedrängt wird dann oft und gerne versucht, das argumentativ überlegene Gegenüber auf die eigene Stufe zu hinabziehen, als ebenfalls „gläubig“ zu titulieren und somit seinerseits zu nötigen, sich zu rechtfertigen.
      Es spiegelt auch die Unfähigkeit wieder, sich vorstellen zu können, jemand könne ohne eine Form des Glaubens existieren. Vor diesem Hintergrund wird die Definition des Begriffs „Glaube“ dann bis ins Absurde ausgeweitet.

      Ein Grund mehr – im Sinne des Artikels – kein Atheist sein zu wollen.

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      • Harald Stücker says :

        Gut gesagt, Stefan, allerdings muss man Captain Kirks Kommentar nicht so verstehen, glaube ich. Ich würde ihm sogar zustimmen und diese Form des 100%-Atheismus jenseits des Zweifels mit aufnehmen in meine Gründe, warum ich nicht mal Atheist sein möchte.

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      • Marco says :

        Immerhin kann man sich sehr gut die Bedingungen vorstellen, unter der die Frage „Regnet es aus dieser Wolke Erbeerkuchen?“ sinnvoll mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten ist. Von „transzendentalen Wesen“ kenne ich keinerlei Beschreibung, die eine solche Frage zulässt. Anders ausgedrückt: Was soll ein TW sein und wie unterscheidet es sich von Erdbeerkuchenwolken, brennenden Dornbüschen, Higgs-Bosonen und gewöhnlichen Knorspplatingsten?

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      • James T. Kirk says :

        Vielleicht sollten Sie erst mal zur Kenntnis nehmen, daß Transzendentes nicht bewiesen werden kann. Im Gegensatz zu möglicherweise existierenden Wolken, aus denen Erdbeerkuchen regnen.

        Letzteres wäre ein nichttranszendentes Phänomen und somit der Wissenschaft zugänglich.

        Einfach ein bißchen die philosophische Bildung erweitern und schon ist man nicht mehr auf dem unfaßbar naiven Niveau eines Richard Dawkins.
        Letzterer ist für mich so etwas wie ein moderner Pharisäer, der nicht über die geringste philosophische Bildung verfügt.

        Auch an dem obigen Kommentar läßt sich gut ersehen, daß die atheistischen Fundamentalisten eine Art rationalen Salafismus predigen und von gewissem missionarischen Eifer geprägt sind.

        Man scheint den Sinn des Begriffs der Transzendenz nicht akzeptieren zu wollen.

        PS: Und noch zum Schluß für psychologisch Interessierte: Ist doch interessant, daß soeben der Glaube an Gott mit dem Glauben an Erdbeerkuchenregen verglichen wurde. Kann manch einer mal etwas genauer drüber nachdenken.

        Erinnert mich irgendwie an die Trivialisierungen von Nicht- und Andersgläubigen durch die Katholische Kirche.

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        • sylar_5 says :

          Wenn es nicht bewiesen werden kann, kann auch niemand einen Wahrheitsanspruch stellen.
          Wenn niemand einen solchen Wahrheitsanspruch stellen kann, hat auch niemand nur das geringste Recht, daraus Folgerungen abzuleiten und diese anderen Menschen aufzuzwingen.
          Denn es bleiben letztlich unbelegte Behauptungen, und es ist nicht möglich, irgendetwas so zu rechtfertigen.
          Daraus ergibt sich ebenfalls, dass Widerstand gegen solche Dogmen etc. wichtig ist, um Willkür zu vermeiden.

          Mit genannten Erdbeerkuchenregen verhält es sich genauso wie mit Gott: Niemand hat sie beobachtet und sie widersprechen wissenschaftlichen Erkenntnissen, es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass irgendwann mal welcher gesichtet wird.

          Oder, um es mal in der gleichen ad-hominem-Form auszudrücken: Mal ein wenig mit Popper’scher Wissenschaftstheorie beschäftigen, dann argumentiert man nicht mehr auf dem platten Niveau eines Theologen, der sich darauf beruft, dass er nicht untersuchen kann, was er zu untersuchen versucht.

