Allahu akbar! Erbarmen!

„Islamophob“ war ich gestern! Heute bin ich geheilt! Geheilt durch brutale Gewalt. Drum höret! Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed (Friede sei mit ihm) ist sein Prophet! Allahu akbar! Erbarmen!

Es tut mir leid, wenn ich mich in dem ein oder anderen Posting kritisch gegenüber dem Islam geäußert habe. Ich litt eben unter dieser psychischen Störung, dieser „Islamophobie“, der irrationalen Angst vor dem Islam. Das ist eine von vielen populären Volkspsychiatern anerkannte Krankheit! Ich konnte nicht wirklich etwas dafür! Aber jetzt bin ich geheilt. Geheilt durch Terror und brutale Gewalt. Die Bilder von Massenerschießungen, von Kreuzigungen, von Steinigungen, von Enthauptungen, von Kriegern, die mit abgeschlagenen Köpfen Fußball spielen, von geköpften Kindern, all diese Bilder haben mich geheilt. (Keine Links. Sucht selbst, wenn Ihr das alles sehen wollt.) Schocktherapie. Gewalt und Terror sind zwar keine Argumente, aber dafür umso wirksamer. Jetzt bin ich nicht mehr irrational „islamophob“, jetzt habe ich nur noch ganz rational Angst vor diesem Islam.

russell_i_might_be_wrong

Als charakterloser Ungläubiger, wachsweicher Opportunist und Wendehals bin ich nicht bereit, für meine Überzeugungen zu sterben. Wer weiß, vielleicht lag ich ja immer falsch? Daher möchte ich meine Kritik am Islam hiermit ausdrücklich zurücknehmen und das Gegenteil behaupten. Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed (Friede sei mit ihm) ist sein Prophet! Allahu akbar!

Der „Islamische Staat“ marschiert durch und errichtet sein Kalifat. So wie sich der Islam vor 1400 Jahren ausgebreitet hat, so walzt jetzt der „Islamische Staat“ alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Nur, es stellt sich ihm kaum etwas in den Weg. Wir können in diesen Tagen live zuschauen, wie die westliche Welt, wie die NATO aus türkischen Panzern heraus zuschaut bei der Eroberung der kurdischen Stadt Kobane. Wie diese westliche Welt wartet auf das Massaker an den Jesiden im Gebirge Shingal. Die USA helfen zumindest mit Luftangriffen, scheuen aber den Einsatz von Bodentruppen. Von der EU brauchen wir gar nicht reden. Und in Deutschland dominieren immer noch pazifistische Töne die Debatte. Ihr wollt „Frieden“?! Dann konvertiert zur einzig wahren „Religion des Friedens“! Das ist zwar noch lange keine Garantie, denn die meisten Opfer des „IS“ sind andere Muslime. Aber trotzdem ist das eure einzige Chance. Fleht um Erbarmen! Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed (Friede sei mit ihm) ist sein Prophet! Allahu akbar!

nevergiveup

Ja, es stimmt zwar, noch sind wir in Europa um einiges sicherer als die Menschen im „Islamischen Staat“, aber sonderlich entschlossen, diesem Staat von Gottes Gnaden Einhalt zu gebieten, damit das so bleibt, wirken wir nicht. Winston Churchill ist tot. Seht Euch nur den „Führer der freien Welt“ an: So wie er zaudert und darauf wartet, dass Kobane fällt, so wartet er auf den nächsten Schlag der ehrenwerten Gotteskrieger gegen sein Land. Und Deutschland? Unsere Bundeswehr scheint sich den alten Sponti-Spruch als Motto zu Herzen zu nehmen: „Stell Dir vor, es ist Krieg, und wir gehen einfach nicht hin!“ Wenn die Salafisten in Deutschland losschlagen, möchte ich vorbereitet sein. Eventuell lassen sie mir dann noch Zeit, auf dieses Posting zu verweisen. Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed (Friede sei mit ihm) ist sein Prophet! Allahu akbar!

