Was Frauen wollen sollen

Die SPD will jetzt mit dem Hashtag #BockaufQuote junge Frauen davon überzeugen, „Chefin werden“ zu wollen. Diese unfreiwillig komische Kampagne verweist auf das „falsche Bewusstsein“ vieler Frauen, aber auch vieler Männer, das einer vollständigen Gleichstellung der Geschlechter nach wie vor im Weg steht.

bockaufquote

Persiflage auf „Ich werd dann mal Chefin“

Die Idee der Quote entstammt – ebenso wie die Idee der politischen Korrektheit – den politischen Grabenkämpfen des letzten Jahrhunderts: Der Kommunismus mag in der wirtschaftlichen Realität immer wieder jämmerlich gescheitert sein, seine kollektivistischen Ideen aber sind polit-religiöse Zombie-Meme, sie springen mühelos von Hirn zu Hirn und sind nicht tot zu kriegen. Sie teilen uns in erster Linie in alle möglichen Kollektive ein, soziale Klassen, Rassen, Altersgruppen, Religionen, vor allem aber Geschlechter. Aufgabe revolutionärer Politik ist es, die bislang unterdrückten und geknechteten Kollektive an die Macht zu spülen. Für den Kommunismus ist Gerechtigkeit immer Klassengerechtigkeit. Für die Ethik, die auch unserem Grundgesetz zugrundeliegt, ist Gerechtigkeit hingegen immer individuell. Artikel 3 vergibt keine Rechte an Klassen, Rassen oder Geschlechter, sondern an Menschen:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. […]
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes […] benachteiligt oder bevorzugt werden.

Die Frauenquote aber bevorzugt Frauen wegen ihres Geschlechts. Sie bevorzugt sie nicht als individuelle Menschen, sondern als unterdrückte Gruppe von Menschen. Die Frauenquote benachteiligt auch Männer wegen ihres Geschlechts, als privilegierte Gruppe von Menschen. Jahrhundertelang hätten „die Männer“ „die Frauen“ beherrscht, unterdrückt und diskriminiert. Jetzt sollten „die Männer“ eben dafür bezahlen. Natürlich werden aber nicht alle Männer gleichmäßig bezahlen. Denn es werden gerade nicht die Alphatiere, die jetzt in den Vorständen auf dem „gläsernen Fußboden“ sitzen, die Zeche zahlen, sondern die jungen Männer, die miteinander und – jetzt weniger privilegiert – mit den jungen Frauen im Wettbewerb stehen.

Die Frauenquote ist zudem nicht etwa ein Instrument der Gleichberechtigung oder der Chancengleichheit, sondern sie dient der Gleichstellung. Gleichstellung aber ist kein legitimes Ziel staatlicher Bemühungen. So schreibt Alexander Grau im Cicero: „Gleichstellung ist ungerecht“:

Das Problem liegt in der latenten Verwechslung von Gleichberechtigung mit Gleichstellung. Gleichberechtigung meint Chancengleichheit. Gleichstellung meint jedoch etwas Anderes: nämlich die Herstellung von Gleichheit unter Missachtung der Chancengleichheit. Man kann nicht für beides sein: Entweder man ist für Gleichberechtigung oder man ist für verordnete Gleichstellung. […] Mit Gerechtigkeit hat verordnete Gleichstellung nichts zu tun. Sie ist ungerecht.

Die „Kritische Theorie“ entstand als kommunistische Reaktion auf die Verstocktheit der unterdrückten Klassen, die sich immer wieder nicht um die reine Lehre gekümmert haben und partout nicht in einer Revolution von unten den Klassenfeind stürzen wollten, trotz aller Bemühungen der Vorreiter des richtigen Bewusstseins – von Agitprop bis Terrorismus. Ebenso wie die Industriearbeiter den Klassenkampf verweigerten, sich mit Autos, Fernsehern und Gehaltserhöhungen zufrieden gaben, so streben Frauen deutlich seltener nach Spitzenjobs, studieren deutlich seltener MINT-Fächer und sind deutlich stärker an einer Vereinbarkeit von Beruf und Familie interessiert. Eine Politik der Gleichstellung aber kann sich mit der Freiheit der Berufswahl nicht zufriedengeben, solange die Geschlechter frei den falschen Beruf wählen. Wir haben hier also wieder den Widerspruch zwischen Theorie und Praxis, wieder das falsche Bewusstsein der Massen.

Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern gelten als ideologische Konstrukte, als das Ergebnis einer gesellschaftlichen Programmierung, mit denen Mädchen und Jungen auf perfide und noch nicht ganz durchschaute Weise von klein auf in ihre Rollenklischees hineinmanipuliert werden. Um das zu ändern, werden im ganzen Land Gender Studies gefördert. Ihr Ziel ist es, diesen programmierten Fehler im Bewusstsein der Massen zu korrigieren.

Der Norweger Harald Eia hat in seiner Dokumentation Hirnwäsche mit norwegischen Gender-Theoretikern gesprochen:

Dabei entlockte er der Genderforscherin Cathrine Egeland erstaunliche Geständnisse (ab ca. Min 33:00):

Eia: Worin besteht Ihre wissenschaftliche Grundlage, wenn Sie sagen, Biologie spiele keine Rolle bei der Berufswahl der Geschlechter?

Egeland: Meine wissenschaftliche Grundlage? Ich habe eine theoretische Basis, wie man sagen könnte. Es gibt darin für mich keinen Platz für Biologie. Ich finde, dass die Soziologie gegen ein Denken in Unterschieden zwischen den Menschen auftreten sollte, dagegen, dass diese Unterschiede biologisch seien.

Andere Wissenschaftler, die eher darauf achten, was die Daten sagen, wie der Psychologe Richard Lippa (ab ca. Min 13:00), kamen zu dem Ergebnis, dass gerade in westlichen Ländern, in denen die Geschlechter weitgehend gleichberechtigt sind, sich die Unterschiede in der Berufswahl von Männern und Frauen am deutlichsten zeigen.

pinker_sex_paradoxSusan Pinker bestätigt das in ihrem Buch Das Geschlechterparadox. Darin geht sie der Frage nach, warum Jungen, die oft schlechter in der Schule waren, dennoch öfter im Chefsessel landen als die begabteren Mädchen. Dabei unterscheidet sie zwischen extrinsischen und intrinsischen Zielen. Extrinsische Ziele sind z. B. Geld und Status, die häufig mit intrinsischen Zielen, also etwa einer sinnvollen, erfüllenden Tätigkeit nachzugehen, im Widerstreit stehen. Mehrere Studien weltweit kommen zu dem Ergebnis, dass Frauen extrinsische Ziele eher zugunsten von intrinsischen Zielen aufgeben, wenn sie die Möglichkeit dazu haben:

Ich stürzte mich auf alle interkulturellen Daten über Berufswege, die ich finden konnte, und entdeckte eine interessante Kluft. Je mehr finanzielle Stabilität und gesetzlicher Schutz Frauen geboten wurden, desto geringer war die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich für die männliche Standard-Route entschieden. […] Je reicher das Land, desto eher entscheiden sich Männer und Frauen für unterschiedliche Arten von Arbeit. (Pinker, Geschlechterparadox, S. 100)

Die Lebensentwürfe, die Frauen freiwillig wählen, sind also deutlich verschieden von denen, die Männer freiwillig wählen. Das ist kein Ergebnis von Diskriminierung, sondern zeigt sich besonders deutlich dort, wo Frauen am wenigsten diskriminiert werden. Susan Pinker schreibt in Geschlechterparadox, dass

etwa 60 % der hochqualifizierten Frauen Beförderungen ablehnen oder Positionen mit niedrigerer Bezahlung akzeptieren, um ihr Berufsleben flexibler zu gestalten oder mit sozialen Zielen verbinden zu können. Diese statistischen Trends sagen nichts über Individuen aus. Doch sie sagen uns etwas darüber, warum Männer und Frauen sich häufig von unterschiedlichen Tätigkeiten angezogen fühlen und warum immer noch einige Diskrepanzen im Berufsleben bestehen, obwohl wir uns vierzig Jahre lang bemüht haben, Unterschiede im sozialen Geschlecht aus der Welt zu schaffen. (S. 332f.)