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          • James T. Kirk says :

            @ Sylar5

            Schönes Beispiel für die Unfähigkeit von fanatischen Atheisten, den Begriff der Transzendenz auch nur ansatzweise zu verstehen. Man kann übrigens auch gerne Atheist sein und trotzdem den Begriff der Transzendenz ernst nehmen.

            Es ist immer wieder erstaunlich, wie gering der Bildungsstand in Deutschland ist. Die einfachsten Dinge werden heute nicht mehr begriffen.

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          • James T. Kirk says :

            Man könnte vielleicht noch anfügen, daß obige Antwort auch recht paranoid ist, denn ich argumentiere nicht für eine Transzendenz und bin auch nicht Theologe oder will irgendetwas dergleichen rechtfertigen.

            Wenn man aber meint, etwas Transzendentes widerlegen zu wollen, tja, dann sollte man vielleicht doch Theologe werden.

            Ich spreche deshalb auch von religiösen Atheisten.

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      • PetersonFindus says :

        Die „Ablehnung von Unbewiesenem“…… Spätestens seid „Two Dogmas of Empiricism“ von W. O. Quine sollte klar sein, dass selbst empirische Wahrheiten letztlich nur Glaubensbekenntnisse sind. Aus Erkenntnistheoretischer Sicht ist letztlich nichts und zwar absolut garnichts nichtmal eine einzige Aussage beweisbar. Nichtmal Descartes „Cogito ergo sum“ ist bewiesen im strengsten Sinne. Genau diese arrogante Haltung gegenüber Religionen gilt es zu kritisieren. Nicht um Religionen zu rehabilitieren, sondern um zu verhindern das atheistisches Denken ähnlich dogmatisch und überheblich wird, wie es das der großen Religionen seid hunderten Jahren ist.

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    • L.Roye says :

      Atheismus ist auch nur ein Glaube.Nichtrauchen auch nur eine Sucht.Nicht Briefmarkensammeln auch nur ein Hobby.Drogenfreiheit auch nur eine Sucht
      Ständig reden Atheisten von Trandeszens,Pfarrer und Religiöse von der Realität.

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  12. Dieter Langer says :

    Ich war noch nie Atheist. Meine Stellung zur Gesellschaft könnte man mit „Normal“ treffend bezeichen.

    Ich bin genauso, wie ich kein Nichtgläubiger bin auch kein Nichtelefant oder kein Nichtnashorn. Es wäre wirklich Quatsch, mich so zu bezeichnen.

    Ich brauche mich also nicht zu entschuldigen, dass ich kein Nashorn bin und auch kein Elefant bin. Warum sollte ich es als Nichtgläubiger dann tun?

    Ich bin einfach nur „Normal“.

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    • Stefan Schritt says :

      Atheist bist du damit trotzdem – auch wenn diese Bezeichnung in diesem Moment freilich so überflüssig ist wie alle anderen Negierungen unnormalen Verhaltens auch.

      Ich denke, die Grenze verläuft eher zwischen Atheisten und Antitheisten – zu letzteren würde ich im weitesten Sinne all jene zählen, die Religion aktiv kritisieren und aufklären.Auch Harald und mich, denn wer religionskritisch Blogged, ist über den Punkt des bloßen nicht-glaubens schon hinaus.

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  13. Schnecke says :

    “ Und der Thomas ist – so weit ich weiß – der einzige Skeptiker, der es zum Heiligen gebracht hat.“ (H.S. am 12.8. um 10.52 h)

    Tja, das ist natürlich ein hohes Ziel. Da müssen Sie noch ein bisschen was dran arbeiten :-).

    Wie finden Sie denn, anstelle des von Ihnen verschmähten Begriffes Atheist das gute alte Wort Heide?

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    • sylar_5 says :

      „Heide“ bezieht sich eher auf Paganismus als Atheismus/Rationalismus. Also auf das, was die Christen in Europa vorgefunden haben, bevor sie es bekehrt haben.

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    • Stefan Schritt says :

      Heide ist ein sehr unscharfer Begriff, denn er ist immer abhängig vom Standpunkt. Wer nicht das gleiche glaubt wie man selbst, erfüllt bereits die Kriterien.
      Ein Katholik und ein Moslem würden sich gegenseitig als Heide bezeichnen.