Shariazone

In zahlreichen westlichen Städten entstehen No Go Areas für Nicht-Muslime und für ausreichend unislamische Muslime. In Australien wurden öffentliche Enthauptungen geplant, in London und im amerikanischen Oklahoma wurden die ersten beiläufig vollstreckt. Von „Einzeltätern“. Vor wenigen Tagen hat ein anderer Einzeltäter Kanada in Angst und Schrecken versetzt, ein weiterer kurz darauf in New York einem Polizisten eine Axt in den Schädel gerammt. (Die Behörden sind noch auf der Suche nach dem Motiv des „mutmaßlichen Moslems“.) In Deutschland wächst die Szene der radikalisierten IS-Sympathisanten rasant. Ein Polizeigewerkschafter gibt zu, dass unsere hoffnungslos unterbesetzte Polizei die alle niemals überwachen könnte – selbst wenn sie dafür den Segen der Datenschützer bekäme. Ernüchternd für uns, ermutigend für weitere Einzeltäter. Im Übrigen war „Einzeltäter“ einmal eine Vokabel der Beschwichtigung. Hinter dieser Tat steckten keine Strukturen, beruhigte sie uns. Ein Amoklauf, so was könne man leider nicht verhindern. Aber da der Täter nun tot ist oder unschädlich gemacht wurde, gebe es auch keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Genau diese Beschwichtigung entfällt bei diesen Einzeltätern. Denn sie gehorchen einem Aufruf zum individuellen „Lone Wolf“ Dschihad. Der Einzeltäter ist Strategie. Wer wird uns vor dem nächsten Einzeltäter schützen?! Wir haben immer weniger Grund für unser Vertrauen auf die Sicherheitskräfte. Daher lernt das einzig wahre Glaubensbekenntnis! Lernt Winseln! Lernt das unterwürfige Kriechen im Staub! Denkt daran, was „Islam“ wirklich heißt: Unterwerfung! Also unterwerfe ich mich und rutsche schon mal auf meinen Knien und winsele im Brustton der Überzeugung: Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed (Friede sei mit ihm) ist sein Prophet! Allahu akbar!

Ich weiß, dass ich als Atheist nicht nur zu den „Ungläubigen“ zähle, sondern zum letzten dreckigen Abschaum unter den „Ungläubigen“. Aber bitte bedenkt auch, was ich dadurch alles nicht bin: Ich bin kein Christ, kein Mormome, kein Hindu, kein Buddhist, und so weiter und so fort. Ich bin kein Schiit! Ich bin kein Sunnit! Vor allem aber bin ich kein Jude. Ich bin kein Jude! Wenn Ihr wollt, bin ich sogar Antisemit, meinetwegen sogar Antichrist. Es tut mir auch leid, wenn ich mich in letzter Zeit öfter positiv über „das zionistische Gebilde“ Israel geäußert habe. Ich war verblendet. Und ich bereue aufrichtig. Ja, es ist wahr, ich fand die Aussage Netanjahus plausibel:

„ISIS ist Hamas und Hamas ist ISIS. Sie sind beide Äste desselben giftigen Baumes.“

Aber seine Aussage enthält ja auch ein Körnchen Wahrheit: ISIS ist Hamas und Hamas ist ISIS. Sie kämpfen beide mit der nötigen Brutalität für Allah und die Sache des Friedens (ohne Juden natürlich und unter Allah, versteht sich). Ich gebe zu, ich bin noch nicht ganz so weit. Ich muss noch etwas an meiner moralischen Einstellung arbeiten, bis ich es nicht mehr problematisch finde, Raketenstellungen neben Kinderspielplätzen oder Krankenhäusern zu installieren oder Waffen in Schulen zu verstecken. Es wird noch dauern, bis ich genauso wie die Anhänger von Hamas und Fatah einen Helden werde bejubeln können, weil er gerade ein Baby ermordet hat. Aber ich werde wohl daran arbeiten müssen. Bislang habe ich immer gedacht, dass meine Wertvorstellungen von vielen, von den meisten Menschen in meinem Kulturkreis geteilt würden, und dass die meisten bereit wären, diese Werte zu verteidigen. Aber wenn hierzulande die Hamas als legitime und die Fatah als gemäßigte politische Kraft gilt, wenn 86% der Deutschen der Meinung sind, Deutschland solle sich öffentlich nicht klar hinter Israel stellen, dann ist es vielleicht an der Zeit zu kapitulieren.