Frauen möchten mehrheitlich ihren Beruf mit ihren intrinsischen Zielen vereinbaren können, wozu in den meisten Fällen sicher auch ihre Familie gehört. Aber diese weiblichen Lebensentwürfe und Präferenzen werden – oft genug von Frauen selbst – entwertet! Frauen sollen dasselbe wollen wie Männer. Sie sollen genau wie Männer vor allem extrinsische Ziele verfolgen. Sie sollen Spitzenjobs wollen, Spitzengehälter, Status, Macht, Einfluss. Sollen Frauen aber auch den 16-Stunden-Arbeitstag mit JetSet wollen? Sollen sie auch die unzähligen Konkurrenzkämpfe mitmachen wollen? Sollen sie auch kaum noch Zeit für die Familie haben wollen? Sollen sie überhaupt noch eine Familie wollen?

Irgendwie schon, wegen des leidigen Demografieproblems, aber eigentlich auch wieder nicht. Sie sollen Familie eben so wollen wie viele Männer sie wollen. Im Hintergrund. Aber Spitzenjob und Familienleben lassen sich nicht vereinbaren, weder für Männer noch für Frauen. Die Tatsache, dass Frauen immer noch zu einem so großen Anteil bereit sind, beruflich zurückzustecken, einen Teil ihrer Karriere zu opfern, um das Aufwachsen ihrer Kinder aktiv zu begleiten, gilt als politisches Problem. Auch dass es immer noch so viele Männer gibt, die bereitwillig mehr arbeiten, um ihre Familie und ihre Kinder zu ernähren, gilt als politisches Problem. Es ist das Problem des falschen Bewusstseins.

Die Freiheit in der Berufswahl ist ein zentraler Aspekt einer freiheitlichen Gesellschaft. Für eine Politik der Gleichstellung sind aber nicht nur die fehlenden Frauen in Chefsesseln ein Problem, sondern auch das, was Frauen wollen bzw. nicht wollen. Für eine Politik der Gleichstellung ist es ein Problem, dass sich biologische Unterschiede in den Lebensentwürfen der Geschlechter umso deutlicher bemerkbar machen, je freier die Menschen ihren Beruf wählen können. Es ist das Problem des falschen Bewusstseins.

Es ist allerdings nur ein Problem für eine Politik der Gleichstellung, vor dem Hintergrund der Gender-Fiktion, dass es keine Unterschiede in den Präferenzen von Männern und Frauen gebe. Diese herrschende Vorstellung eines Normgeschlechts, das sich an typisch männlichen Präferenzen und Motivationsstrukturen orientiert, ist der eigentliche Frauen diskriminierende Sexismus. Wenn wir aber Gleichberechtigung und Chancengleichheit anstreben, dann wäre genau dieses Ergebnis zu erwarten, dass Frauen deutlich seltener Spitzenpositionen anstreben. Wie die weltweit erhobenen Daten zeigen, ist gerade die Tatsache, dass Frauen sich in freien, sozial abgesicherten Gesellschaften eher für die Verfolgung intrinsischer Ziele entscheiden, Männer jedoch eher nach extrinsischen Zielen streben, ein Beleg dafür, dass wir auf dem Weg zu einer echten Gleichberechtigung sehr weit gekommen sind.

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Harald Stücker

17 responses to “Was Frauen wollen sollen”

  1. mea sententia says :

    Diskriminierung der Massen – ein weit verbreitetes Phänomen – und die Geschlechterdiskriminierung ist hier nur der Anfang – dort wo man Minderheiten bevorzugt benachteiligt man Mehrheiten – mehr hierzu auch unter http://www.mea-sententia.de

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  2. Statistiker says :

    „Der Kommunismus mag in der wirtschaftlichen Realität immer wieder jämmerlich gescheitert sein, seine kollektivistischen Ideen aber sind polit-religiöse Zombie-Meme…“

    An dieser Stelle hab ich aufgehört zu lesen, Hasstiraden muss ich nicht auch noch zu Ende lesen….