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      • Alois says :

        Diese Erfahrung, dass ein gläubiger Christ einen gläubigen Moslem als Heide betrachtet, kann ich nicht bestätigen.
        Obwohl sie sich gegenseitig am liebsten an die Gurgel gingen, zollen sie sich einen gewissen Respekt. Und zwar deswegen, weil beide nicht nur an ein „höheres Wesen“ glauben, sondern darüber hinaus bereit sind, ja danach verlangen, sich diesem Wesen in einem Herrschafts-Knecht-Verhältnis unterzuordnen und ihm auf den Knien rutschend, dienen zu dürfen.

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        • itna says :

          Gegenseitig zollen sich die Religionen hierzulande nur Respekt, weil sie alle scharf auf die Privilegien und unser Geld sind.
          Da halten sie gerne zusammen.

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    • Harald Stücker says :

      Meinetwegen bin ich auch Heide. Das ist allerdings wie Kuffar ein Begriff, der eigentlich nur aus der Perspektive einer bestimmten Religion verwendet wird.

      Vielleicht kommt in meinem Artikel nicht deutlich genug zum Ausdruck, dass es weniger um den Begriff an sich, sondern um das Verständnis dahinter geht, das Selbstverständnis der säkularen Szene. „Säkular“ („weltlich“) ist übrigens auch nur eine Abgrenzung vom Transzendenten, Göttlichen. Mit „Säkularismus“ ist noch kein positiver Inhalt verbunden. Mit „Laizismus“ (von „Laie“:= „Nicht-Geistlicher“) ebenso wenig. Das alles sind Abwehrbegriffe gegenüber einer übermächtigen Tradition, einer Monokultur. Daher haben Alternativen zu ihr Namen, die sich von dieser herrschenden Tradition absetzen. Einer der subtilsten Ausdrücke der Herrschaft einer Tradition ist aber gerade, keinen eigenen Namen zu brauchen, weil man selbstverständlich ist. Daher glaube ich, es wäre besser, wenn wir öfter den Spieß umdrehen, wie oben beschrieben.

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  14. Schnecke says :

    Das stimmt, Heide ist ein sehr unscharfer Begriff und abhängig vom jeweiligen Standpunkt oder Glaubenssystem. Ich benutze den Begriff für mich selber in Diskussionen mit irgendwelchen an irgendwas Glaubenden, er ist so schön spöttisch, etwa wie ‚vaterlandsloser Geselle‘ in Diskussionen mit Patrioten.

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  15. Alois says :

    Ich finde die Problematik mit den Bezeichnungen und den damit verbundenen gesellschaftlichen Machtansprüchen sehr schön herausgearbeitet. Auch das „Markieren“ der Gläubigen mit dem Begriff „Theist“, wie im Artikel mit Schröder und Beckstein vorgeführt, gefällt mir gut.
    Nur ist der Begriff „Theist“ zwar im Schriftdeutschen schnell hingeschrieben, bei Stammtischdiskussionen o.ä. ist er zu sperrig, zu ungewöhnlich, um Eindruck zu schinden oder gar die Lufthohheit gewinnen zu können.
    Man bräuchte dafür einen negativ besetzteren und bekannteren sowie die damit markierte Meinung/Person in seltsamen Licht erscheinen lassenden Begriff. Im Kern ist ein Theist jemand, der an Geister, Gespenster, Dämonen, Engel und diesen ganzen Kram glaubt. Da ist die gesamte mittelalterliche Geister-Welt enthalten.
    Ich sehe keine prinzipiellen Unterschied bei den Gläubigen zu den Fantasiewelten der Esoteriker, Universumswünscher, Mondgläubigen, Astrologen, Scientologen, Zeugen Jehova, Mormonen und was es alles gibt. Dass das die gleiche intellektuelle Kategorie ist, das müsste dieser Begriff transportieren.
    Mein Vorschlag wäre sie mit dem Wort „Geistergläubige“ zu markieren. Und Beckstein macht ja keinerlei Hehl daraus, dass er an Geister glaubt. Er brüstet sich gewissermaßen damit. Dann sollte man es auch so benennen.