Also dann: Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed (Friede sei mit ihm) ist sein Prophet! Allahu akbar!

Erbarmen.

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About Harald Stücker

Harald Stücker

12 responses to “Allahu akbar! Erbarmen!”

  1. Tom Torn says :

    Wenn der Text nicht ironisch wäre, würde der hpd ihn bestimmt publizieren. Könnte auch als Einleitungstext zur dritten „kritischen“ Islamkonferenz dienen.
    lol :-D

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  2. Karlheinz Moeder says :

    Danke, für den Text und diesen info service!

    Bitte weiter so.

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  3. oberstskeptic says :

    Ganz hervorragend! Sehr schön, dass Sie wieder schreiben.

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  4. Alois says :

    Ja, so sieht’s aus. Den pazifistischen Alles-Verstehern (wie Margot Käßmann) bleibt angesichts der IS der Kloß im Halse stecken. Lichterketten helfen da nicht richtig weiter.
    Eine totalitäre Untertanenreligion mit Jenseitsanspruch hebelt kurz mal Jahrhunderte an Zivilisationsentwicklung aus und wir sind zu tolerant und zu feige, um den Anfängen im eigenen Land wie Hasspredigern, islamische Gettobildungen und dergleichen entgegenzutreten. Nein, wir hofieren diese archaische Religion in höchste Staatskreise mittels Islamkonferenz und verunglückten, ehemaligen Bundespräsidentenreden. Der Islam gehört definitiv nicht zu uns!

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  5. James T. Kirk says :

    Sie kritisieren den Fundamentalismus der Hamas und wundern sich, warum man Israel nicht unterstützt oder es kritisiert. Auch Juden sind zu religiösem Fundamentalismus fähig. Siehe Beschneidungsritual. Der Zionismus führt zum Bau illegaler Siedlungen im Westjordanland und unterminiert den Friedensprozeß.

    Die israelische Politik ist durchtränkt von religiösem Fundamentalismus.

    Im übrigen wurden auch im Mittelalter und der Frühen Neuzeit im Namen des Christentums Menschen massakriert, gefoltert und Kreuzzüge veranstaltet. Das Christentum hat sich gewandelt. Das wird auch der Islam tun.

    Hier mal ein lesenswerter Artikel für denkende Menschen:

    Gespräch über Kindheit und Politik

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    • Harald Stücker says :

      „Auch Juden sind zu religiösem Fundamentalismus fähig.“

      Natürlich. Sie und ich auch. Aber die meisten Juden verhalten sich nicht fundamentalistisch, nicht mehr als Sie oder ich.

      „Siehe Beschneidungsritual.“

      Ich habe ja nun wirklich eindeutig genug Stellung genommen gegen die Zwangsbeschneidung von Kindern. Aber in diesem Zusammenhang ist das ein wirklich schlechtes Beispiel.
      Erstens sollte man aufpassen, die Welt nicht nur durch die Brille eines Themas zu sehen. Nicht immer, wenn es um die Themenbereiche Israel, Islam, Juden, Muslime, Nahost geht, ist Beschneidung relevant.
      Zweitens gelten in Israel anders als in den meisten islamischen Ländern religiöse Gebote nicht als Gesetz. Wir dürfen gesellschaftlichen Druck nicht mit staatlichem Zwang verwechseln. Elinor D., die ein rabbinisches Gericht zwingen wollte, ihren Sohn zu beschneiden, hat den Prozess letzten Endes gewonnen. Der hpd dazu: „Der Ausgang des Falles ist Ausdruck einer wachsenden Sensibilisierung der israelischen Gesellschaft hinsichtlich Beschneidungen und ein klares Signal für eine zunehmende Säkularisierung des Rechtssystems Israels.“

