Beschneidung: Evidenz ohne Ethik


Mit einem „evidenzbasierten Blick auf die Beschneidungsdebatte“ will Hendrik Pekárek die Risiken und Vorteile der Zwangsbeschneidung Neugeborener unvoreingenommen bewerten. Den zentralen Aspekt jedoch leugnet er: Es ist keine medizinische, sondern eine ethische Frage. Weiterlesen „Beschneidung: Evidenz ohne Ethik“

Schau in meine Wunde


Der Kinderkanal von ARD und ZDF, KiKa, kündigt für Sonntag, den 19.1.2014, in der Reihe „Schau in meine Welt“ eine Sendung über ein muslimisches Beschneidungsfest an. Dagegen regt sich Protest. Im Folgenden dokumentiere ich den offenen Brief des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. Weiterlesen „Schau in meine Wunde“

Der Preis der Vorhaut


In einem historisch einmaligen Urteil hat ein rabbinisches Gericht in Israel eine Mutter dazu verurteilt, ihren Sohn beschneiden zu lassen oder aber für jeden Tag, den ihr Sohn seine Vorhaut behält, 140 US-Dollar Strafe zu zahlen. Weiterlesen „Der Preis der Vorhaut“

Der perfekte Penis


Warum hat der Penis die Form, die er hat? Auf diese Frage geben Evolutionspsychologen eine faszinierende Antwort: Der Krieg der Spermien hat ihn geformt. Allerdings stört dabei ein anatomisches Detail: die Vorhaut. Eine mindestens ebenso faszinierende Theorie erklärt dieses Detail besser: Frauen haben die Form des Penis durch sexuelle Selektion perfektioniert. Weiterlesen „Der perfekte Penis“

„Cliteracy“ gegen Beschneidung


Dass so viele Menschen die Zwangsbeschneidung von Kindern unproblematisch finden, liegt nicht nur an einem falschen Respekt vor der Religion, sondern vor allem auch an einem fatalen Unwissen über die sexuelle Anatomie. Kein Wunder, denn erst in den 1990er Jahren wurde die tatsächliche Struktur von Klitoris und Vorhaut entdeckt bzw. wiederentdeckt. Weiterlesen „„Cliteracy“ gegen Beschneidung“

Beschneidung im Hinterhof: Legalize it?!


Wenn die Beschneidung verboten wird, dann schlägt die Stunde der Barbiere und Metzgergesellen. Denn wenn die Eltern in die Illegalität getrieben werden, bleibt ihnen keine Wahl. Dann müssen sie ihre Kinder den ungewaschenen Händen dubioser Gestalten im Hinterhof ausliefern. Dort kann von angemessener Betäubung oder Hygiene keine Rede sein. Wenn wir das nicht wollen, dann müssen wir der Legalisierung zustimmen. So lautet das Hinterhof-Argument. Weiterlesen „Beschneidung im Hinterhof: Legalize it?!“

Der absolute Nullpunkt der Ultra-Orthodoxie


Viele empören sich, wenn der Mohel zum Abschluss einer jüdisch-orthodoxen Beschneidung das Blut vom Penis saugt. Das Ritual Metzitzah B’peh kommt inzwischen sogar in Israel unter Druck. Es ist allerdings Bestandteil des orthodoxen Beschneidungsrituals. Die Tatsache, dass es von den allermeisten Juden abgelehnt und nur noch von sogenannten „ultra-orthodoxen“ Juden praktiziert wird, ist der Beweis dafür, dass sich auch religiöse Rituale wandeln können.  Weiterlesen „Der absolute Nullpunkt der Ultra-Orthodoxie“

Beschneidung: Ignoranz und Sexismus


Die Beschneidungsdebatte ist geprägt von Ignoranz und Sexismus. Ignoranz in Bezug auf die sexuelle Anatomie des Mannes und in Bezug auf die frauenverachtenden Ursprünge des Amputationsrituals. So kommt es zur Tabuisierung jeglichen Vergleichs von weiblicher und männlicher Genitalverstümmelung. Dieses Tabu ist sexistisch aus Ignoranz, und damit der eigentliche Skandal dieser Debatte.  Weiterlesen „Beschneidung: Ignoranz und Sexismus“

Beschneidung gegen Sex: Unser jüdisch-christliches Erbe


Ist guter Sex für uns ein wichtiger, ein zentraler Wert? Viele würden spontan Ja sagen. Es ist nicht mehr anstößig, zuzugeben, dass einem Sex wichtig ist. Es gibt unzählige Ratgeber für guten Sex, Verhütungsmittel werden inzwischen über der Ladentheke verkauft. Allerdings zeigt genau diese Diskussion über die Beschneidung, dass wir immer noch tief beeinflusst sind von einer Tradition, die den Körper allgemein geringschätzt und den Sex insbesondere verteufelt. Weiterlesen „Beschneidung gegen Sex: Unser jüdisch-christliches Erbe“

Beschneidung gegen HIV: Des Kaisers neues Kondom


In allen Diskussionen zum Thema Beschneidung taucht unweigerlich irgendwann das Argument der Befürworter auf, dass selbst die WHO die Beschneidung als Präventionsmaßnahme gegen Aids empfehle. Diese Empfehlung ist allerdings nicht unumstritten. Sie stützt sich auf Studien, denen schwere Mängel attestiert wurden. Darüber hinaus ist dieses Argument in der aktuellen Debatte über das Kölner Beschneidungsurteil allenfalls von rhetorischem Wert, denn auch die WHO empfiehlt nicht die Säuglingsbeschneidung, sondern nur die freiwillige Beschneidung einwilligungsfähiger Männer Weiterlesen „Beschneidung gegen HIV: Des Kaisers neues Kondom“