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    • Harald Stücker says :

      Guter Punkt, Alois! In der Tat könnten wir da ruhig etwas kreativer werden. „Geistergläubig“ erscheint mir allerdings eine Spur zu polemisch. Denn auch „atheistisch“ wird ja im neutralen Nachrichtenton, ohne Wertung, einfach nur zur näheren Kennzeichnung verwendet, z.B.: „Der atheistische Autor Richard Dawkins hat ein neues Buch veröffentlicht.“
      Etwas neutraler wären vielleicht einfach „religiös“, „gottesfürchtig“, „fromm“, „kirchennah“, „strenggläubig“, „gottselig“…

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  16. felicea says :

    Sehe nur ich das Problem, dass Glauben von glauben kommt, denn sonst würde der Glauben ja Wissen heißen?

    Mit Wissen und Beweisen gegen Glauben zu argumentieren erscheint mir daher ohnehin reichlich nutzlos.

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  17. PetersonFindus says :

    Religion, insbesondere die christliche, ist in unseren Breitengraden aber auch Stifter kultureller Identität. Außerdem ist ihr Einfluss quasi allgegenwärtig. Egal ob innerhalb der Gesetzgebung, im Kontext fast aller Feiertage, architektonisch….. Es ist einfach gelogen zu behaupten, man würde sich nicht mit Religion auseinandersetzen, weil die Auseinandersetzung quasi unbemerkt im alltäglichen Leben stattfindet. Ich find den Text gut, aber eine Auseinandersetzung mit Religion aus soziologischer Sicht ist doch immer sinnvoll. Religion ist doch nur symptomatisch für eine Gesellschaft die etwas zu substituieren versucht. Und in der gesamten Menschheitsgeschichte gab es keine Gesellschaft ohne eine Form von Religion. Zu glauben man hätte Religion in einem Fortschrittsprozess quasi als veraltet entlarvt und somit überwunden, halte ich tatsächlich für naiv und oberflächlich. Aber sicher: Jeder kann sich mit den Dingen beschäftigen die ihn interessieren. Und niemand kann gezwungen werden sich mit etwas zu beschäftigen. Der Artikel behandelt das Thema „Religion“ und bezieht sich ausschließlich auf die beiden größten monotheistischen Religionen Christentum und Islam. Und dann reduziert der Autor Religion ausschließlich auf die Auseinandersetzung mit Gott. Selbst für den christlichen Kulturkreis ist Religion vielmehr eine kulturelle Institution welche Alltag und Leben strukturiert. (Taufe, Messe, Feiertage, Ehe etc.) Das kann man jetzt mögen oder nicht, das ganze hat aber sicher auch positive Seiten welche mit dem eigentlichen „Gottesthema“ garnichts zu tun hat. Und wie viele Menschen gibt es schon die sich nicht mit Religion auseinandersetzen? Keine Feiertage feiern, niemals heiraten werden, niemals auch aus architektonischem Interesse Kirchen besuchen. Im Islam ist der Einfluss von Religion auf das alltägliche Leben noch größer…. Der beste Satz des Artikels ist für mich: Dabei bleibt offen, ob es klug ist, von Religion nichts wissen zu wollen.

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    • Alois says :

      Das ist eine sehr wohlwollende Beschreibung des Phänomens Religion, die PetersonFindus gibt.
      In meiner bisherigen Lebensspanne kann ich beobachten, dass der Einfluss der Religion und Kirchen auf das alltägliche Leben der Menschen in Deutschland deutlich abgenommen hat und abnimmt. Und ich halte das für eine positive Entwicklung. Vor 40 – 50 Jahren waren konfessionsverschiedene Ehen noch ein wahres Drama. Jetzt juckt das niemanden mehr. Anders bzw. nichtgläubige Kinder wurden im katholischen Kindergarten nicht aufgenommen, nichteheliche Kinder wurden stigmatisiert und, wie wir inzwischen wissen, wurden Kinder von Geistlichen nicht selten vergewaltigt. Sexualität war ohnehin Teufelszeug. Inzwischen hält man den Religionslehrer, der an staatlichen (!) Schulen zugange ist, für einen seltsamen, aus der Zeit gefallenen Kauz.
      Aber auch, wenn ich mich in der Welt so umschaue, so tritt für mich klar zutage: Je größer der Einfluss der Religion, um so schlechter geht es der Bevölkerung. Man schaue sich die islamischen Länder, allen voran den Iran an. Da gibt es einige, die wissen, was Gott denkt und danach werden dann Gesetze gemacht. Es wird nicht um die beste Lösung gerungen, sondern die Anleitung wird aus einem für heilig erklärtem Buch heraus gelesen, das außerhalb jeder Kritik steht.
      Ich denke ohne Aufklärung und Säkularisierung befänden auch wir uns noch im Mittelalter.