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  3. lawgunsandfreedom says :

    Von Harald Eia gibt es nicht nur diesen einen kurzen Film. Er ist Teil einer ganzen Reihe, in der er die Gendertheorie von verschiedenen Gesichtspunkten aus beleuchtet. Eine saubere, sehr unterhaltsame, aber immer wissenschaftliche Arbeit, die die Gendertheorie gründlich zerlegt und dabei falsifiziert. Die Reihe zeigt sehr deutlich auf, daß die populären Gendertheorien vollkommen auf Ideologie basieren und keine wissenschaftliche Grundlage haben. Echte Genderforscher, die sich der wissenschaftlichen Methodik verpflichtet fühlen, kommen in dieser Sendereihe zu Wort und widerlegen die Genderisten mit sachlichen, belegbaren Fakten.

    Die gesamte 7-teilige Reihe wurde in die Public Domain überführt und kann bei Daily Motion angesehen werden. Quelle:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Hjernevask

    Und in besserer Qualität nochmal hier:

    Da gibt es derzeit leider keinen Zugriff auf den siebten und letzten Teil.

    Norwegisch mit englischen Untertiteln ist bisweilen etwas anstrengend, aber sehr lohnend. Ich finde es sehr bezeichnend, daß sich bisher kein deutscher Sender daran gewagt hat, das zu synchronisieren und auszustrahlen.

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  4. lawgunsandfreedom says :

    Hat dies auf Waffen – Waffenbesitzer – Waffenrecht rebloggt und kommentierte:
    Ein sehr kluger Kommentar zur Frauenquote in Deutschland und zum Genderismus, dem Problem von Gleichberechtigung/Gleichstellung und den Denkfehlern, die man im Rahmen der „Political Correctness“ implementiert hat.

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  5. ropow says :

    Das Thema ist aber auch zum Brüllen: Da kämpfen Frauen seit über 100 Jahren verzweifelt dagegen an, nur auf Brüste und Vagina reduziert zu werden – und jetzt soll ausgerechnet das das entscheidende Kriterium für einen Führungsjob sein. Durch diese weiblichen Attribute werden Frauen offensichtlich so sehr behindert, dass sie ohne Inklusion mit einer Behindertenquote de Luxe (von 30% statt der üblichen 5% für Schwerstbehinderte) unfähig sind, an bessere Positionen zu gelangen.

    Natürlich werden auch schon Sanktionen angedroht, womit eine – im Vergleich zur Gender-Politik – viel gravierendere Methode der Frankfurter Schule sichtbar wird – die Umformung der Gesellschaft durch Instrumentalisierung von Diskriminierungen: Bei gesellschaftlicher Diskriminierung erreicht man zunächst durch den Appell an Toleranz gesellschaftliche Akzeptanz, konstruiert danach durch permanente Thematisierung eine idealisierte Normalität, die so schnell wie möglich kodifiziert wird (Quote). Hat man das geschafft, geht es endlich ans Eingemachte: die Sanktionierung von Abweichungen und die Errichtung einer unfreien Gesellschaft durch Intoleranz, nun aber als „befreite Toleranz“ interpretiert.

    Man sollte die Frauenquote deshalb nie unabhängig sehen von der Mutter aller Kampfmassnahmen gegen die Freiheit der Rede, der Meinung, der Gedanken und damit des Handelns – der „Political Correctness“.

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  6. Ingo says :

    „polit-religiöse Zombie-Meme“

    „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.“ Und niemand glaubt, wir würden von pädokriminellen Zombies regiert. Wir wissen nur, dass sie im britischen Parlament einflußreiche Posten besetzt hielten (- halten?), im britischen BBC ein fröhliches Berufs- und Rentenalter verleben konnten, und dass heute der engste Berater von Margret Thatcher sagt, dass es sehr bewußt „der Erhaltung des Systems“ diente, dass diese Zombies in der Thatcher-Zeit nicht der Strafverfolgung überliefert wurden.