      „Der Zionismus führt zum Bau illegaler Siedlungen im Westjordanland und unterminiert den Friedensprozeß.“

      Da sind Sie leider der Menschen verachtenden Rhetorik aufgesessen, die inzwischen bei sehr vielen Leuten das Denken in diesem Punkt ersetzt hat.
      Erstens: „Ethnische Säuberung“ war 1992 das Unwort des Jahres, aber wenn islamistische Staaten das in Bezug auf Juden fordern, haben wir damit kein Problem?
      Zweitens: Im Jahre 2005 kam es zu einem Novum in der Geschichte. Eine Besatzungsmacht hat ein besetztes Gebiet von sich selbst „ethnisch gesäubert“. Die israelische Regierung hat israelische Bewohner des Gazastreifens – gegen deren Willen – aus ihrer Heimat vertrieben. Um des lieben Friedens willen. Der Dank der Islamisten waren mehr Anschläge, mehr Raketenangriffe, vor allem aber der „demokratische“ Sieg der „Tod allen Juden“-Partei Hamas in den Wahlen 2006.
      Besser und kenntnisreicher hier: Die Siedlungen sind nicht das Problem!

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      • ropow says :

        Tja, so schnell kann’s gehen.

        Gerade noch waren wir uns einig, dass bei den Muslimen die nicht-fundamentalistische Mehrheit irrelevant ist – und schon wird bei den Juden die nicht-fundamentalistische Mehrheit zu einem Argument.

        Es hat keinen Sinn einen Blog einzurichten, bei dem geäußerte Ansichten auf Evidenz statt auf Wunschdenken basieren sollen, wenn es doch wieder nur Wunschdenken ist, das dann die Auswahl der Evidenz bestimmt.

        Beim Begriff „Ethnische Säuberungen“ nur bis 1992 zurück zu gehen ist Wunschdenken. Zwischen Dezember 1947 und Dezember 1950 würden über 500 palästinensische Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und deren Bevölkerung entweder ermordet wie in Deir Yassin, oder – wenn sie Glück hatte – vertrieben wie in Najd. Der Bau illegaler Siedlungen im Westjordanland ist deshalb für die Palästinenser nur eine Fortsetzung dieses Landraubs. Und sich aus einem so gefährlichen Gefängnis wie Gaza zurückzuziehen aber gleichzeitig durch ethnische Säuberungen eroberte Gebiete zu behalten ohne über Entschädigungen zu reden, ja begangenes Unrecht systematisch zu verschweigen, ist wirklich kein Beitrag „um des lieben Friedens willen“: Die andauernden Raketenangriffe besonders auf Sderot werden nun mal nur dann wirklich verständlich, wenn man weiß, dass an dieser Stelle früher Najd stand, eines der vielen palästinensischen Dörfer, deren Existenz man geschafft hat „von der Landkarte zu tilgen“.

        Es ist doch nicht zu bestreiten, dass von allen Völkern, denen man einen eigenen autonomen Staat wünschen muss (Basken, Tibetern, Kurden…), die Juden wohl die triftigsten Gründe dafür anführen können, endlich ohne Angst vor Verfolgung ihr eigenes Schicksal bestimmen zu dürfen. Um so bedauerlicher ist es, dass Israel eben nicht durch unbefleckte Empfängnis entstanden ist. Durch permanente Geschichtsklitterung treibt man die Opfer dieser Ereignisse jedoch so tief in die Arme der religiösen Fundamentalisten, dass die Ursprünge ihrer Aggression gegen Israel schließlich im Islam (mit seinem eingebauten Antisemitismus als Bonus) vollständig aufgehen und Gleichsetzungen wie „Hamas = ISIS“ möglich werden.