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    • Harald Stücker says :

      @PetersonFindus: Ich stimme vielem zu. Ja, die Religion prägt die Kultur. Ja, die Geschichte ist ohne Kenntnis der Religionsgeschichte nicht zu verstehen. Ja, eine erklärende Religionswissenschaft (im Gegensatz zu Theologie) ist sinnvoll und notwendig. (Sogar sehr interessant, auch für einen Nicht-Mal-Atheisten wie mich.) Ja, es wäre naiv, das Phänomen Religion als überwunden anzusehen, vielleicht gehört der Zwang, sich auch über transzendente Phänomene den Kopf zu zerbrechen, sogar zur Natur des Menschen und wir werden den Spuk nie los.

      Aber dem, so weit ich ihn verstehe, entscheidenden Punkt stimme ich nicht zu: Ein normales Leben in einer religionsdurchtränkten Kultur zu führen, bedeutet nicht, sich ständig mit Religion befassen zu müssen. Klar, wer tauft und Messen besucht, beschäftigt sich unweigerlich mit Religion, übt sie aktiv aus, aber heiraten kann man inzwischen auch außerhalb der Kirche und feiertags arbeiten ist vielen schlicht verboten. Wenn ich Kirchen aus architektonischem Interesse besuche, dann wohl eben nicht aus religiösem, jedenfalls sind beide Interessen deutlich verschieden.

      Und vor allem: Insofern die christliche Religion meine Kultur gestiftet hat, wie Sie sagen, insofern hätte ich gern eine andere. Unsere Kultur speist sich – gottseidank – aus vielen Quellen. Und auch wenn die christliche Hegemonie es geschafft hat, für 1000 Jahre allein zu herrschen (dark ages), so verdanken wir doch die allermeisten unserer Fortschritte der antiken Kultur der Griechen und Römer und ihrer Wiedergeburt seit dem 15. Jahrhundert.

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  18. user unknown says :

    Es kommt mir ein wenig so vor als bestünde die Angst, der Theo der im Theismus steckt könnte den Atheisten infizieren und über das Wort würde man doch wieder Geistergläubig. Das wäre nun wirklich geistergläubig!

    Ich bin nicht nur Atheist, ich bin auch farbenblind. Wenn jetzt 90% der Bevölkerung farbenblind wären, sollte man dann den Begriff ändern? Wieso?

    Wenn nicht-an-Gott-glauben so selbstverständlich wäre bräuchte man immer noch einen Begriff dafür. Es ist zwar nicht ganz klar, ob man als Atheist nicht an Schüsslersalze, Granderwasser, Horoskope usw. glaubt, aber eigentlich gehe ich davon aus.

    Oder man hat eine Nussallergie. Soll man das Wort nicht benutzen, weil man sich sonst über die Nuss definiert, obwohl man sich doch gerade von Nüssen fernhalten will? Ja, von Nüssen, aber nicht von dem Wort, doch!

    Der Atheist ist etwas außergewöhnliches – nicht, wenn man skeptisch darüber nachdenkt, aber wenn man die historische Entwicklung der Menschheit kennt, dann ist es heute noch etwas besonderes.

    Kurze Anmerkung noch zum Thomas: Der ist skeptisch in der Geschichte aber kommt doch schlecht weg. Er wird belehrt und steht beschämt und alleine da. Eigentlich würde man erwarten, dass nicht 10 Jünger glauben und einer skeptisch ist, sondern dass einer glaubt, und 10 zweifeln.

