Gottes PID


Gegenwärtig schwillt die Debatte um den Embryonenschutz wieder mal an. Diesmal geht es um die Präimplantationsdiagnostik (PID), die sich nur auf den kleinen Teilbereich der Embryonen bezieht, die durch künstliche Befruchtung erzeugt werden. Das Ziel einer solchen Diagnose ist, eine Hilfe für die Entscheidung zu geben, ob der Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt werden soll oder nicht. Verhindert werden sollen dadurch Spätabtreibungen oder Totgeburten, aber auch schwere, genetisch bedingte Krankheiten und Behinderungen. Die gewohnt kompromisslose katholische Position läßt sich etwa so zusammenfassen:

Jeder Embryo ist ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei und Samenzelle ein vollwertiger Mensch mit allen Rechten, die Menschen als dem Ebenbild Gottes zukommen. Einteilung in verschiedene Stadien und damit Abstufungen des Schutzes sind unzulässig. Eine Selektion aufgrund von auffälligen Befunden bei einer genetischen Untersuchung verstößt gegen die Menschenwürde. Abtreibungen sind absolut verboten.

Daraus ergibt sich ein strikter Embryonenschutz und ebenfalls ein striktes Verbot von künstlicher Befruchtung und Embryonenforschung. Auch Stammzellenforschung ist damit verboten, sofern dafür Embryonen getötet werden müssen. Dazu eine kleine Rechnung. Weiterlesen „Gottes PID“

Macht uns Hawking kleiner und unbedeutender?


„Mir persönlich wäre eine einfache Antwort wie z.B. „42“ doch lieber gewesen, denn nur, weil wir jetzt wissen, was wir wissen, nämlich, dass das Universum sehr wohl einfach so aus sich selbst heraus entstanden sein kann, ohne dass irgendetwas oder irdendwer eine Initialzündung gegeben hat, fühlen wir uns noch immer klein und unbedeutend, nachts, draußen bei einem Blick in den Himmel. Naja, oder vielleicht sogar noch ein bisschen kleiner und unbedeutender.“

So endet diese ansonsten sehr schöne und gelungene Vorstellung des Buches von Hawking und Mlodinow. Weiterlesen „Macht uns Hawking kleiner und unbedeutender?“

Niedergänge


Manfred Lütz beklagt den Niedergang der atheistischen Kultur. Diesem Argument von religiöser Seite begegnet man öfter. Es hat etwas Skurriles. Seit Erscheinen von Dawkins’ „Gotteswahn“ wird gebetsmühlenartig immer wieder die Niveaulosigkeit der Argumente kritisiert. Weiterlesen „Niedergänge“