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        • Harald Stücker says :

          Entschuldigen Sie die verspätete Antwort.

          Gerade noch waren wir uns einig, dass bei den Muslimen die nicht-fundamentalistische Mehrheit irrelevant ist – und schon wird bei den Juden die nicht-fundamentalistische Mehrheit zu einem Argument.

          Da waren wir uns wohl nicht einig. Die Minderheit, von der in meinem vorherigen Artikel die Rede war, entspricht global gerechnet der Bevölkerung der USA. Das sind die Leute, die mit dem islamischen Terrorismus, dem weltweiten „Dschihad“, zumindest sympathisieren. Dass es dagegen auch noch Muslime gibt, die nicht mit ihm sympathisieren, ist irrelevant. Das war der Punkt.

          Ich weiß nichts von einem weltweit agierenden jüdischen Terrorismus. Und insofern es jüdischen Terrorismus in Israel gibt, ist er wohl ein Fall für den Staatsanwalt. Ja, das gibt es in Israel durchaus, dass jüdische Staatsbürger dafür bestraft werden, wenn sie Verbrechen gegenüber Arabern begehen. Es kommt nur nicht so oft vor wie umgekehrt. Weil es nämlich umgekehrt nicht als Straftat gilt, wenn ein Palästinenser einen Israeli tötet, sondern als Heldentat.

          Sie erwähnen die Vertreibung von Arabern durch Juden. Sie erwähnen nicht, dass gleichzeitig auch sämtliche Juden aus allen arabischen Staaten vertrieben wurden. Der Unterschied zwischen beiden „Völkerwanderungen“ ist, dass die vertriebenen Juden in Israel integriert wurden, die vertriebenen Araber allerdings in Jordanien und anderen arabischen Staaten seit Generationen in Flüchtlingslagern gehalten werden, damit sie bloß nicht ihren Status als Flüchtlinge verlieren.

          Finden Sie es wirklich „verständlich“, dass auf Sderot Raketen regnen, weil dort früher Najd stand? Nach derselben Logik müssten sie es auch „unverständlich“ finden, dass aus Israel keine Raketen auf Deutschland abgeschossen werden, oder aus Deutschland ins Sudetenland. Wie haben es die Nachfahren der Opfer in Leningrad, Warschau, Oradour-sur-Glane geschafft, dass sich inzwischen wieder Deutsche durch ihre Straßen bewegen dürfen, ohne mit Steinen beschmissen oder abgemeuchelt zu werden? Die Liste ließe sich endlos verlängern. Wenn sich die Welt die zivilisatorischen Standards der Hamas zu eigen machen würden, dann sähe sie wahrlich anders aus.

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          • ropow says :

            Wortklauberei hält nur auf. Die Kernaussage ist doch die: Eine Minderheit von (religiösen) Fundamentalisten tut zuweilen schlimme Dinge und die nicht-fundamentalistische Mehrheit ist irrelevant, wenn sie dabei nur zuschaut.

            Beim Islam führt religiöser Fundamentalismus zwangsläufig zum Terror gegen Ungläubige, weil seine Grundlagen – Koran und Hadithen – darauf angelegt sind. Andererseits führte religiöser Fundamentalismus zur politischen Ideologie des Zionismus, der – in seiner radikalen Form – die Errichtung eines Großisrael auf Kosten der Palästinenser anstrebt und der zu den angesprochenen ethnischen Säuberungen in der Entstehungszeit Israels geführt hat. Heutzutage ist diese extreme Form nicht mehr Staatsdoktrin, aber sie ist auch nicht völlig totzukriegen, wie der illegale Siedlungsbau im Westjordanland zeigt.