    In der Geschichte wird er physisch überzeugt, aber dem Rest der Christenheit wird gepredigt nicht zu zweifeln („Du Kleingläubiger!“). Er wird nicht gelobt sondern vorgeführt. Eine Episode die man sich merken kann, wenn mal wieder die Aufklärung und Wissenschaft mit christlichen Wurzeln erklärt wird.

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  19. Nick Remigius says :

    Ich habe mich sehr gefreut, als ich auf den Text von Harald Stücker gestoßen bin. Da gießt jemand, der besser schreiben kann als ich, fast deckungsgleich meine Gedanken in Worte. Danke!

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  20. Manfred says :

    Was mir zu dem Ganzen noch einfällt – ein Gesichtspunkt (nicht nur) der christlichen Lehre der anscheinend überhaupt noch niemanden in seinem ganzen Widerspruch aufgefallen ist:

    In der sind ja neben Demut und Nächstenliebe auch und vor allem Bescheidenheit – siehe die Sache mit dem Reichen, dem Kamel und der Nähnadel ;-) angesagt.

    Abgesehen davon, dass das ja schon im irdischen Leben von den Glaubensvertretern seltenst wirklich gelebt wird – wie glaubwürdig ist das denn überhaupt ?:

    Verzichtet und entsagt wird ja nicht aus Einsicht, sondern aus purem Egoismus – winkt doch ein viel größerer „Gewinn“ dafür, nämlich das ewige Leben und die ewige Seeligkeit.

    Und selbst das Mütterchen, das von seiner bescheidenen Rente einen Euro in den Opferstock wirft sammelt damit ja nur „Punkte“ auf der Ewigen-Seeligkeitsrabattkarte.

    Ist das nicht weitaus unbescheidener als zum Beispiel so ein paar Milliönchen auf der Bank ? …

    :-)

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  21. Videnze Tiora says :

    @James T. Kirk

    James T. Kirk sagt : 12. August 2013 um 20:13

    Vielleicht sollten Sie erst mal zur Kenntnis nehmen, daß Transzendentes nicht bewiesen werden kann.

    Ach, tatsächlich?

    Und woher, bitte schön, wissen Sie das? Und antworten Sie mir jetzt bitte nicht gleich mit einem argumentum ad hominem!

    Also: WOHER WISSEN SIE DAS?

    Um Ihnen etwas behilflich zu sein: Sie werden es wohl irgendwo gelesen haben. Also hatte irgendjemand einmal diesen Gedanken und hat ihn niedergeschrieben. Und da nur wir Menschen uns einer höher entwickelten Sprache und Schrift bedienen, so kann es sich bei diesem Jemand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohl nur um einen Menschen gehandelt haben.

    Also das, was wir wissen können, ist: Ein Mensch hat die Behauptung aufgestellt, dass „Transzendentes nicht bewiesen werden kann“. Sie erwarten nun aber von uns, dass wir auch die Behauptung, die jener Mensch aufgestellt hat, einfach glauben sollen! Wir sollen also einfach so glauben, dass „Transzendentes nicht bewiesen werden kann“? Ohne irgendeine Evidenz? Einfach nur weil SIE es behaupten? Finden Sie das nicht höchst sonderbar?

    Wenn Sie Behauptungen aufstellen, die offensichtlich auf so wackeligen Beinen stehen, dann sollten Sie vielleicht besser nicht gleich anderen einen Mangel an philosophischer Bildung vorwerfen. Oder gar mit „atheistischem Fundamentalismus“ und „rationalem Salafismus“ um sich werfen!

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  22. Brasch & Buch says :

    „Erweckung“ der Kommentarfunktion. Dies war nun einer von mehreren Beiträgen, die ich gelesenen habe und ich bin sehr beeindruckt, wie klar, pointiert und scharf sie schreiben und argumentieren.

    Auch wenn es ein etwas abgedroschener Begriff ist, aber „Querdenker“ ist mir sehr sympathisch und trifft meines Erachtens auf Sie bestens zu.

    Und ich finde die Themen und Erörterungen sehr mutig. Da taste ich mich in meinem Blog erst allmählich ran. Zu diesem Thema beispielsweise so:

    http://thomasbrasch.wordpress.com/2014/09/08/fsk-18-fur-den-glauben-an-gott/

    Gefällt 1 Person

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