Sollten wir Kinder wie Menschen behandeln?


Wie bitte? Welch eine absurde Frage, wird wahrscheinlich Ihre erste Reaktion sein. Natürlich sollten wir das! Auf jeden Fall sollten wir sie ebenso gut schützen wie Erwachsene, wenn nicht sogar besser. Tatsächlich schützen wir allerdings erwachsene Menschen besser als Kinder.
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Seit Jahrtausenden: Tradition als Argument


Diesen Artikel habe ich schon vor einiger Zeit unter dem Titel „Das war schon immer so“ veröffentlicht, aber durch die Debatte um das Kölner Beschneidungsurteil (hier im Wortlaut) ist er wieder hochaktuell geworden. Daher bringe ich ihn hier – leicht gekürzt und aktualisiert – noch mal. Denn die Richterschelte, die aus dem gesamten religiös-politischen Spektrum kommt, beruft sich fast ausschließlich auf das Argument aus der Tradition. Am deutlichsten bei Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland: „Diese Rechtssprechung ist ein unerhörter und unsensibler Akt. Die Beschneidung von neugeborenen Jungen ist fester Bestandteil der jüdischen Religion und wird seit Jahrtausenden weltweit praktiziert.“

Ein Wort zu dem impliziten Vorwurf, Beschneidungskritiker seien automatisch Antisemiten: Ein Antisemit ist jemand, der Juden Schaden zufügen will, weil sie Juden sind. Beschneidungskritiker kritisieren, dass Kindern aus traditionell-religiösen Gründen Schaden zugefügt wird, weil sie Kinder sind. Judentum oder Islam kommen in dieser Kritik gar nicht vor. Es geht nicht um Religion, es geht um die Kinder. Weiterlesen

Das war schon immer so


Warum haben Traditionen eigentlich einen so guten Ruf? Ja, ich weiß, Traditionen und Rituale strukturieren das Leben und reduzieren seine Komplexität. Es ist prima, wenn man sich auskennt. Ich bestreite nicht ihren Nutzen bei der Organisation des Lebens für Individuen und Gruppen. Aber welchen Wert haben sie für Erkenntnis und Ethik? Welchen erkenntnistheoretischen Wert haben Argumente, in denen die Tradition als Evidenz angeführt wird? Und welchen moralischen Wert haben Traditionen, wenn es um die Güterabwägung mit anderen Werten geht? Allgemein werden beide sehr hoch eingeschätzt. Meine These ist, dass sie gegen Null gehen.

Francisco Goya: Stierkampf, 1815-16

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Universalsäure Internet


Kath.Net: Wegen intensiver Internetnutzung wurde spanische Ordensschwester nach 35 Klosterjahren aus der Ordensgemeinschaft ausgeschlossen.

Wenn Ameisen bei einer der ihren ein charakteristisches merkwürdiges Verhalten bemerken, kennen sie kein Erbarmen und schaffen diese Ameise so weit wie möglich weg von ihrer Kolonie. Denn das seltsame Verhalten ist ein Symptom für eine Infektion mit den Sporen eines gefährlichen Killerpilzes. Würde die Infektion nicht bemerkt oder ließen die Ameisen sie in der Nähe der Kolonie sterben, wäre die gesamte Kolonie bedroht. Weiterlesen