    So lang ist die noch gar nicht her, diese Thatcher-Zeit …

    Ich glaube, angesichts solcher Sachverhalte sollte man das Wundern darüber aufgeben, dass dann auch Meme, die der Art solcher Zombies entsprechen, wie wild geworden herumspringen.

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  7. Manfred says :

    So lange ich nicht auch „Hebammer“ werden kann unterstütze ich das keinesfalls …
    :-)

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  8. oberstskeptic says :

    Sehr guter Artikel zu einem Thema, das mir mit der Zeit nun wirklich auf die Nerven geht. Diskriminierung anprangern und dann Sonderrechte fordern ist eine Logik, die wohl nur eine besondere Gruppe Menschen versteht.
    Kleine Eigenwerbung am Rande: http://oberstskeptic.wordpress.com/2014/11/27/sexismus-im-namen-der-gleichberechtigung/

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  9. Irene (@irene_muc) says :

    Um die Freiheit der Berufswahl tatsächlich nutzen zu können, braucht man Information – man kann sich nur für etwas entscheiden, das man kennt oder von dem man wenigstens mal gehört hat. (Der noch recht junge Technikunterricht am Gymnasium wird noch einiges verschieben.)

    Auch ein Girls Day bei den kommunalen Stadtwerken, der unbekannte Möglichkeiten zeigt, bringt Mädchen bestimmt mehr als eine Elite-Frauenquote für Aufsichtsräte. Die maskulinistische Polemik, die oft suggeriert, Frauen seien sich zu fein für die Kanalisation, kann ich nicht nachvollziehen. Als Pflegehelferin hat man direkter mit Scheiße zu tun als auf der Kläranlage, und das für weniger Geld und mit mehr Nachtschichten.

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    • Harald Stücker says :

      Informationen neigen schon seit geraumer Zeit dazu, die Form von Tsunamis und Lawinen anzunehmen, auch Informationen über mögliche Karrieren. Solange die Berufswahl frei bleibt, werden Technikunterrichte und Girl’s Days eben gar nichts verschieben, genau darin besteht ja gerade das Gleichstellungs-Paradox.

      Die Parodie „Ich werd dann mal Kanalarbeiterin“ ist wenig polemisch, denn es gibt in der Tat kaum Kanalarbeiterinnen. Sie ist treffend, weil niemand darin ein Problem sieht und weil in diesem – und in ähnlich unattraktiven Arbeitsfeldern – keine Quote angestrebt wird. Niemand spricht von einem „gläsernen Boden“, durch den Frauen einfach nicht durchdringen in die Jobs unter der Stadt.

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      • lawgunsandfreedom says :

        Was mich mal interessieren würde ist, warum Frauen so in Pflegeberufe und ähnliche finanziell unattraktive Jobs strömen. Was steckt da dahinter? Ist das eine Geisteshaltung? Hat das jemals jemand seriös erforscht?

        Ich meine, es ist doch bekannt, daß Jobs wie Kanalarbeiter besser bezahlt werden (auch viele Überstunden, fäkalienbehaftet und körperlich anstrengend). Daß Pflegeberufe skandalös unterbezahlt sind ist natürlich eine andere Sache, die aber nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Ein Freund von mir ist Krankenpfleger, kriegt auch nicht mehr als seine weiblichen Kollegen, schiebt dieselben Überstunden und putzt Blut, Fäkalien und Erbrochenes weg, wie alle anderen.

        Worum geht’s? Soziale Akzeptanz? Ansehen? Status? Geld kann’s nicht sein, sonst würden die Frauen in besser bezahlte Berufe gehen. Die nötige Qualifikation kann man in den meisten Fällen problemlos erwerben. Warum also tun sie’s nicht?

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