            Es ist ja nett, wenn Sie dazu nur sagen „aber die meisten Juden verhalten sich nicht fundamentalistisch“, aber dann hätten Sie das bei den Moslems auch sagen können. Haben Sie aber nicht, weil das nun mal kein Argument für Ideologien mit fundamentalistischen Abgründen ist.

            Wenn Sie von „aus A folgt B“ (Gegenwehr gegen ethnische Säuberungen => Verständnis) auf „aus Nicht-A folgt Nicht-B“ (keine Gegenwehr => Unverständnis) schließen, dann ist das nicht „dieselbe“ Logik, sondern überhaupt keine – oder glauben Sie im Ernst, dass aus Raucher => Lungenkrebs folgt: Nichtraucher => kein Lungenkrebs?

            Viele Faktoren können zu „B“ führen, z. B. ein tief gehendes Schuldeingeständnis und damit verbundene Bemühungen, begangenes Unrecht möglichst wieder gutzumachen, wie es die Deutsche Wiedergutmachungspolitik getan hat. Deswegen – und nur deswegen – konnten es die Nachfahren der Opfer in Leningrad, Warschau oder Oradour-sur-Glane auch schaffen, dass sich inzwischen wieder Deutsche unbehelligt durch ihre Straßen bewegen dürfen – und deswegen wäre es auch unangebracht gewesen, die Sudetendeutschen über Generationen in Flüchtlingslagern zu halten.

            Wenn Israel nach all den geleisteten Reparationen und individuellen Entschädigungen (25 Milliarden Euro bis 2007), Rückerstattung von Grundstücken und anderen Vermögenswerten, etc., etc., verbunden mit dem Schuldkult Deutschlands immer noch Raketen nach Deutschland schösse – und dabei vielleicht auch noch hier frei lebende jüdische Gemeinschaften träfe – das wäre dann doch ein bisschen albern, nachon?

            Was also muss man tun, damit den Palästinensern die Raketenschießerei irgendwann einmal ebenso albern vorkommt?

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  6. ropow says :

    Man kann nur hoffen, dass niemand an Ihrer Türe läutet, während Sie gerade so innig Ihre Autoislamisierung betreiben, Herr Stücker.

    Ihre Methode der Ironie ist nicht nur beim Islam riskant. Zu sagen was Sie meinen indem Sie nicht meinen was Sie sagen verärgert Ironieunwillige, die stört, dass Sie nicht einfach sagen was Sie meinen und verstört Ironieunfähige, die erwarten, dass Sie nicht sagen was Sie nicht auch meinen. Und beide werden Sie beim Wort nehmen, die einen um Sie vorzuführen und die anderen, weil sie es nicht besser wissen.

    Diese Abhängigkeit vom guten Willen und dem Wissensbestand der Adressaten zwingt Sie sichtlich durch Reflexion besonders vieler und besonders krasser Fakten über den Islam eine extrem grimassenhaft verzerrte Karikatur aus sich zu machen, damit Ihre Ironie auch wirklich für jedermann erkennbar und akzeptabel wird.

    Wenn Kinder Grimassen schneiden, dann warnt man sie oft davor mit dem Hinweis, ihr Gesicht könnte „stecken bleiben“, sollte gerade in diesem Augenblick jemand an der Türe läuten. Ihnen könnte es ähnlich ergehen, sollten Sie in so einem Augenblick gerade auf der Suche nach Ihrer „islamischen Identität“ in sich gegangen sein: Sie könnten dann dort bleiben müssen.

    Und wenn die Leute an Ihrer Türe dann auch noch Islamisten sind, die Sie beim Wort nehmen und zum Dschihad abholen wollen, dann wird die Frage, ob diese nun ironieunwillig oder ironieunfähig sind, Ihre geringste Sorge sein.

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  7. YouMan says :

    Komisch, das Wort „Islamophobie“, das im Jahr 2013 seinen Höhepunkt erreicht hat, hört man in letzter Zeit immer seltener. Jetzt kommt es mir schon richtig fremd vor…

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